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Super 8

Ein Sommerfilm, wie er früher einmal war: J. J. Abrams lässt eine Gruppe von Kleinstadtjungs in den Siebzigerjahren dem Geheimnis eines Aliens auf die Spur kommen.


Super 8

Leihvideo

Erhältlich seit:
05.01.2012

Abenteuer/ Science Fiction

USA 2011
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 12

Kyle Chandler
Elle Fanning
Joel Courtney

Regie: J.J. Abrams
Paramount Home Entertainment

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Die Ausstattung

Die Technik



 
Super 8

Eine US-Kleinstadt im Jahr 1979. Nach dem Tod seiner Mutter ist der 13-jährige Joe allein mit sich und seiner Trauer. Zuflucht findet er bei den Dreharbeiten eines Zombiefilms, den sein Freund Charles auf Super 8 inszeniert. Er konnte sogar die unerreichbar scheinende Alice für eine Hauptrolle gewinnen. Gemeinsam werden sie Zeugen eines Zugunglücks, bei dem eine Kreatur aus einem geheimen Militärwagon entweichen kann. Kurz darauf geschehen unerklärliche Dinge, Alice verschwindet spurlos. Jetzt ist Joe gefragt.

J. J. Abrams' Liebeserklärung an das Jungsein in den Siebzigerjahren ist eine bemerkenswerte Hommage an das frühe Kino von Steven Spielberg. Perfekt jongliert der Regisseur mit den Versatzstücken, um einen Plot zu bewegen, der "Transformers" gar nicht mal so unähnlich ist, aber anstatt auf Maschinenöl auf Herz und Seele vertraut: Effekte und Spektakel kommen nicht zu kurz, stehen aber immer im Dienst einer Geschichte über einen Jungen, der an der Schwelle zum Erwachsensein das Loslassen lernen muss. Ein moderner Klassiker des Popcornkinos.

Super 8

Ein Sommerfilm, wie er früher einmal war: JJ Abrams lässt eine Gruppe von Kleinstadtjungs in den Siebzigerjahren dem Geheimnis eines Aliens auf die Spur kommen.

Wenn nicht die Effektarbeit so modern und die Technologie so weit fortgeschritten wären, man könnte J.J. Abrams' Reminiszenz an die eigene Adoleszenz in den späten Siebzigerjahren tatsächlich für einen Film aus dieser Zeit halten. Eine Ära, in der Popcorn-Sommer- Blockbuster hinter all dem Schall und Rauch immer noch eine Seele erkennen ließen - ein Bedürfnis, ihr Publikum nicht einfach nur mit Spektakel zu erschlagen, sondern Figuren zu erschaffen und Geschichten zu erzählen, die einem nahegehen. Natürlich kann Abrams, wie schon bei "Star Trek", auch hier nicht ganz den Vorwurf entwerten, er sei mehr an der Plotmechanik als an den Figuren interessiert. Man kann sich nicht des Eindrucks erwehren, die vermeintliche Tiefe der Figuren sei doch nur behauptet und diene lediglich dazu, das präzise den erklärten Vorbildern nachgebaute Konstrukt besonders gut geölt funktionieren zu lassen. Das wäre ein valider Kritikpunkt, wenn "Super 8" nicht so unfassbar unterhaltsam wäre, wenn man sich in Abrams' Händen nicht so wohl fühlen würde. Er hat Filme wie "Stand By Me", "Die Goonies" und natürlich immer wieder früher Spielberg - "Unheimliche Begegnung der dritten Art", "E.T." - so verinnerlicht, dass seine Mimikry völlig organisch wirkt.

Sein Held ist ein "lost boy", wie ihn Spielberg nicht schöner hätte erfinden können. Nach dem Unfalltod seiner Mutter auf sich allein gestellt, weil sein Papa, Stadtsheriff Jackson, von der Situation überfordert ist, stürzt sich der 13-jährige Joe Lamb mit seinen Kumpels in die Produktion eines auf Super 8 gedrehten Zombiefilms, den sein bester Freund Charles inszeniert. Joe kann es nicht glauben, aber Charles ist es gelungen, die umwerfende Alice - das hübscheste und damit für die Jungs absolut unerreichbare Mädchen der Schule und obendrein Tochter des Mannes, der indirekt Schuld am Tod von Joes Mutter trägt - für eine Rolle zu besetzen. Der Moment, in dem Alice vor laufender Kamera eine Probe ihres Könnens gibt und alle dabei zu Tränen rührt, ist schon jetzt ein Klassiker - man sieht Elle Fanning dabei zu, wie sie binnen einer Szene von der begabten Kinderschauspielerin zum kommenden Superstar reift. Dass der Augenblick so eine große Durchschlagskraft hat, liegt aber auch daran, dass während des Drehs ein Wagen auf die Gleise biegt und mit einem vorbeifahrenden Zug mit geheimen Militärwagons kollidiert. Während sich die Teenager vor den Explosionen und durch die Gegend segelnden Einzelteilen in Sicherheit bringen, kann aus einem der Wagons etwas entkommen, von dem die Öffentlichkeit nichts erfahren darf - und die immer noch laufende Super-8-Kamera zeichnet es auf. In den nächsten Tagen geschehen merkwürdige Dinge, Menschen verschwinden spurlos, auf wundersame Weise werden im Städtchen alle Motoren und Mikrowellen entwendet: Ein Alien mit unklaren Absichten ist los. Das Militär erklärt die Gegend zum Katastrophengebiet. Gleichzeitig eskalieren auch die privaten Konflikte: Joe verliebt sich in Alice, sein Vater verbietet seinem Sohn den Umgang mit dem Mädchen, das von dem Alien entführt wird. Im Zentrum der Stadt kommt es zum Showdown, der keine Wünsche offenlässt, aber trotz allem Effektezaubers doch nur ein Sinnbild für Joes Einsamkeit und Trauer um den Tod seiner Mutter ist.

Um das Loslassen geht es in "Super 8" - buchstäblich. Um Heilung und das hinter sich Lassen, um Vergebung und Zusammenhalt. Ein brandaktueller Film also, der ganz unmittelbar zum Amerika von heute spricht. Zugleich aber auch ein ganz persönlicher Film über die Freuden, Ängste und Nöte an der Schwelle zum Erwachsenwerden im Allgemeinen und die befreiende Kraft des Filmemachens im Besonderen. Als hätte man das Maschinenöl in "Transformers" mit Herz und Seele ersetzt ist "Super 8" jetzt schon neben "Dazed and Confused" einer der großen Filme über das Jungsein in den 70s - eine Liebeserklärung mit allem, was dazugehört: nachvollziehbare Figuren, viel Humor, Action, Spannung - ein Film wie früher also, der die wichtigste Lektion begriffen hat: Gutes Kino lässt sein Publikum staunen. Mission erfüllt. ts.

Darsteller:  Kyle Chandler   als Jackson Lamb
  Elle Fanning   als Alice Dainard
  Joel Courtney   als Joe Lamb
  Gabriel Basso   als Martin
  Noah Emmerich   als Nelec
  Ron Eldard   als Louis Dainard
  Riley Griffiths   als Charles
  Ryan Lee   als Cary
  Zach Mills   als Preston
  Jessica Tuck   als Mrs. Kaznyk
  Joel McKinnon Miller   als Mr. Kaznyk
 
Regie:  J.J. Abrams  
Buch:  J.J. Abrams  
Musik:  Michael Giacchino  
Kamera:  Larry Fong  
Produzent:  J.J. Abrams  
  Bryan Burk  
  Steven Spielberg  

"Transformers 3" mit den meisten Filmfehlern 2011

Tote Handys, verschwundene Kleidungsstücke, falsche Anreden: Nicht alle Filme sind mit Liebe bis ins letzte Detail gemacht. Fehlerkönig 2011 ist "Transformers 3".

Mal mit, mal ohne Hut: Rosie Huntington-Whiteley wird in "Transformers 3" vom Fehlerteufel gejagt (Foto: Paramount) Großansicht

Mal mit, mal ohne Hut: Rosie Huntington-Whiteley wird in "Transformers 3" vom Fehlerteufel gejagt (Foto: Paramount)

Es gibt viele Gründe, sich einen Film anzusehen. Für Jon Sandys, Macher der Website moviemistakes.com und seine Mitstreiter haben ihre helle Freude an den Fehlern, die den Regisseuren unterlaufen. Ihren Adleraugen entgeht nichts, und am häufigsten haben sie 2011 bei "Transformers 3" den Rotstift gezückt.

Ganze 58 Fehler wurden in Michael Bays Brachial-Blockbuster ausgemacht. Das sind sechs mehr als beim Spitzenreiter des letzten Jahres, "Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten". Aber natürlich wurden sie auch in anderen Filmhits des Jahres 2011 fündig: Ganze 30 Mal bei "X-Men: First Class" beispielsweise, 20 Mal bei "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2" und 17 Mal bei "Super 8".

Um Exempel ist Fehlerfinder Jon Sandys nicht verlegen. Schon in der ersten Szene von "Transformers 3" geht es los: Carly (Rosie Huntington-Whiteley) läuft eine Treppe hinauf, sie trägt dabei eine weiße Kappe. Die ist plötzlich verschwunden, als sie das ausgestopfte Kanichen hält.

Fehler auch beim "Hangover" und im "Twilight"

In "Hangover 2" nennt Bradley Cooper seinen Co-Star Ed Helms aus Versehen bei seinem richtigen Namen. "Ed" ist (in der Originalfassung) in der Szene zu hören, in der die Helden mit dem Affen vor den Russen fliehen.

Und dann ist da noch "Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht, Teil 1". Bella greift zum Handy, um Rosalie anzurufen. Bevor sie es sich ans Ohr hält, ist das Display zu sehen und darauf die aktivierte Displaysperre - Bella hat ja gar nicht gewählt ...

 

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