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Superman Returns

"Superman" kehrt nach 20-jähriger Absenz auf die Leinwand zurück - im größten Abenteuer seiner Karriere als Superheld.


Superman Returns

Leihvideo

Erhältlich seit:
15.12.2006

Action/ Fantasy

USA 2006
Laufzeit: 148 Min.
FSK: ab 12

Brandon Routh
Kate Bosworth
James Marsden

Regie: Bryan Singer
Warner Home Video Germany

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Endlich kehrt der beliebteste aller Superhelden auf die Erde und ins Kino zurück - Regisseur Bryan Singer macht daraus einen spektakulären und gefühlvollen Kinohit.

Superman ist wieder da (Foto: Warner) Großansicht

Superman ist wieder da (Foto: Warner)

Fünf Jahre sind vergangen, seit Superman (Brandon Routh) spurlos verschwand. In dieser Zeit ist die Kriminalitätsrate drastisch gestiegen, und Oberschurke Lex Luther ist in seinem Größenwahn bereit, Millionen von Menschenleben zu riskieren. Höchste Zeit also für den Mann aus Stahl, nach einem Trip auf seinen zerstörten Heimatplaneten zurückzukehren.

Als wahrer Superman erweist sich hier auch Regisseur Bryan Singer ("X-Men"), dem das Kunststück gelingt, die Comic-Ikone intelligent zu modernisieren, mit Verständnis für die Figuren, erzählerischem Fingerspitzengefühl und eindrucksvollen Effekten.

Lex Luthor ist von Supermans Rückkehr wenig begeistert (Foto: Warner) Großansicht

Lex Luthor ist von Supermans Rückkehr wenig begeistert (Foto: Warner)

Die Welt und Superman

Dabei beweist er auch herrlichen Sinn für Ironie: Supermans große Liebe Lois Lane (Kate Bosworth) hat nicht nur einen Sohn und einen neuen Mann, sie hat sich auch mit dem Artikel "Warum die Welt Superman nicht braucht" einen Pulitzerpreis erschrieben.

Neben der emotionsgeladenen Lovestory gibt es in dem neuen Kapitel der Saga des weltberühmten Superhelden, den einst Christopher Reeve spielte, auch überwältigende Actionsequenzen. Und so ist ein Fazit klar: Diese Welt braucht ihren Superman.

Superman Returns

Das aufwändige Fantasy-Epos unter der versierten Regie von "X-Men"-Regisseur Bryan Singer lässt den legendären Mann aus Stahl 20 Jahre nach dem letzten Eintrag in die Franchise wieder hoch im seither revolutionierten Universum der Comicadaptionen (mit)fliegen.

Dabei darf die Leinwandrückkehr eines der beliebtesten Superhelden getrost als schwierige Geburt bezeichnet werden. Nach mehrjähriger Entwicklungsphase (die Kosten dafür allein sollen sich auf 40 Mio. Dollar belaufen) mit diversen vorgesehenen Regisseuren (darunter ironischerweise Brett Rattner, der später bei der "X-Men"-Franchise für Singer einsprang), Drehbuchentwürfen und Besetzungen wurde das Monumentalprojekt mit einem Budget von 220 Mio. Dollar schließlich in Australien gedreht. Um die blaurote Uniform des verstorbenen Originaldarstellers Christopher Reeve (dem der Film gewidmet ist) adäquat auszufüllen, wurde mit Brandon Routh ein unbekanntes Gesicht verpflichtet. Er weist nicht nur den entsprechend muskulösen Körperbau und markanten Gesichtsschnitt vor, sondern verfügt auch über das schauspielerische Gewicht, die Figur mit sympathischer Schüchternheit, schwelendem Selbstzweifel sowie selbstsicherer Supermenschlichkeit auszustatten. Die Openingsequenz mit den Neontiteln und der Originaltitelmelodie (beide schon damals an "Krieg der Sterne" angelehnt) evozieren Richard Donners Original-"Superman" von 1978, an dem sich der Film im Verlauf der rund zweieinhalbstündigen Neuinterpretation immer wieder respektvoll orientiert. Das Drehbuch der "X-Men 2"-Skripter Michael Dougherty und Dan Harris knüpft mit Supermans Rückkehr aus dem All an, wo er fünf Jahre verbracht hat, um Antworten auf Fragen über seinen zerstörten Heimatplaneten Krypton zu finden. Als sein menschliches Alter Ego, der brav-naiv wirkende Reporter Clark Kent, bekommt er seinen alten Job beim Daily Planet wieder. Mit tiefer Enttäuschung muss er feststellen, dass seine große Liebe Lois Lane ("Blue Crush"-Surfergirl Kate Bosworth fehlt es ein wenig an glaubwürdiger Reife) Superman in mehrfacher Hinsicht völlig abgeschrieben hat und nun einen Verlobten und einen kleinen Sohn hat. Doch als Superman sie bei einem missglückten Shuttlelaunch (mit ähnlich realistischem Chaos wie bei "Flug 93") spektakulär vor dem Absturz rettet, regen sich ihre alten Gefühle wieder. Die anhaltenden emotionalen Komplikationen ihrer unerfüllten Liebe bilden einen der Schwerpunkte, was der Story, neben dem von Superman schwermütig empfundenen Außenseiterstatus unter den Menschen, einen leise tragischen Anstrich verleiht. Im Kontrast dazu liefern Kevin Spacey (war einst einer von Singers "üblichen Verdächtigen") als Erzfeind Lex Luthor und Parker Posey als dessen schrille Komplizin Kitty Kowalski die schmunzelnd humorvolle Komponente. Insgesamt verzichtet Singer jedoch auf die üblichen publikumsgefälligen ironischen Oneliner und albernen Slapstickeinlagen. Sein Ton ist in klassischer Manier aufrichtig-mitfühlend und mit einer Menge unverkennbarer religiöser Messias-Symbolik (inklusive Kreuzigungspose) versehen. Dazu passend klingt der verhalten atmosphärische Score von John Ottman an, der wie Kameramann Newton Thomas Sigel zu Singers angestammtem Team gehört. Sigels glasklare Bilder in Kombination mit rund 1400 VFX-Aufnahmen erzeugen einen oftmals berauschend schönen Look. Seien es Supermanns Flüge im All und durch sonnenüberflutete Himmel, eine von Luthor "gesäte" Kristallinsel oder eine Erinnerung Supermans an seine unbändig freudvollen ersten Flugversuche, die Schauwerte dieses ambitionierten Superhelden-Spektakels mit dezent nostalgischem Retroflair begeistern. Ein leise angeschnittener Plottwist garantiert zudem ausreichend Stoff für das Sequel, das so sicher kommen wird wie Kryptonit dafür sorgt, dass Superman geschwächt wird. ara.

Darsteller:  Brandon Routh   als Superman/ Clark Kent
  Kate Bosworth   als Lois Lane
  James Marsden   als Richard White
  Frank Langella   als Perry White
  Eva Marie Saint   als Martha Kent
  Parker Posey   als Kitty Kowalski
  Sam Huntington   als Jimmy Olsen
  Kal Penn   als Stanford
  Kevin Spacey   als Lex Luthor
 
Regie:  Bryan Singer  
Buch:  Michael Dougherty  
  Dan Harris  
  Bryan Singer  
Musik:  John Ottman  
Kamera:  Newton Thomas Sigel  
Produzent:  Jon Peters  
  Bryan Singer  
  Gilbert Adler  

Russell Crowe hat keinen Bock auf Batman

Russell Crowe hat es nicht so mit Event-Filmen. Deshalb wird es für den Australier auch immer schwieriger, adäquate Arbeitsstoffe zu finden.

Hält nichts von Superhelden-Verfilmungen: Russell Crowe (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Hält nichts von Superhelden-Verfilmungen: Russell Crowe (Foto: Kurt Krieger)

Über mangelnde Rollenangebote kann sich Russell Crowe sicher nicht beschweren. Der Gladiator hat eher Probleme, eine für ihn interessante Rolle zu erhaschen.

Gar nicht so einfach, wenn man weiß, dass Crowe eine tiefe Abscheu gegenüber Comicverfilmungen wie Superman, Batman oder Spider-Man hegt.

Da dieses Filmgenre jedoch seit einigen Jahren Hollywoods Kassen kräftig klingeln lässt, stürzen sich die Filmstudios natürlich bevorzugt auf Superheldenstoff. Ganz zum Leidwesen Russell Crowe.

Geduld zahlt sich für Russell Crowe aus

Der Star aus "Robin Hood" sagt klipp und klar, was sein Dilemma ist: "Mann, es ist, als würde man die Nadel im Heuhaufen suchen. Das Geschäft profiliert sich mit Event-Filmen, was oft Comicadaptionen oder Superhelden sind. Das ist einfach nicht mein Ding!"

Russell hat seine eigene Methode entwickelt, wie er die Rollenmisere unbeschadet übersteht: "Man muss einfach geduldig sein." Ganz getreu dem tschechischen Sprichwort "Geduld bringt Rosen". Ein weiser Mann aus Down Under.

 

Superman Returns in der Fotoshow

 

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