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Suspect Zero - Im Auge des Mörders

Serienkiller-Thriller, in dem zwei FBI-Agenten von einem des Mordes verdächtigten abtrünnigen Kollegen an der Nase herumgeführt werden.


Suspect Zero - Im Auge des Mörders

Leihvideo

Erhältlich seit:
22.03.2005

Originaltitel: Suspect Zero

Thriller

USA 2004
Laufzeit: 95 Min.
FSK: ab 16

Aaron Eckhart
Sir Ben Kingsley
Carrie-Anne Moss

Regie: Elias Merhige
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Serienkiller-Thriller, in dem zwei FBI-Agenten von einem des Mordes verdächtigten abtrünnigen Kollegen an der Nase herumgeführt werden.

Benjamin O'Ryan führt Böses im Schilde (Foto: Columbia TriStar) Großansicht

Benjamin O'Ryan führt Böses im Schilde (Foto: Columbia TriStar)

FBI Agent Thomas Mackelway (Aaron Eckhart) steht vor einer auf den ersten Blick unzusammenhängenden Reihe von Mordfällen. Die Aufklärung wird für ihn immer mehr zu einer persönlichen Angelegenheit, ja gar Besessenheit, als ihm der Killer Hinweise per Fax zukommen lässt und ihn auf die Fährte des abtrünnigen Spezial-Agenten Benjamin O'Ryan (Sir Ben Kingsley) lockt.

Zusammen mit seiner Partnerin Fran Kulock (Carrie-Anne Moss) kommt Mackelway dem Verdächtigen näher. Doch dann scheint sich das Spiel zu wenden: Aus den Jägern werden Gejagte.

Ein Blick in die Akten könnte weiterhelfen (Foto: Columbia TriStar) Großansicht

Ein Blick in die Akten könnte weiterhelfen (Foto: Columbia TriStar)

Adliger Bösewicht

Ein weiterer Serienkiller-Thriller in der Tradition von David Finchers "Sieben", in dem Oscar-Preisträger Sir Ben Kingsley nach "Sexy Beast" nun neben Aaron Eckhardt und Carrie-Anne Moss erneut in der Rolle des Bösewichts zu sehen ist.

Elias Merhige ("Shadow of the Vampire") beweist auch hier sein Gespür für atmosphärische Hochspannung, verstrickt sich jedoch bisweilen stark in Genreklischees und stilistischen Spielereien.

Suspect Zero - Im Auge des Mörders

Die Beziehung zwischen Serienkiller und Cop ist der Stoff, aus dem unzählige psychologischen Kriminalthrillern gewoben sind. Regisseur E. Elias Merhige ("Shadow of the Vampire") versucht nun, mit seiner ästhetischen Inszenierung vor allem dem Genreklassiker "Sieben" nachzueifern. Allerdings schreibt Merhige visuellen Stil ungleich größer als dramatische Substanz. An dem resultierenden sträflichen Spannungsvakuum können auch die beiden exzellenten Darsteller Ben Kingsley ("House of Sand and Fog") und Aaron Eckhart ("Erin Brockovich") nichts ändern.

Nach dem deutlich an "Manhunter" angelehnten Drehbuch von Zak Penn ("Behind Enemy Lines") wird zunächst die Story von FBI-Agent Thomas Mackelway (Eckhart) ausgerollt. Er ist von Dallas nach Albuquerque strafversetzt worden. Mit Dauerkonsum von Aspirin hält er seine Kopfschmerzen unter Kontrolle, die, wie sich bald herausstellt, von hellsichtigen Visionen über verschiedene Mordfälle herrühren. Diese Fähigkeit teilt er mit dem ungefassten Mordverdächtigen Benjamin O'Ryan (Kingsley), der ihn mit Faxübertragungen von vermissten Personen bombardiert. Darüber hinaus lockt er ihn mit reichlich Hinweisen auf seine eigene Fährte. Wie es scheint, ist O'Ryan ein ehemaliger FBI-Agent, der in geheimen Experimenten zur Hellsichtigkeit trainiert worden ist. Nun räumt er gnadenlos mit dem Kinder mordenden Serienkiller-Pack quer durch die Vereinigten Staaten auf. Am meisten hat er es jedoch auf den "Suspect Zero" abgesehen: ein Psychopath, der wahllos ohne Muster oder Motiv (und daher nicht dingfest zu machen ist) hunderte von Opfern auf dem Gewissen hat. Seinem Geisteskollegen Mackelway hat O'Ryan dabei eine bestimmte Rolle zugedacht.

O'Ryans Visionen sind blutrot und schwarzgrau getränkte, verwaschen-verwackelte Zerrbilder, die er anschließend mit gespenstischen Skizzen zu Papier bringt. Dissonante Soundeffekte untermalen die psychologische Tortur, die er dabei empfindet. Mackelway wird von seinem "zweiten Gesicht" ebenfalls psychisch mitgenommen. Dem Zuschauer werden mit diesen wiederholten Szenen allerdings keine greifbaren Indizien, sondern immer nur die Aufschluss gebenden Wahrnehmungen der beiden vorgeführt. Noch unglücklicher ist der Umstand, dass die Mordopfer namenlose Unbekannte bleiben, in deren Schicksal das Publikum emotional null investieren kann. Was an erzählerischem Tiefgang mangelt, versucht Merhige, der eine ausgeprägte Vorliebe für Großaufnahmen hat, mit ausgefallenen Kamerawinkeln und malerischen Bildkompositionen auszugleichen. Stimmungsvoll ist auch der mit spirituell-indianischen Klängen versehene Score, doch dies hinterlässt einen letztlich ebenso so oberflächlichen Eindruck wie der Auftritt von "Matrix"-Heroine Carrie-Anne Moss, deren Figur als Mackelways Partnerin zu absoluter Nebensächlichkeit verdonnert wird. Der erhoffte Erfolg bei einem breiten Publikum wird sich für diesen verworrenen Thriller im Arthouse-Look wohl erst bei der DVD-Auswertung einstellen können. Bis dahin werden sich wohl lediglich darbende Fans des Serienkiller-Subgenres an "Suspect Zero" erfreuen. ara.

Darsteller:  Aaron Eckhart   als Thomas Mackelway
  Sir Ben Kingsley   als Benjamin O'Ryan
  Carrie-Anne Moss   als Fran Kulok
  Kevin Chamberlin   als Harold Speck
  Harry Lennix   als Charlton
  Chloe Russell   als Loretta
  Keith Campbell   als Raymond Starkey
  Julian Reyes   als Highway Polizist
 
Regie:  Elias Merhige  
Buch:  Zak Penn  
  Billy Ray  
Musik:  Clint Mansell  
Kamera:  Michael Chapman  
Produzent:  Paula Wagner  
  Elias Merhige  
  Gaye Hirsch  
 

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