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Leihvideo
Erhältlich seit:
25.03.2004
Großbritannien/Deutschland/Spanien 2002
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 12
Martin Compston
Michelle Coulter
Annmarie Fulton
Regie: Ken Loach
epiX Media AG

Der Drehbuchpreis in Cannes für Paul Laverty ist ebenso eine Ehrung für Regisseur Ken Loach, der zum vierten Mal mit Laverty zusammenarbeitet und in einem furiosen Comeback, das so niemand erwartet hätte, eine ungewöhnlich kraftvolle, ökonomisch erzählte und glaubwürdige Story über einen schottischen Teenager zwischen Armut und Kriminalität hinlegt. Ein Großteil des Gelingens der bewegenden Studie beruht auf der herausragenden Leistung des 16-jährigen Naturtalents Martin Compston, der für den Darstellerpreis gehandelt wurde aber gegen Olivier Gourmet ("Les fils") verlor und eine Fußballkarriere begonnen hat.
Im Film wird der mitreißende Compston, in beinahe jeder Szene präsent, als Liam am Tag seines 16. Geburtstages auch verlieren aber Loach und Laverty gelingt es, die bittere Enttäuschung als notwendigen Schritt in Liams Entwicklung deutlich zu machen. Liam, der auf die Entlassung seiner Mutter Jean (Michelle Coulter) aus dem Gefängnis wartet, wird zu Beginn als Boy mit Rückrat charakterisiert, als er sich weigert, Jean das von ihrem Lover Stan und Großvater Rab ins Gefängnis zu schmuggelnde Heroin per Zungenkuss zu übergeben. Von den Männern brutal niedergeschlagen und hinausgeworfen, richtet er sich bei seiner Schwester Chantelle (Annmarie Fulton als patentes Working-Girl mit Baby) ein und organisiert mit seinem Junkie-Freund Pinball (William Ruane, ein "Trainspotter" ohne Aussicht) Gelegenheitsjobs und Drogenhandel: alles um Jean Heim und Familie zu schaffen. Durch Cleverness, Disziplin und Initiative landet Liam im Team des örtlichen Gangsterbosses, der ihn einer haarsträubenden Mutprobe unterzieht.
Liams Illusionen, Träume und Hoffnungen werden - so realistisch war Loach immer - zunehmend zerstört. Pinball, der nicht in die Gang aufgenommen wurde, fackelt Liams für Jean angezahlten Wohnwagen mit Aussicht über Glasgows Vororte Greenock und Invercyde ab und legt sich mit der Gang an. Als Jean aus dem Knast kommt, steht der eigentliche Konflikt hammerhart vor Liams Zukunft. Loach inszeniert gewohnt funktional und direkt und holt aus den Laien und Jungschauspielern das Maximum an Natürlichkeit. Weniger eine Crime Story als ein eminent packender Film über den Druck auf einen Teenager, der die Wirklichkeit nach seinem Bilde formen will und nicht sieht, was möglich ist und was nicht, ist "Sweet Sixteen" (der Titel konterkariert ironisch Liams Plackerei) eine fehlerlose, mit Galgenhumor getränkte aufrüttelnde Teenager-Tragödie über die Opfer der industriellen Krisen. Für Arthouse-Kinos ideal als bittersüße Sozialkost. ger.
| Darsteller: | Martin Compston | als Liam | |
|---|---|---|---|
| Michelle Coulter | als Jean | ||
| Annmarie Fulton | als Chantelle | ||
| William Ruane | als Pinball | ||
| Gary McCormack | als Stan | ||
| Tommy McKee | als Rab | ||
| Michelle Abercromby | als Suzanne | ||
| Calum McAlees | als Calum | ||
| Robert Rennie | als Scullion | ||
| Martin McCardie | als Tony | ||
| Jon Morrison | als Douglas | ||
| Matt Costello | als Motorradpolizist | ||
| Regie: | Ken Loach | ||
| Buch: | Paul Laverty | ||
| Musik: | George Fenton | ||
| Kamera: | Barry Ackroyd | ||
| Produzent: | Rebecca O'Brien | ||
Sweet Sixteen in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch, Englisch
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,85/16:9
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