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Swimming Pool - Der Tod feiert mit

Deutsches Schlitzergemetzel nach bewährtem Hollywood-Muster, bevölkert mit Teenagern vom GZSZ-Schlag.


Swimming Pool - Der Tod feiert mit

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Erhältlich seit:
09.04.2010

Thriller/ Horror

Deutschland/Tschechien 2001
Laufzeit: 92 Min.
FSK: ab 18 (keine Jugendfreigabe)

Kristen Miller
Thorsten Grasshoff
Elena Uhlig

Regie: Boris von Sychowski
Senator Home Entertainment

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Swimming Pool - Der Tod feiert mit

Eine Gruppe Teenager aus gutem Hause gedenkt die geglückten Reifeprüfung im Eliteinternat auf eine besonders spektakuläre Weise zu feiern. Kurzerhand okkupiert man zu später Stunde ein örtliches Erlebnisbad und verwandelt menschenleeren Hallen in eine sprudelnde Party-Zone. Der Spaß findet ein jähes Ende, als eine scheußlich verstümmelte Leiche nach der anderen auftaucht und es für alle Beteiligten offenbar wird, dass der Übeltäter aus der eigenen Gruppe stammt. Pech, dass der Bösewicht auch noch den Schlüssel zur Eingangstür weggeworfen hat.

Horrorfilm aus heimischer Küche nach bestem US-Muster der Marke "Scream" und "Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast". Die ganze Charakterpalette einer durchschnittlichen GZSZ-Folge begegnet in diesem Szenario mit beschränkter Hoffnung dem erwartungsfrohen Betrachter, doch gleicht Regisseur von Sychowski schauspielerische und drehbuchbedingte Grobheiten mit einem gewissen Einfalls- und Pointenreichtum in den Killszenen wieder aus. Genrespezifisch kein allzu weiter Wurf.

Swimming Pool - Der Tod feiert mit

Zu einer Pool Party der blutigen Art bitten zehn Schülerlein in dieser heimischen Antwort auf US-Horrorware der Marke "Scream" und "Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast". Der Antworten gab es schon einige, und diese zählt nicht zu den besten.

Es hat sich herumgesprochen, dass mit deutschen Genrefilmen ebenso gut, wenn nicht gar besser Geld zu verdienen ist als mit deutschen Dramen oder Beziehungskomödien. Das ist zwar eigentlich keine besonders neue Erkenntnis, gehörten doch bereits in der Vergangenheit Edgar-Wallace-Krimis, Schulmädchenreporte oder bis aufs Blut gequälte Hexen zu den Kassenschlagern und wenigen exporttauglichen Filmen dieses Landes. Doch nach Autorenkino und Komödieninferno der jüngeren Vergangenheit wirkte es schon fast wie ein revolutionärer Schritt, als die jüngste Generation der Filmhochschulabsolventen wieder den Wunsch verlauten ließ, Horrorfilme zu drehen. Horrorfilme nach (neuem) Hollywoodmuster, wohlgemerkt, denn sich auf durchaus massenhaft vorhandene deutsche Genre-Wurzeln zu besinnen, kam bis jetzt noch kaum jemand in den Sinn.

"Anatomie" setzte den Maßstab für den neuen deutschen Schlitzerfilm. Kalt, schnörkellos, brutal nach Bodycount-Schema F wie Freitag inszeniert, bevölkert von austauschbaren Klischeefiguren, deren Schicksal einem kaum näher ging als das einer x-beliebigen Videogame-Trickfigur (trotz Franka Potente). Zwischen neonbeleuchteten Chrom-Ornamenten und bluttriefenden Kaiserschnitten wehte dort ein Hauch von Stil und darstellerischer Klasse, der dem sonstenfalls inhaltlich recht ähnlich gelagerten "Swimming Pool" fast vollständig abgeht. Erkannte man bei "Anatomie" den klaren Anspruch, einen Kinofilm auf internationalem Niveau abzuliefern, so kommt "Swimming Pool" daher wie ein Fernsehfilmfilm der Woche, der sich aus Versehen (weil gerade mal Horrorwelle ist und das Publikum selbst Guppygreuel wie "Lake Placid" goutiert) in die Kinos verirrt und auf der großen Leinwand in Wahrheit wenig bis nichts verloren hat.

Eine Gruppe Teenager aus gutem Hause gedenkt die geglückte Reifeprüfung im Eliteinternat auf eine besonders spektakuläre Weise zu feiern. Kurzerhand okkupiert man zu später Stunde ein örtliches Erlebnisbad und verwandelt menschenleere Hallen in eine sprudelnde Party-Zone. Der Spaß findet ein jähes Ende, als eine scheußlich verstümmelte Leiche nach der anderen auftaucht und es für alle Beteiligten offenbar wird, dass der Übeltäter der eigenen Gruppe entstammt. Pech, dass der Bösewicht auch noch den Schlüssel zur Eingangstür weggeworfen hat. Die ganze Charakterpalette einer GZSZ-Folge begegnet in diesem Szenario mit beschränkter Hoffnung dem erwartungsfrohen Betrachter, und auch die emotionsresistente Weise der Schauspieler, ihre deutschtypisch künstlichen Texte zu verlesen, erinnert an mäßig beleumundete Vorabend-Reißbrettserien. Regisseur von Sychowski ist außer der Mitwirkung am erschreckend humorlosen Drehbuch handwerklich wenig vorzuwerfen. Aus einem kreativen Nichts schafft seine Inszenierung eine leidlich spannende Schnitzeljagd, deren sparsam, aber effektiv eingestreuten Killszenen sich durch wesentlich größeren Pointenreichtum auszeichnen als die bleiernen Dialoge. Horrorfans, die sich an fußballtorgroßen Drehbuchlöchern (warum haut nicht einfach jemand eine Scheibe ein?) wenig stören und Innovationen bevorzugt in Mordszenen wünschen, können mit "Swimming Pool" launige eineinhalb Stunden erleben, und auf dem Fantasy Filmfest 2001 gab es neben viel Gelächter an wenig passenden Stellen zum Schluss sogar verhaltenen Beifall. In Konkurrenz selbst mit durchschnittlicher amerikanischer Genreware macht dieser Teutonenschlitzer allerdings keinen Stich. ab.

Swimming Pool - Der Tod feiert mit

Das Abi ist geschafft, jetzt kann das wahre Leben anfangen. Doch bevor Gregor und seine Freunde aus der International High School Prag über die ganze Welt verstreut werden, wollen sie noch einmal gemeinsam die Party ihres Lebens feiern. Dazu brechen sie nachts in ein öffentliches Schwimmbad ein. Aber was wie die Nacht der Nächte beginnt, wird zu einem verzweifelten Kampf ums Überleben. Ein maskierter Killer ist auf der Party und beginnt eine gnadenlose Jagd auf die Jugendlichen, durch die Gänge und Hallen der Anlage...

Quelle: Senator

Interviews/Statements d. Schauspieler (OmU)
Audiokommentar vom Regisseur/Kameramann
Filmdokumentation (OmU)
B-Roll (OmU)
"Teamfilm" (OmU)
Storyboard
Produktions-Skizzen
Bilder d. Drehortvorbesichtigung
Auszug aus dem Drehbuch

Quelle: Senator

Darsteller:  Kristen Miller   als Sarah
  Thorsten Grasshoff   als Gregor
  Elena Uhlig   als Carmen
  Maximilian Grill   als Diego
  Jonah Lotan   als Chris
  Isla Fisher   als Kim
  Bryan Carney   als Carter
  John Hopkins   als Frank
  Jason Liggett   als Martin
  Cordelia Bugeja   als Mel
  James McAvoy   als Mike
  Linda Rybová  
 
Regie:  Boris von Sychowski  
Buch:  Lorenz Stassen  
  Boris von Sychowski  
Musik:  Johannes Kobilke  
Kamera:  Notker Mahr  
Produzent:  Werner Possardt  
  Benjamin Herrmann  
 

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