
Während des Dritten Reichs erwacht in Peter, Thomas und Arvid die Begeisterung für Jazzmusik. Sie zählen sich zu den "Swing-Kids", die trotz Verbots zu den Klängen von Benny Goodman tanzen. Als Peter wegen eines Vergehens der Hitler-Jugend beitreten muß, folgt ihm sein Freund Thomas. Doch anders als Peter läßt sich Thomas schnell für die Ideale des Nationalsozialismus begeistern. Als der behinderte Arvid von Nazi-Schlägern zusammengeknüppelt wird, verschärft sich der Konflikt zwischen den einstigen Freunden.
Mit seinem Debüt nimmt sich Thomas Carter in einem stellenweise packenden Plädoyer für Individualität einer wahren Episode aus dem Hamburg der 30er Jahre an. Wie zumeist, wenn Hollywood das Dritte Reich inszeniert, bleiben dem Betrachter Klischees nicht erspart. Die Leistung der Jungstars Robert Sean Leonard ("Viel Lärm um nichts"), Christian Bale ("Das Reich der Sonne") und Frank Whaley ("Freshman") macht Drehbuchunebenheiten allerdings spielend wieder wett. Eine sympathische, wenn auch bei weitem nicht so erschütternde Ergänzung zu "Schindlers Liste".