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Swinger Club

Improvisationsdrama in zwei Akten um Vertrauenskrisen in Partnerschaften, dem Ende der Liebe und die Entblößung von Lebenslügen.


Swinger Club

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Erhältlich seit:
28.03.2008

Drama

Deutschland 2005
Laufzeit: 92 Min.
FSK: ab 12

Stephan Schad
Susanne Wolff
Oliver Sauer

Regie: Jan Georg Schütte
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Improvisationsdrama in zwei Akten um Vertrauenskrisen in Partnerschaften, das Ende der Liebe und die Entblößung von Lebenslügen.

Das Glück schäumt nicht gerade über (Foto: Ventura) Großansicht

Das Glück schäumt nicht gerade über (Foto: Ventura)

Albert (Stephan Schad) und Birgit (Susanne Wolff) haben sich zum fünften Hochzeitstag drei enge Freunde eingeladen. Da erhebt Albert Vorwürfe gegen seine Frau und missbraucht die anderen als Jury - wird damit aber Opfer der eigenen Strategie. Was beim vermeintlichen Seitensprung beginnt, entwickelt sich zum offenen Schlagabtausch mit unaufhaltsamer Gruppendynamik über Affären, Vertrauensbrüche, die Verzweiflung der vorgezogenen Midlife-Crisis.

Monate später beginnt anlässlich einer Hochzeitsfeier ein zweiter Krawallnachmittag. Heimlicher Partnertausch kommt ans Licht und entblößt zerrüttete Seelen, denen die Fähigkeit zur Treue abhanden gekommen ist.

Ein nettes Diner endet in Diskussionen (Foto: Ventura) Großansicht

Ein nettes Diner endet in Diskussionen (Foto: Ventura)

Gewagtes Experiment

Für seinen viel versprechenden, für den Max-Ophüls-Preis nominierten Regie-Erstling nahm sich Schauspieler Jan Georg Schütte ein filmisches Experiment vor: sieben Schauspieler, zwei Nachmittage Drehzeit, drei Kameras. Nur die Grundsituation war festgelegt, Dialoge und Handlung völlig offen. Schütte entlarvt dabei ohne zu moralisieren Lebenslügen der Mittdreißiger.

Sein Dogma-nahes Direkt-Kino verwehrt jede Distanz und bietet starken Tobak: essenziell, tief gehend, klug und so durchdringend wie ein Schauspieler-Film nur sein kann, mit bravourösen Leistungen jenseits der Schmerzgrenze.

Swinger Club

Improvisationsdrama in zwei Akten um Vertrauenskrisen in Partnerschaften, dem Ende der Liebe und die Entblößung von Lebenslügen. Das Regiedebüt glänzt mit authentischen Darstellerleistungen und wurde für den Max-Ophüls-Preis nominiert.

Jan Georg Schütte - nicht zu verwechseln mit Jan Schütte ("Abschied - Brechts letzter Sommer") - arbeitete als Schauspieler unter anderem am Deutschen Theater Berlin. Für seinen vielversprechenden Regie-Erstling nahm er sich ein filmisches Experiment vor: sieben Schauspieler, zwei Nachmittage Drehzeit, drei Kameras. Nur die Grundsituation war festgelegt, Dialoge und Handlung völlig offen.

Albert (Stephan Schad) und Birgit (Susanne Wolff) haben sich zum fünften Hochzeitstag drei enge Freunde eingeladen. Doch der Gastgeber zeigt sich in giftiger Laune, erhebt inquisitorisch Anklage gegen seine Frau und missbraucht die anderen als Jury - wird damit aber Opfer der eigenen Strategie. Was beim vermeintlichen Seitensprung beginnt, entwickelt sich zum offenen Schlagabtausch mit unaufhaltsamer Gruppendynamik, die über einen spontanen Schwangerschaftstest zum nächsten Unheil führt. Alles kommt auf den Tisch: Affären, Vertrauensbrüche, die Verzweiflung der vorgezogenen Midlife-Crisis. 16 Monate später beginnt anlässlich einer Hochzeitsfeier der zweite Krawallnachmittag, diesmal mit sieben Kombattanten. Das ist dogmanah und erinnert nicht von ungefähr an "Das Fest". Auch hier wird emotionales Dynamit gezündet und sich in unberechenbaren Gefühlsknäueln verheddert.

Der sich aufgeschlossen gebende, tatsächlich aber verklemmte Freundeskreis - kurz vor dem Eintritt ins Spießertum - wird von heimlichen Verhältnissen geradewegs unterminiert. Ein Partnertausch wie im Swinger-Club, der die bürgerliche moralische Integrität der Beteiligten nachhaltig ruiniert. Der Beziehungs-GAU nimmt seinen Spießrutenlauf und entblößt zerrüttete Seelen, denen die Fähigkeit zur Treue abhanden gekommen ist. Schütte entlarvt ohne zu moralisieren Lebenslügen der Mittdreißiger, Unbehagen, Ängste und die Einengung durch Verantwortung. Sein Direkt-Kino verwehrt jede Distanz und bietet starken Tobak: essenziell, tiefgehend, klug und so durchdringend wie ein Schauspieler-Film nur sein kann. Mit bravourösen Leistungen jenseits der Schmerzgrenze gelingt ein sehr zeitgenössisches, fabelhaftes Impromptu. Ein starkes Debüt, das jedes Ausrufezeichen verdient. tk.

Darsteller:  Stephan Schad   als Albert
  Susanne Wolff   als Birgit
  Oliver Sauer   als Chris
  Anne Weber   als Dagmar
  Ole Schlosshauer   als Eddie
  Jurij Schrader   als Vadim
  Marie Bäumer   als Karina
  Bettina Feddersen   als Pastorin
 
Regie:  Jan Georg Schütte  
Buch:  Jan Georg Schütte  
Musik:  Christian Dabeler  
  Helge Dube  
  Almut Klotz  
Kamera:  Manuel Mack  
  Hi Khan Truong  
  Thorsten Berndt  
Produzent:  Jan Georg Schütte  
 

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