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Swingers

Beschwingte Komödie um die Post-Generation-X und ihren sympathischen Slackers auf Streifzug durch Szenekneipen.


Swingers

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Erhältlich seit:
20.04.2006

Komödie

USA 1996
Laufzeit: 92 Min.
FSK: ab 12

Jon Favreau
Vince Vaughn
Ron Livingston

Regie: Doug Liman
UIG - United Independent Entertainment

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Swingers

Jungschauspieler Mike kehrt New York und seiner Freundin den Rücken, um sein Glück als Stand-up-Komödiant in Los Angeles zu versuchen. Ein halbes Jahr später wartet er immer noch auf Engagements und auch in Sachen Liebe hat sich nichts Neues getan. Um sich von seinem tristen Dasein abzulenken, läßt er sich von seinem Kumpel Trent, der für jedes Problem immer eine Lösung parat hat, zu einem Trip nach Las Vegas überreden. Dort versuchen sie bei einem Streifzug durch die Szenekneipen Kontakte zum anderen Geschlecht zu knüpfen.

Ironischer Blick auf Hollywoods Generation-X, die künstlerisch wie materiell angeblich schon alles erreicht hat und nun in Bars herumhängt, wo sie dem Rest der Welt mit endlosen Selbstbeweihräucherungs-Phrasen auf den Nerv geht. Regisseur Doug Liman und sein Autor-Hauptdarsteller Jon Favreau scheinen sich in diesem Milieu bestens auszukennen. Denn "Swingers" ist eine hyperrealistische Anekdotensammlung über Zeitgeist-Figuren ohne Zukunftsperspektiven. Mit ihrer sympathischen, dialoglastigen Komödie treffen die beiden exakt den Nerv der 90er und somit den Geschmack des Publikums um die Dreißig.

Swingers

Eine beschwingte Mixtur haben sich Regisseur Doug Liman und sein Autor und Hauptdarsteller Jon Favreau einfallen lassen, um das Denken und Treiben der Cocktail Nation standesgemäß auf Zelluloid zu verewigen: In ihrer Geschichte eines jungen Schauspielers, der über die Trennung von seiner Freundin hinwegzukommen versucht, bringen die beiden so viele großmäulige Mini-Macho-Dialoge, deutliche Verbeugungen vor den Vorbildern (Tarantino, Scorsese) und Lektionen in "Swingers"-Etikette unter, daß man sich unweigerlich auf die Seite des anachronistischen Zeitgeist-Spaßes schlagen muß.

Gelangweilt von der ewigen Gleichförmigkeit der Heerscharen von Alternativrockbands, ist die Generation X auf der Suche nach einem neuen Teen Spirit in der Vergangenheit fündig geworden: Gewandet in schmucke Fünfziger-Jahre-Anzüge feiern die Möchtegern-"Good Fellas" nicht mehr Kurt Cobain, sondern Dean Martin als Idol, tanzen zu Bigband-Musik oder altem Rockabilly und üben sich in coolen Posen und Sprüchen, wenn sie sich nicht gerade ganze Passagen ihrer Lieblingsfilme nacherzählen. Limans Streifzug durch die Szenebars von Los Angeles trifft den Nerv dieser sympathischen Hedonisten-Szene: Stil ist alles, über Substanz kann man später reden.

Das trifft nicht nur auf das Leben seiner Figuren zu, auch das Werk des Filmemachers ist beseelt von dieser Attitüde. Sein Budget von 250.000 Dollar trägt er wie eine Auszeichnung: In körnigen Bildern fängt Liman seine Helden, "Kleine Haie" mit Frank-Sinatra-Fixierung, ein und verleiht seinem Film damit ein Höchstmaß an Authentizität. Und so ganz wichtig sind die Bilder eigentlich auch nicht, denn es sind die nicht enden wollenden Ströme von originellen Dialogen, im Original eine Mischung aus veraltetem Rat-Pack-Jargon und brandaktuellem Rap-Lingo, die "Swingers" seinen beschwingten Rhythmus geben. Da fällt es kaum auf, daß diese Aneinanderreihung von

Szenen doch eher eine Anekdotensammlung ist als eine komplette Geschichte. Von New York nach Los Angeles umgezogen, wartet der glücklose Schauspieler Mike auf Angebote und versucht, mit der Trennung von seiner langjährigen Freundin fertig zu werden. Bei seiner Odyssee durch die Diners, Bars und Clubs von L.A. hin zu einer neuen vielversprechenden Bekanntschaft wird Mike von seinem Kumpel Trent unterstützt, der für jede Lebenslage die scheinbar richtigen Tips zur Verfügung hält. Ein gemeinsamer Trip nach Las Vegas (inklusive hinreißender Hommage an den Komödienklassiker "Ein seltsames Paar") zählt neben einer witzigen Episode, in der Mike einem Mädchen eine unablässige Flut von Nachrichten auf den Anrufbeantworter spricht, zu den Höhepunkten dieses eigenwilligen Spaßes, der nur in der Mitte einen Durchhänger hat, weil die Hauptfigur etwas zu lange passiv bleibt.

Ansonsten steht einem kleinen Überraschungserfolg des Films, der sich im selben, nach Deutschland noch nicht verkauften Miramax-Paket befindet wie "Copland", nichts im Wege. ts.

Darsteller:  Jon Favreau   als Mike
  Vince Vaughn   als Trent
  Ron Livingston   als Rob
  Patrick van Horn   als Sue
  Alex Desert   als Charles
  Deena Martin   als Christy
  Katherine Kendall   als Lisa
  Brooke Langton   als Nikki
  Heather Graham   als Lorraine
  Blake Lindsley  
 
Regie:  Doug Liman  
Buch:  Jon Favreau  
Musik:  Justin Reinhardt  
Kamera:  Doug Liman  
Produzent:  Victor Simpkins  
  Nicole LaLoggia  
 

Fassungen

 

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Features

 

Star

Jon Favreau

Der New Yorker, Jahrgang 1966, landet zuerst als Schauspieler im Filmgeschäft. 1993 spielt er seine erste Hauptrolle in dem Sportdrama "Rudy"....

 

Star

Vince Vaughn

Er gehört zu den ewigen Junggesellen, zum eingeschworenen Männerverein und zum kleinen Kreis guter Kumpels, die ihre wilden Jahre aufleben...