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Talk to Me

Biografie des schwarzen Radio-DJs Petey Greene, der in den Sixties mit Witz und Wahrheit zu einer amerikanischen Legende wurde.


Talk to Me

Leihvideo

Erhältlich seit:
24.10.2008

Drama

USA 2007
Laufzeit: 114 Min.
FSK: ab 12

Don Cheadle
Chiwetel Ejiofor
Taraji P. Henson

Regie: Kasi Lemmons
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Biografie des schwarzen Radio-DJs Petey Greene, der in den Sixties mit Witz und Wahrheit zu einer amerikanischen Legende wurde.

Petey Greene nimmt kein Blatt vor den Mund (Foto: Central) Großansicht

Petey Greene nimmt kein Blatt vor den Mund (Foto: Central)

Als Petey Greene (Don Cheadle), DJ des Gefängnisradios, Mitte der Sixties aus der Haft entlassen wird, will er auch das freie Washington erobern. Dewey Hughes (Chiwetel Ejiofor), Programmdirektor eines Senders, der unter weißer Führung schwarze Hörer unterhält, gibt dem Neuling eine Chance.

Bald steigt der Individualist mit der großen Klappe, die keine Tabus scheut, zum Star des Senders auf. Greene genießt seine Position, doch Hughes träumt von noch Größerem.

Im Aufbau konventionell strukturiert, konzentriert sich die dritte Regiearbeit von Kasi Lemmons auf ihre zentralen Figuren und die Zeit, in der sich ihr Leben, aber auch ihr Land am Wendepunkt befand.

Dewey Hughes lässt Petey reden und regelt den Rest (Foto: Central) Großansicht

Dewey Hughes lässt Petey reden und regelt den Rest (Foto: Central)

Mit Witz und echten Höhepunkten

Die darstellerischen Leistungen von Don Cheadle und Chiwetel Ejiofor dominieren diese Biografie, die darüber hinaus mit Dialogwitz glänzt und auch in den dramatischen Passagen echte Höhepunkte liefert.

Talk to Me

Kasi Lemmons' vernüglicher biografischer Rückblick errichtet Radio-DJ Petey Greene, einer lokalen Ikone der Sixties, ein Denkmal.

Konventionell lernt man die 1984 verstorbene Stimme Washingtons kennen. Doch die traditionelle Struktur mit Aufstieg, Erfolg, Ausstieg steht auch für ein Erzählen, das sich auf das Wesentliche, auf Menschen und ihre Gefühle konzentriert und kein künstlerisches, distanziert bleibendes Experimentierfeld wie etwa "I'm Not There" sein will. Daneben ist "Talk To Me" auch Zeitporträt, ein Rückblick auf die Ära der Bürgerrechtsbewegung, auf die Reibungen zwischen den Lagern der Konfrontation und der Versöhnung. Dieser Konflikt spiegelt sich auch in den Hauptfiguren: hier Petey Greene (Don Cheadle), die provokante Aggression, dort Dewey Hughes (Chiwetel Ejiofor), das vorsichtige Arrangement - ein Mann, der sich verhält wie ein Weißer, weil er nur so seine Ambitionen realisieren kann. Die Konsequenzen der unterschiedlichen Lebensmodelle zeigen sich bereits beim Erstkontakt. Denn während Hughes im Gefängnis nur seinen Bruder besucht, sitzt Greene dort seit Jahren ein. Aus einem flüchtigen Dialog und spontaner Abneigung entwickeln sich später ein Arbeitsverhältnis und schließlich Freundschaft. Dank eines cleveren Tricks früher aus der Haft entlassen, fällt Greene selbstbewusst in die Radiostation ein, in der Hughes als Programmdirektor für einen weißen Chef, aber vorwiegend schwarze Hörer arbeitet. Mit einer Mischung aus Penetranz und Personality erobert Greene, der sich hinter Gittern erstmals vor einem Mikrofon erprobte, den Job des Morningshow-Moderators. Dort wird er die unbestechliche Stimme der Wahrheit, die ausspricht, was andere, darunter auch Hughes, nicht wagen. Als Martin Luther King stirbt und Washington brennt, reift er von der lokalen Berühmtheit zur nationalen Legende, weil er das Feuer des möglichen Bürgerkriegs mit Worten der Vernunft rechtzeitig erstickt. Diese starke Sequenz, am Abend witzig eröffnet von Greenes Amok laufender eifersüchtiger Frau und am Morgen berührend beendet, wenn die Metropole aus ihrem Alptraum erwacht, ist der Höhepunkt eines Films, der in seinen dramatischen Momenten genauso funktioniert wie in seinen komischen. Cheadle ist magnetisch als Schandmaul mit Charisma, Ejifor gleichwertig als Freund, der seinen Traum Greene als den eigenen verkauft. In der Genre-Nische des Radio-DJ-Films, in der Gesellschaft von "Talk Radio", "Hart auf Sendung" oder "Good Morning Vietnam", besetzt die dritte Regiearbeit von Schauspielerin Kasi Lemmons ("Eve's Bayou") einen Spitzenplatz. Der Rahmen des Films ist konventionell, seine witzige und konsequent bleibende Hauptfigur aber sicher nicht. kob.

Darsteller:  Don Cheadle   als Petey Greene
  Chiwetel Ejiofor   als Dewey Hughes
  Taraji P. Henson   als Vernell Watson
  Martin Sheen   als E.G. Sonderling
  Mike Epps   als Milo Hughes
  Cedric the Entertainer   als "Nighthawk" Bob Terry
  Vondie Curtis-Hall   als Sunny Jim Kelsey
  Sean MacMahon   als Ronnie Simmons
  J. Miles Dale   als Programmdirektor
  Herbert L. Rawlings jr.   als James Brown
 
Regie:  Kasi Lemmons  
Buch:  Michael Genet  
  Rick Famuyiwa  
Musik:  Terence Blanchard  
Kamera:  Stéphane Fontaine  
Produzent:  Mark Gordon  
  Sidney Kimmel  
 

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