DVD Leihvideo

Tangerine

Farbenprächtig inszenierte Dreiecksgeschichte über den Zusammenprall von Kulturen, Emotionen und Lebensträumen im geheimnisvollen Marokko.


Tangerine

Leihvideo

Erhältlich seit:
20.11.2009

Drama

Deutschland/Marokko 2008
Laufzeit: 96 Min.
FSK: ab 6

Sabrina Ouazani
Nora von Waldstätten
Alexander Scheer

Regie: Irene von Alberti
Filmgalerie 451

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Farbenprächtig inszenierte Dreiecksgeschichte über den Zusammenprall von Kulturen, Emotionen und Lebensträumen im geheimnisvollen Marokko.

Die marokkanische Schönheit verdreht den Männern den Kopf (Foto: Filmgalerie 451 (Neue Visionen) Großansicht

Die marokkanische Schönheit verdreht den Männern den Kopf (Foto: Filmgalerie 451 (Neue Visionen)

Pia (Nora von Waldstätten), ihr Freund Tom (Alexander Scheer) und dessen Kumpels kommen aus Berlin nach Tanger, um einheimische Jajouka- und Jilala-Musiker zu treffen und kreative Inspiration für ihre Band zu finden. Pia und Tom sind sich ihrer Beziehung nicht sicher, wissen nicht genau, ob es die große Liebe ist und was sie überhaupt vom Leben wollen.

Da treffen sie in einer Bar die junge Amira (Sabrina Ouazani). Sie lebt in einer WG mit Prostituierten zusammen. Ihr größter Traum ist es, von einem Mann nach Europa oder Amerika mitgenommen zu werden. Tom und Amira beginnen eine leidenschaftliche Affäre.

Tom und Pia wollten eigentlich nur die Musik des Landes kennen lernen (Foto: Filmgalerie 451 (Neue Visionen) Großansicht

Tom und Pia wollten eigentlich nur die Musik des Landes kennen lernen (Foto: Filmgalerie 451 (Neue Visionen)

Culture-Clash

Irene von Alberti legt mit ihrem Spielfilmdebüt eine Dreiecksgeschichte vor, die vor allem vom Zusammenprall der Kulturen und von Traum und Wirklichkeit im marokkanischen Tanger erzählt. Ihr Blick auf den Maghreb zeigt eine islamische Gesellschaft, die sich zwar im Wandel befindet, in der Frauen aber immer noch wenig Wahlmöglichkeit haben.

Gelungen mit starken Nachwuchsdarstellern wie Nora von Waldstätten, Alexander Scheer oder Sabrina Ouazani und auch mit Laien besetzt, lebt das Drama von den stimmungsvollen Bildern und der Musik.

Tangerine

Farbenprächtig inszenierte Dreiecksgeschichte über den Zusammenprall von Kulturen, Emotionen und Lebensträumen im geheimnisvollen Marokko.

Schon seit 15 Jahren verbindet Irene von Alberti eine filmische Liebe zu dem nordafrikanischen Land mit seiner Kultur und all seinen Widersprüchen. Sie realisierte mit Frieder Schlaich "Paul Bowles Halbmond", war bei Elfi Mikeschs "Marocain" für Kameraassistenz und Produktion verantwortlich und drehte die Doku "Maroc en vogue".

Ihr erster Spielfilm taucht ein in die widersprüchliche Welt von Tanger und der harten Kollision von Tradition und Moderne, betört mit Kamerafahrten über Dächer, Gassen und Strände. Der Mythos aus den Fünfzigerjahren ist angekratzt, die Zeit der Beatgeneration vorbei. Stattdessen tummeln sich in der Hafenstadt Touristen, die den Orient erleben wollen und keine Ahnung haben, was dort wirklich hinter der pittoresken Fassade passiert.

So hängen auch Pia und Tom (Nora von Waldstätten, Alexander Scheer) aus Berlin in Tanger herum, ein Musikerpärchen auf der Suche nach einheimischen Jajouka- und Jilala-Musikern und kreativer Inspiration. Zwischen den beiden kriselt es. Pia verlangt eine Auszeit, und da passt es, dass die hübsche Tänzerin Amira (Sabrina Ouazani) in einer Bar ihren Weg kreuzt. Während Pia ihren Partner mit der jungen Marokkanerin testen will, lässt der sich gern verführen, nicht wissend, dass Amira von einem Visum für Deutschland träumt. Als sie bei einer Razzia der Prostitution beschuldigt wird, müssen die deutschen Freunde Farbe bekennen, sich zwischen Verrat und Vertrauen entscheiden.

Der Blick auf den Maghreb zeigt eine islamische Gesellschaft im Wandel, in der Frauen offiziell noch wenig Wahlmöglichkeit haben: entweder Ehefrau oder Dienstmädchen. Prostituierte werden toleriert, müssen aber ständig mit Strafe oder Erpressung rechnen, sind ausgegrenzt und verachtet. In dieses Milieu aus Doppelmoral und Scheinheiligkeit begibt sich von Alberti, schildert eindrucksvoll weibliche Wohngemeinschaften, Freundschaft und Konkurrenz, finanzielle Misere und Sehnsucht nach dem Prinzen aus Europa, Retter aus Not und Armut. Realistisch der schmale Grat zwischen Käuflichkeit und Gefühl, Loyalität und Eigennutz. Dagegen bleiben die beiden deutschen Hauptfiguren blass und klischeehaft. Fremde in der eigenen Lebenswirklichkeit, hilflos und naiv beim Trip in ungewohnte Pseudoexotik. mk.

Darsteller:  Sabrina Ouazani   als Amira
  Nora von Waldstätten   als Pia
  Alexander Scheer   als Tom
  Naima Bouzid   als Neshua
  Nohad Sabri   als Mimita
  Siadaa Lachir   als Malika
 
Regie:  Irene von Alberti  
Buch:  Irene von Alberti  
Musik:  Zeid Hamdan  
Kamera:  Birgit Möller  
Produzent:  Irene von Alberti  
  Karim Debbagh  
 

Tangerine in der Fotoshow

 

Fassungen

 

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Features

 

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Nora von Waldstätten

Spätestens seit Nora von Waldstätten Anfang 2009 als eiskalt mordende Internatsschülerin Viktoria im Bodensee-"Tatort" "Herz...

 

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Alexander Scheer

Beeindruckender Jungschauspieler und Mitglied des Bochumer Schauspielhauses, wo er seit 1999 fest engagiert ist, wurde Alexander Scheer...