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Kaufvideo
Erhältlich seit:
01.06.2006
Originaltitel: Dancing at Lughnasa
Irland/Großbritannien/USA 1998
Laufzeit: 91 Min.
FSK: ab 6
Meryl Streep
Michael Gambon
Catherine McCormack
Regie: Patrick O'Connor
Planet Media Home Entertainment

Einen stillen, wehmütigen Blick auf das Leben einer vom nahenden Umbruch bedrohten irischen Familie, in der fünf Schwestern in tiefer Liebe zueinander verbunden sind, wirft der neueste Film des Iren Pat O'Connor, der sich mit verhaltenem Erzähltempo, relativer Ereignisarmut und einer detailliert gezeichneten familiären Beziehungsstruktur couragiert gegen das effektbetonte Blitz-und-Donner-Kino stemmt. Erfahrungsgemäß sind Filme dieser Art nicht leicht vermittelbar, aber "Dancing at Lughnasa" hat mit Meryl Streep eine weltberühmte, mimische Spitzenkraft, die für Zuschauerinteresse sorgen wird.
Die zweifache Oscarpreisträgerin ist sicher der prominente Köder, das Publicity-Zugpferd des Films, aber darstellerisch wird ihre gewohnte Dominanz von einer Reihe hervorragender irischer und englischer Schauspieler aufgefangen, die ohne in Ehrfurcht zu erstarren mit Streep ein geschlossenes Ensemble bilden. Wichtig für einen Film, in dessen Mittelpunkt das intakte Beziehungsgeflecht von fünf Schwestern steht, die 1936 in der ländlichen Provinz Irlands ein bescheidenes, aber zufriedenes Leben führen. Kate (Streep), die Älteste, gibt mit ihrem strikten Katholizismus und ihrer Ernsthaftigkeit den Ton an, während sich die jüngeren Schwestern nach Ausgelassenheit, und zumindest zwei davon auch nach einem selbstbestimmten Leben sehnen. Der junge Michael, Sohn der jüngsten und attraktivsten Schwester Christina (Catherine McCormack aus "Braveheart"), vertritt noch kaum wahrnehmbar die maskuline Opposition in diesem liebenswerten Frauenhaushalt. Während sein gerade vom Missionarsdienst zurückgekehrter schrullig-verwirrter Onkel (eine delikate Vorstellung: Michael Gambon) körperlich schon jenseits, geistig aber noch immer in Afrika weilt. Die vom Drehbuch (basierend auf dem preisgekrönten gleichnamigen Theaterstück) zugeteilten Konflikte (das illegitime Kind, Arbeitslosigkeit, verheirateter Liebhaber) werden von Regisseur O'Connor ("Circle of Friends") nie überdramatisiert, die Brücke zwischen der keltisch-magischen Vergangenheit Irlands und der prä-christlich heidnischen Kultur Afrikas in Gambons Vermittlerrolle nur angedacht. Etwas unentschlossen in seinem Fokus plätschert dieser von Kameramann Kenneth MacMillan erwartet attraktiv fotografierte Film mitunter dahin. Aber die zwei großen Zäsuren verfehlen ihre Wirkung nicht. Vor allem nicht der titelgebende Tanz, der unvermittelt die Schwestern in kurzer Ausgelassenheit explodieren läßt, Akteure wie Zuschauer in ein keltisches Ritual reißt, aus dem man nur langsam und sehr besinnlich werdend zurückfindet. kob.
| Darsteller: | Meryl Streep | als Kate Mundy | |
|---|---|---|---|
| Michael Gambon | als Vater Jack Mundy | ||
| Catherine McCormack | als Christina Mundy | ||
| Kathy Burke | als Maggie Mundy | ||
| Sophie Thompson | als Rose Mundy | ||
| Brid Brennan | als Agnes Mundy | ||
| Rhys Ifans | als Gerry Evans | ||
| Darrell Johnston | als Michael Mundy | ||
| Lorcan Cranitch | als Danny Bradley | ||
| Peter Gowen | als Austin Morgan | ||
| Dawn Bradfield | als Sophie McLoughlin | ||
| Marie Mullen | als Vera McLoughlin | ||
| John Kavanagh | als Vater Carlin | ||
| Kate O'Toole | als Chemikerin | ||
| Regie: | Patrick O'Connor | ||
| Buch: | Frank McGuiness | ||
| Musik: | Bill Whelan | ||
| Kamera: | Kenneth MacMillan | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts, Deutsch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1/dts
Bildformat: 16:9
Star
Meryl Streep
Sie hatte als Tania Blixen die bekannteste Farm in Afrika und spielte wie ihre norwegische Kollegin Liv Ullmann die differenziertesten...
Star
Michael Gambon
Ein Kerl wie eine Falstaff-Figur. Er sieht aus wie ein verlebter Wüstling und ist doch als weiser Professor Albus Dumbledore der gütige...
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