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Tatort: Bienzle und sein schwerster Fall

Kommissar Bienzles allerletzter Fall...


Tatort: Bienzle und sein schwerster Fall

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Erhältlich seit:
03.12.2009

Kriminalfilm

Deutschland 2007
Laufzeit: 88 Min.
FSK: ab 12

Dietz-Werner Steck
Rita Russek
Rüdiger Wandel

Regie: Hartmut Griesmayr
Walt Disney Studios Home Entertainment

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Tatort: Bienzle und sein schwerster Fall

Es ist ein Abschied mit Stil. Keine Blumen, kein großer Abgang. Nach gut 14 Jahren Dienstzeit verschwindet Ernst Bienzle schweigend im Dunkel der Nacht.

Prompt lässt sich zumindest ein Anflug von Melancholie nicht ganz verbergen, auch wenn der bedächtige Ermittler mit seiner leicht schläfrigen Art bei Teilen des Publikums als schwäbische Schnarchnase verhasst war. Andererseits wird für Bienzle-Fans gerade im entschleunigten Charakter der Filme ihr Charme gelegen haben. Und in der Berechenbarkeit: Seit dem ersten Fall am 6. Dezember 1992 hat Autor Erich Huby seine Erzählweise durchgehalten. Gleiches gilt für das Personal. Bienzle (Dietz-Werner Steck), sein Kollege Gächter (Rüdiger Wandel), Freundin Hannelore (Rita Russek): Alle waren stets berechenbar. Diese Kontinuität verdankt die Reihe ohne Frage ihrem Autor: Huby, der bis auf zwei alle Drehbücher geschrieben hat, ist der von ihm selbst erfundenen Figur immer treu geblieben. Und mehr noch: Die Reihe "Tatort" soll ja ausdrücklich regionalen Charakter haben; so fest verwurzelt wie Bienzle ist kein anderer "Tatort"-Kommissar. Den Vorwurf, seine Krimis seien fast schon Heimatfilme, hat Huby stets als Kompliment interpretiert; selbst wenn sich vor allem Badener gern über das "Pseudo-Schwäbisch" der Darsteller lustig gemacht haben.

Bienzles letzter Fall mag nicht tatsächlich sein schwerster sein, aber es geht zumindest um besonders abscheuliche Verbrechen: Irgend jemand entführt kleine Mädchen, verkleidet sie, vergeht sich an ihnen und tötet sie anschließend. Ein Kollege Bienzles verdächtigt den jungen Kai Anschütz (Tobias Schenke) und steigert sich in eine regelrechte Besessenheit. Bienzle, der von der Unschuld des Mannes überzeugt ist, ignoriert sämtliche Verdachtsmomente und lässt ihn laufen. Als bei den Sachen des zuletzt verschwundenen Mädchens Haare von Anschütz entdeckt werden, ist zum ersten Mal in Bienzles beruflicher Laufbahn sein Vertrauen in die eigene Spürnase erschüttert.

Regisseur Hartmut Griesmayr lässt auch in seinem elften "Bienzle-Tatort" keinerlei Hektik aufkommen, inszeniert die große falsche Fährte des Films allerdings derart unelegant, dass man sofort weiß: Der Musiklehrer, in dessen Theatergruppe die beiden ermordeten Mädchen mitgewirkt haben, war's auf keinen Fall. Dafür wird umso deutlicher, welche Konsequenzen eine falsche Verhaftung für solche Betroffenen hat, weil ja "immer was hängen bleibt". Insgesamt also ein ganz normaler, unspektakulärer Stuttgart-Krimi, um den man normalerweise keinerlei Gedöns machen würde; wenn's eben nicht Bienzles Abschied wäre. tpg.

Tatort: Bienzle und sein schwerster Fall

Der Mord an einem kleinen Mädchen sorgt für Bienzles letzten und schwersten Fall. Parallelen zu einem früheren Sexualverbrechen deuten auf einen Serientäter hin. Kommissar Bienzle ermittelt im Mordfall eines kleinen Mädchens: Der Fall ähnelt einem früheren Mord, bei dem der damals zuständige Kommissar den vermeintlichen Täter aus Mangel an Beweisen laufen lassen musste. Von Schuldgefühlen geplagt, drängt dieser Bienzle, die alten Spuren zu verfolgen. Der will sich nicht beeinflussen lassen, doch als ein weiteres Mädchen verschwindet, ist Bienzle von Selbstzweifeln wie gelähmt: Hatte er den Falschen im Visier?

Quelle: Walt Disney Studios

Landesschau daheim in Baden-Württemberg: einInterview mit Hauptdarsteller Dietz-Werner Steck
Kommissar-Porträt
Trailer

Quelle: Walt Disney Studios

Darsteller:  Dietz-Werner Steck   als Ernst Bienzle
  Rita Russek   als Hannelore Schmiedinger
  Rüdiger Wandel   als Günter Gächter
  Jürgen Hartmann   als Klaus Ziemer
  Lisa Maria Potthoff   als Tanja Hohmann
  Bernd Tauber   als Hartwin Grossmann
  Tobias Schenke   als Kai Anschütz
  Max Gertsch   als Ronald Madlung
  Martin Ontrop  
  Walter Schultheiß   als Rominger
  Klaus Spürkel  
  Dirk Salomon  
 
Regie:  Hartmut Griesmayr  
Buch:  Felix Huby  
Musik:  Joe Mubare  
Kamera:  Hans-Jörg Allgeier  
Produzent:  Michael von Mossner  
 

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