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Tattoo

Spannender, harter Thriller um einen Nachwuchscop, der üblen Machenschaften von Tattoo-Händlern auf der Spur ist.


Tattoo

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Erhältlich seit:
07.04.2003

Thriller

Deutschland 2002
Laufzeit: 105 Min.
FSK: ab 16

August Diehl
Christian Redl
Nadeshda Brennicke

Regie: Robert Schwentke
Universum Film

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Zwei Cops mit höchst unterschiedlichen Motiven verfolgen eine Spur des Grauens in einem Thriller, der buchstäblich unter die Haut geht.

Nur gemeinsam können Schrader und Minks dem Täter auf die Spur kommen Großansicht

Nur gemeinsam können Schrader und Minks dem Täter auf die Spur kommen

Eigentlich hat Marc Schrader (August Diehl) nicht die geringste Ahnung, was er später einmal werden will. Irgendwie ist er bei der Polizei gelandet, doch ob Ordnungshüter wirklich das richtige für einen orientierungslosen 20-Jährigen mit Drogenproblemen und offensiver Leck-mich-Attitüde ist, muss sich erst noch herausstellen.

Für Hauptkommissar Mink (Christian Redl) kommt der kecke Grünschnabel allerdings wie gerufen. Eine Mordserie erschüttert die Clubszene, der Täter scheint es auf ausgefallene Tätowierungen abgesehen zu haben und will mit der Entnahme nicht bis zum natürlichen Exitus der Träger warten.

Minks kann einen Undercover-Mann gut gebrauchen, der unter tätowierten Drogisten nicht weiter auffällt. Und mit einer kleinen Erpressung wird Schrader dazu auch überzeugt. Solchermaßen glücklich in die neue Partnerschaft gestartet, erwartet die beiden gegensätzlichen Fahnder ein Sturzflug in die Hölle, verbirgt sich doch hinter dem vordergründigen Routinefall eine bizarre Verschwörung ungeahnten Ausmaßes...

Die neue Frühjahrsmode findet wenig Akzeptanz bei den gegensätzlichen Fahndern Großansicht

Die neue Frühjahrsmode findet wenig Akzeptanz bei den gegensätzlichen Fahndern

Newcomer Robert Schwentke strickt aus der Urangst vor dem Gehäutetwerden einen tiefgefrorenen Horrorschocker in Tradition von "Das Schweigen der Lämmer" oder "Sieben". Den geneigten Thrillerfreund jedenfalls erwartet eine Odyssee in die Unterwelt, deren Bilder ihn nicht so schnell wieder loslassen werden.

Zumal das Bonusmaterial auf der Standard- und besonders auf der exklusiven Deluxe-Edition (mit limitiertem Digipak) noch weiter in die Materie eintauchen lassen. Fotogalerien mit nicht gezeigten Tattoos, eine Vielzahl von Featurettes und Making Ofs runden den rasanten Thriller-Tripp ab.

Tattoo

Der deutsche Film erlebt mit Robert Schwentkes "Tattoo" seine schwärzeste Stunde. Abgezogene Haut, düstere Keller und ein beinahe riechbarer Hauch von Verwesung und Wahnsinn durchzieht diesen Serienkiller-Film, der sich stilistisch klar an "Sieben" orientiert, dessen amerikanische Strukturen aber elegant eindeutscht. Für ein Regiedebüt ist "Tattoo" fast schon zu gut: Schwentke beherrscht Rhythmus und Spannungsbögen des Genres so perfekt, führt seine herausragenden Darsteller so straff, dass man auf seinen nächsten Film (die Tragikomödie "Eierdiebe") mit gemischten Gefühlen wartet. Denn die Latte hat er sich nun selbst reichlich hoch gelegt.

An sich ist es schon bemerkenswert, dass dieser Stoff seinen Weg ins Kino gefunden hat. Alles, was mit Thriller oder Krimi zu tun hat, wird ansonsten ja gerne ins Fernsehen durchgewunken, wo sich mittlerweile jeder zweite Kommissar mit augenrollenden Serienkillern herumschlagen muss. Doch Schwentke, der auch das Buch schrieb, reduzierte seine Geschichte auf zwei Grundthemen, die auf der großen Leinwand am effektivsten verhandelt werden: Das Erwachsenwerden eines planlosen Polizeischülers (August Diehl) im Angesicht des Abgrunds und das langsame Zerbrechen eines wetterfesten Kommissars (Christian Redl), der eine Leiche zuviel sehen muss. Wer nun das Monster ist, das da Tätowierungen vom lebenden Objekt sammelt und sich dafür ein Netzwerk von Helfern aufgebaut hat, bleibt angesichts des überschaubaren Ensembles eine mindere Überraschung, spielt aber irgendwann auch keine so große Rolle mehr. Denn spätestens, wenn das ungleiche Paar Diehl und Redl die ersten Leichensäcke aus dem Hinterhof buddelt, ist klar, welchen Weg der Film einschlägt: geradewegs in die dunkelste Ecke wird es gehen, dorthin, wo halbtote Junkies ihre Haut stückweise verkaufen und wo betuchte Anwälte in blicksicheren Nebenzimmern unter merkwürdig fahlen Lampenschirmen sitzen. Um einen Fuß in diese Subkultur der Körperfetischisten zu bekommen, erpresst der hardboiled cop Minks (Redl) den Rekruten Marc (Diehl) mit einem Drogenfund zur Mitarbeit: Der Junge soll für ihn im Milieu der Untergrund-Clubs und Tätowiershops ermitteln und gleichzeitig nach Minks' verschwundener Teenager-Tochter suchen, die irgendwo in dieser namenlos bleibenden Großstadt abgetaucht ist. Je tiefer Marc, dem im Folgenden wenig erspart bleibt, in der menschlichen Nacht versinkt, desto fiebriger leuchtet das bleiche Gesicht von August Diehl, der einmal mehr zeigt, dass er jede Rolle mit einer Intensität und Verletzlichkeit ausfüllt, wie sie unter den Schauspielern seiner Generation selten ist. Man weiß ja, dass Diehl eine große Karriere am Theater hat, doch nach "Tattoo" wünscht man sich einmal mehr, er möge nicht immer so viel Zeit zwischen seinen Kinoauftritten - "23" (1998), "Kalt ist der Abendhauch" (2000) - verstreichen lassen. Wie Diehl arbeitet auch Redl vor allem mit seiner Präsenz und wird mit wenigen schauspielerischen Handgriffen zur "loose cannon", zur unberechenbaren Kampfdogge. Schwentkes größter Verdienst mag sein, dass er es geschafft hat, seine beiden Hauptdarsteller so weit zurück zu nehmen, dass sie die morbide Handlung nicht ironisch kommentieren - wie das zuletzt in dem verunglückten Serienkiller-Film "Nachts im Park" geschah -, sondern wortkarg geschehen lassen. Dabei hilft Jan Fehses Kamera, die stets die notwendige Nähe zu den Scheußlichkeiten sucht und selbst bei Verfolgungsjagden im Freien ein Gefühl der Klaustrophobie entstehen lässt. Es hat sich gezeigt, dass das deutsche Kinopublikum in den letzten Jahren nach dem andauernden Genuss von Komödien-Junkfood auch Magenbitter wie "Anatomie" oder nun "Tattoo" verträgt. Gleichzeitig ist es schön zu sehen, dass solche höchst kommerziellen Genre-Stoffe mit großem Ernst umgesetzt werden, ohne sich an die amerikanischen Vorbilder anzubiedern. evo.

Darsteller:  August Diehl   als Marc Schrader
  Christian Redl   als Hauptkommissar Minks
  Nadeshda Brennicke   als Maya Kroner
  Ilknur Bahadir   als Meltem
  Jasmin Schwiers   als Marie Minks
  Johan Leysen   als Frank Schoubya
  Monica Bleibtreu   als Oberkommissarin Roth
  Joe Bausch   als Günzel
  Gustav Peter Wöhler   als Scheck
  Fatih Cevikkollu   als Dix
  Florian Panzner   als Poscher
  Ingo Naujoks   als Stefan Kreiner
 
Regie:  Robert Schwentke  
Buch:  Robert Schwentke  
Musik:  Martin Todsharow  
  Christoph M. Kaiser  
Kamera:  Jan Fehse  
Produzent:  Jan Hinter  
  Roman Kuhn  

"Weniger ist besser" bei Universum

Universum Film hat die unverbindliche Preisempfehlung für zahlreiche Katalogtitel von 9,99 Euro auf 7,99 gesenkt.

Steht ab sofort im 7,99-Rack: "Collateral Damage" Großansicht

Steht ab sofort im 7,99-Rack: "Collateral Damage"


Unter dem Motto "Weniger ist besser" sind nun unter anderem folgende Titel des Münchner Anbieters zum Schnäppchenpreis erhältlich: "American History X", "Apocalypse Now Redux", "Blade (FSK 16)", "Chicken Run - Hennen Rennen", "Party Animals", "Tattoo", "Collateral Damage", "Der Schuh des Manitu - Extra Large", "Emil und die Detektive".

 

Tattoo in der Fotoshow

 

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August Diehl

Gleich seine erste Filmrolle brachte August Diehl den Deutschen Filmpreis 2000 ein. Als passionierter Computer-Hacker und...

 

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Christian Redl

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