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Kaufvideo
Erhältlich seit:
17.03.2005
Originaltitel: A Thousand Acres
USA 1997
Laufzeit: 105 Min.
FSK: ab 12
Michelle Pfeiffer
Jessica Lange
Jason Robards
Regie: Jocelyn Moorhouse
Universal Pictures Germany

Shakespeares "König Lear" in die Kornfelder Iowas verpflanzen zu wollen, ist eine ambitionierte Angelegenheit. Autorin Jane Smiley wurde für dieses literarische Experiment mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet. Die filmische Umsetzung von Regisseurin Jocelyn Moorhouse mutet indes trotz der Oscar-reifen Darstellungen von Jessica Lange und Michelle Pfeiffer angestrengt und in Maßen prätentiös an.
Die anspruchsvolle Romanvorlage wurde von Laura Jones in ein bleiern-schweres Drehbuch konvertiert, das ein verknotetes Knäuel von Problemen wie körperliche Mißhandlung in der Ehe, Untreue, Fehlgeburten, Geldsorgen, Brustkrebs und Inzest bedächtig zu entwirren trachtet. Die ausschlaggebende Figur, die alle Fäden direkt oder indirekt in den Händen hält, ist der respektierte Farmer Larry (Jason Robards), der seinen drei Töchtern Ginny (Lange), Rose (Pfeiffer) und Caroline (Jennifer Jason Leigh) anbietet, ihnen noch zu Lebzeiten seine florierende Farm zu überschreiben. Als Anwältin bittet sich Caroline Bedenkzeit aus, woraufhin Larry verletzt lediglich die beiden älteren Schwestern und ihre Ehemänner berücksichtigt. Der unnachgiebige Patriarch fühlt sich ohne Aufgabe jedoch schnell nutzlos, und es kommt alsbald zum häßlichen Zerwürfnis.
Im Laufe des aus der Perspektive der ältesten Schwester Ginny erzählten Dramas kristallisiert sich heraus, daß der Vater ein nur wenig bemitleidenswerter Charakter ist, der Rose und Ginny als junge Mädchen sexuell mißbraucht hat. Die ausgeglichene und besonnene Ginny hat diese Erinnerung gänzlich verdrängt, Rose wird von innerer Rage buchstäblich zerfressen und die abgenabelte Jüngste steht völlig ahnungslos auf der Seite des Vaters. Letztlich sieht die Erzählerin den Tatsachen ins Gesicht, bricht aus ihrer langweiligen Ehe (mit Keith Carradine) aus und entwickelt sich von der naiven Matrone zur selbständigen Frau.
Trotz so mancher gestelzter Dialoge überzeugen Lange und Pfeiffer mit schauspielerischen Bravourleistungen. Sie beginnen ihre Porträtierung jeweils am entgegengesetzten Ende der Emotionsskala - die eine verzeihend, nachgiebig, weich, die andere hart, verbittert und kämpferisch - und nähern sich schließlich einander an. Der Erzählton wurde träge gehalten, ebenso wie die Bilder in trist-verwaschenen Farben eine traurige Stimmung evozieren. Frauen mittleren Alters mit einem Faible für cineastische Familiensagas könnten sich angesprochen fühlen. ara.
| Darsteller: | Michelle Pfeiffer | als Rose Cook Lewis | |
|---|---|---|---|
| Jessica Lange | als Ginny Cook Smith | ||
| Jason Robards | als Larry Cook | ||
| Jennifer Jason Leigh | als Caroline Cook | ||
| Colin Firth | als Jess Clark | ||
| Keith Carradine | als Ty Smith | ||
| Kevin Anderson | als Peter Lewis | ||
| Pat Hingle | als Harold Clark | ||
| John Carroll Lynch | als Ken LaSalle | ||
| Anne Pitoniak | als Mary Livingstone | ||
| Vyto Ruginis | als Charles Carter | ||
| Michelle Williams | als Pammy | ||
| Elisabeth Moss | als Linda | ||
| Ray Toler | als Marv Carson | ||
| Regie: | Jocelyn Moorhouse | ||
| Buch: | Laura Jones | ||
| Musik: | Richard Hartley | ||
| Kamera: | Tak Fujimoto | ||
| Produzent: | Marc Abraham | ||
| Lynn Arost | |||
| Steve Golin | |||
| Kate Guinzburg | |||
| Sigurjon Sighvatsson | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
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