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Teenage Angst

Verstörendes Psychodrama über zwei Schüler, die einen anderen Jugendlichen rücksichtslos quälen.


Teenage Angst

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Erhältlich seit:
28.07.2009

Drama/ Thriller

Deutschland 2008
Laufzeit: 61 Min.
FSK: ab 18 (keine Jugendfreigabe)

Franz Dinda
Niklas Kohrt
Michael Ginsburg

Regie: Thomas Stuber
Salzgeber & Co. Medien

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Teenage Angst

In einer angemieteten Datsche entziehen sich die Alpha-Männchen Drybusch und Bogatsch den ahnungslosen Lehrern. Zusammen mit dem arglosen Konstantin nehmen sie den verklemmten Adelsspross von Leibnitz auf. Als der Neue die Beinahe-Vergewaltigung der Kellnerin Vaneska verhindert, foltert der sadistische Drybusch ihn zur Strafe über Tage. Während Bogatsch überzeugt mitmacht, klinkt sich Mitläufer Konstantin aus und ringt mit seinem Gewissen.

Thomas Stubers nur knapp einstündiger Film ist weniger eine Erkundung jugendlichen Weltschmerzes, denn ein nihilistisches Sittenbild eines Clubs der tötenden Dichter. Das überzeugende Spielfilmdebüt, das nicht im Stil von "Das Experiment" einer Versuchsanordnung folgt, sondern einem abgehobenen Lebensgefühl einer Jugend ohne Gott nachspürt, taucht künstlerisch überzeugend in diese hermetische Denkwelt ein und liefert eine Studie der Gewalt - in trügerisch schönem Look.

Teenage Angst

Zwei Schüler quälen einen der ihren, ein weiterer ringt mit seinem Gewissen: verstörendes Psychodrama und ausgereifte Bestandsaufnahme einer Jugend ohne Gott.

Thomas Stubers nur knapp einstündiger Film war auf der Berlinale 2008 vertreten, weniger eine Erkundung jugendlichen Weltschmerzes, denn ein nihilistisches Sittenbild eines Clubs der tötenden Dichter. Vor dem nicht näher expositionierten Hintergrund eines Elite-Internats schwadronieren die beiden Alpha-Männchen Drybusch und Bogatsch von ihrer natürlichen Überlegenheit. In einer angemieteten Datsche entziehen sie sich den ahnungslosen Mentoren, deren Disziplinierungen längst ins Leere laufen. Zusammen mit dem arglosen Konstantin nehmen sie den verklemmten Adelsspross von Leibnitz auf - unter reichlicher Verwendung von Hochprozentigem, Drogen sowie absurder Mannbarkeits-Spielchen. Als der Neue die Beinahe-Vergewaltigung der Kellnerin Vaneska verhindert, foltert der sadistische Drybusch ihn zur Strafe über Tage. Während Bogatsch überzeugt mitmacht, klinkt sich Mitläufer Konstantin aus und ringt mit seinem Gewissen. Daraus entspringt eine Tragödie, die keiner Versuchsanordnung wie "Das Experiment" folgt, sondern dem Lebensgefühl einer jeunesse dorée nachspürt, in poetischen Bildern die soziale Konstitution von Opfer- und Täterrollen ausbreitet und von der Eigendynamik eines entfesselten Machttriebs kündet, der bei seinen Exzessen keine ethischen Grenzen beachtet. Die Lust an der Dominanz verbunden mit mangelnder Empathie gibt der Jugend in ihrem Sturm und Drang den präzise beobachteten, verstörenden Drive, mit dem derartige Konstellationen von Erwachsenen unbemerkt aus dem Ruder laufen und am Ende erschreckende Schlagzeilen produzieren. Stubers Spielfilmdebüt taucht künstlerisch überzeugend in diese hermetische Denkwelt ein und liefert eine Studie der Gewalt - in trügerisch schönem Look. tk.

Darsteller:  Franz Dinda   als Konstantin Stürmer
  Niklas Kohrt   als Dyrbusch
  Michael Ginsburg   als Bogatsch
  Janusz Kocaj   als von Leipnitz
  Michael Schweighöfer   als Mentor
  Stephanie Schönfeld   als Vaneska
 
Regie:  Thomas Stuber  
Buch:  Holger Jäckle  
Musik:  Matthias Klein  
Kamera:  Peter Matjasko  
 

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