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Kaufvideo
Erhältlich seit:
31.08.2006
Originaltitel: The Amityville Horror
USA 2005
Laufzeit: 86 Min.
FSK: ab 16
Ryan Reynolds
Melissa George
Jesse James
Regie: Andrew Douglas
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

Die Axt im Haus erspart den Eheberater. Was auch immer die Beziehung von George und Kathy Lutz nach 28 Horrortagen in der Ocean Avenue 112 fast fatal beendete, wird auch 26 Jahre nach der Erstverfilmung mit einem bösen Geist erklärt. Auch im Remake des Clip-Spezialisten Andrew Douglas spielt ein Spukhaus mit gewohnten Schocktechniken seine Trümpfe aus. Dabei dürfte der heute noch notorisch schlechte Ruf des Gebäudes als Publikumsköder eine größere Rolle spielen als jede Kritik des Films und letztlich dafür sorgen, dass auch diese Geisterbahn trotz des Überangebots der letzten Zeit ordentlich besucht werden wird.
Wie Sidney Furies unterschätzter Spuk "The Entity", den Hideo Nakata demnächst für eine neue Generation adaptiert, basiert auch "The Amityville Horror" auf einer "wahren Geschichte", um die Legendenbildung eingesetzt hat. Auch 30 Jahre danach diskutieren in Gläubige und Zweifler gespaltene Internetfraktionen intensiv, ob die Lutz-Familie wirklich von einem Geist terrorisiert oder von guten Honorarperspektiven zu ihrer Horrorstory animiert wurde. Die Präsenz als urban legend jedenfalls ist ein Marketingvorteil auch für diese Neuauflage, die allerdings ein abgebrühteres Publikum als damals schrecken muss.
So wird alles aufgefahren, was sich im Genre als tauglich erwiesen hat: gespenstische Schatten, die im Rücken der Figuren vorbeirasen. Satanische Stimmen, die zum Töten auffordern. Tote Mädchen, die ausgewählten Lebenden erscheinen. Leichen, die sich plötzlich materialisieren. Eingedampfte Spiegel, die Übles verbergen und schließlich, wie schon in "The Shining" oder "Kill, Daddy, Kill", ein Vater, der im Klimax Amok läuft.
Der Prolog etabliert im Stroboskop-Flickern die Vorgeschichte von Ronald DeFeo, der 1974 seine Eltern und vier Geschwister im Schlaf ermordete und danach behauptete, von Stimmen zu dieser Bluttat getrieben worden zu sein. Ein Jahr später zieht die Lutz-Familie mit drei Kindern in das Haus ein, das sich schnell von seiner abweisenden Seite zeigt. Stiefvater George (Ryan Reynolds, einmal nicht als Clown und oneliner-Maschine), dessen Akzeptanzprobleme mit dem ältesten Sohn von Kathy (Melissa George) nicht mehr als zwischenmenschliche Konfliktdekoration sind, wird magisch vom Keller und den dort zentrierten Kräften angezogen. Stieftochter Chelsea kommuniziert ausgiebig mit ihrer neuen "imaginären" Freundin Jodie. Der jüngste Sohn zittert sich nachts zur Toilette - eine der besten, wenn auch von "The Sixth Sense" inspirierten Sequenzen. Und schließlich kriegt eine Babysitterin, die die Angst der Kids genussvoll schürte, im Refugium von Jodie die Lektion ihres Lebens. Spätestens hier hätte jede ganz normale Familie die Koffer gepackt, doch diese harrt aus, bis im Gewitterfinale George seiner blutigen Bestimmung folgt.
Die immanenten Probleme der Originalstory - das Ignorieren der auch äußerlich bemerkbaren Veränderung des Vaters, die unerklärlich späte Recherche der grausamen Vorgeschichte, die hohe Duldungstoleranz angesichts greifbarer Bedrohung - klärt auch diese Verfilmung nicht, die gut daran tat, die im Original stärker präsente und vom Bösen verfolgte Figur des Priesters auf Kleinauftritte einzudampfen. Im Make-up-Bereich und auch in den Suspense-Sequenzen erzielt "The Amityville Horror" durchaus Wirkungstreffer und platziert am Ende den unangenehmsten Schock, der dem Schicksal einer Figur eine tragische Note zuweist, die wahren Horror erkennbar macht. kob.
| Darsteller: | Ryan Reynolds | als George Lutz | |
|---|---|---|---|
| Melissa George | als Kathy Lutz | ||
| Jesse James | als Billy Lutz | ||
| Jimmy Bennett | als Michael Lutz | ||
| Chloë Grace Moretz | als Chelsea Lutz | ||
| Rachel Nichols | als Lisa | ||
| Philip Baker Hall | als Pater Callaway | ||
| Isabel Conner | als Jodie Defoe | ||
| Brendan Donaldson | als Ronald Defoe | ||
| Annabel Armour | als Realtor | ||
| Regie: | Andrew Douglas | ||
| Buch: | Scott Kosar | ||
| Musik: | Steve Jablonsky | ||
| Kamera: | Peter Lyons Collister | ||
| Produzent: | Michael Bay | ||
| Andrew Form | |||
| Bradley Fuller | |||
The Amityville Horror - Eine wahre Geschichte in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
Bildformat: 1:2,35/16:9
Star
Ryan Reynolds
"Filme sind wie Nervenzusammenbrüche. Du weißt nie, worum sie sich drehen, bis sie vorbei sind." Dieses Zitat stammt nicht von Forrest Gump,...
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