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The Amityville Horror - Eine wahre Geschichte

Neuverfilmung der "wahren Geschichte" um ein Spukhaus und seine böse außerweltliche Präsenz.


The Amityville Horror - Eine wahre Geschichte

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Erhältlich seit:
31.08.2006

Originaltitel: The Amityville Horror

Horror

USA 2005
Laufzeit: 86 Min.
FSK: ab 16

Ryan Reynolds
Melissa George
Jesse James

Regie: Andrew Douglas
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Von Michael Bay produziertes Remake des gruseligen Haunted-House-Movies von 1979.

Plötzlich erwacht das Grauen (Foto: Fox) Großansicht

Plötzlich erwacht das Grauen (Foto: Fox)

Das Ehepaar George (Ryan Reynolds) and Kathy Lutz (Melissa George) bezieht mit seinen Kindern ein Traumhaus in dem idyllischen Örtchen Amityville im US-Bundesstaat New York. Was die glückliche Familie jedoch nicht weiß: Ein Jahr zuvor hat ein gewisser Ronald DeFeo in eben diesem Haus seine Eltern brutal im Schlaf ermordet.

Schon kurze Zeit nach ihrem Einzug werden die neuen Bewohner Zeugen seltsamer Vorkommnisse und schnell wird klar, dass die Familie von den ruhelosen Seelen der Ermordeten heimgesucht wird.

Eigentlich sieht das Haus sehr gemütlich aus (Foto: Fox) Großansicht

Eigentlich sieht das Haus sehr gemütlich aus (Foto: Fox)

Eine wahre Geschichte

Basierend auf den wahren Erlebnissen von George und Kathy Lutz zählte das Original "Amityville Horror" von 1979 zu den gruseligsten Geisterhaus-Geschichten des Horrorgenres - eben weil man seinerzeit der Überzeugung war, es hätte sich tatsächlich genau so zugetragen. Kein Wunder also, dass sich Michael Bay als Produzent nun nach "Texas Chainsaw Massacre" erneut das Remake eines klassischen Horrorstoffes anging und ihn in schaurig-zeitgemäße Form brachte.

The Amityville Horror - Eine wahre Geschichte

Die Axt im Haus erspart den Eheberater. Was auch immer die Beziehung von George und Kathy Lutz nach 28 Horrortagen in der Ocean Avenue 112 fast fatal beendete, wird auch 26 Jahre nach der Erstverfilmung mit einem bösen Geist erklärt. Auch im Remake des Clip-Spezialisten Andrew Douglas spielt ein Spukhaus mit gewohnten Schocktechniken seine Trümpfe aus. Dabei dürfte der heute noch notorisch schlechte Ruf des Gebäudes als Publikumsköder eine größere Rolle spielen als jede Kritik des Films und letztlich dafür sorgen, dass auch diese Geisterbahn trotz des Überangebots der letzten Zeit ordentlich besucht werden wird.

Wie Sidney Furies unterschätzter Spuk "The Entity", den Hideo Nakata demnächst für eine neue Generation adaptiert, basiert auch "The Amityville Horror" auf einer "wahren Geschichte", um die Legendenbildung eingesetzt hat. Auch 30 Jahre danach diskutieren in Gläubige und Zweifler gespaltene Internetfraktionen intensiv, ob die Lutz-Familie wirklich von einem Geist terrorisiert oder von guten Honorarperspektiven zu ihrer Horrorstory animiert wurde. Die Präsenz als urban legend jedenfalls ist ein Marketingvorteil auch für diese Neuauflage, die allerdings ein abgebrühteres Publikum als damals schrecken muss.

So wird alles aufgefahren, was sich im Genre als tauglich erwiesen hat: gespenstische Schatten, die im Rücken der Figuren vorbeirasen. Satanische Stimmen, die zum Töten auffordern. Tote Mädchen, die ausgewählten Lebenden erscheinen. Leichen, die sich plötzlich materialisieren. Eingedampfte Spiegel, die Übles verbergen und schließlich, wie schon in "The Shining" oder "Kill, Daddy, Kill", ein Vater, der im Klimax Amok läuft.

Der Prolog etabliert im Stroboskop-Flickern die Vorgeschichte von Ronald DeFeo, der 1974 seine Eltern und vier Geschwister im Schlaf ermordete und danach behauptete, von Stimmen zu dieser Bluttat getrieben worden zu sein. Ein Jahr später zieht die Lutz-Familie mit drei Kindern in das Haus ein, das sich schnell von seiner abweisenden Seite zeigt. Stiefvater George (Ryan Reynolds, einmal nicht als Clown und oneliner-Maschine), dessen Akzeptanzprobleme mit dem ältesten Sohn von Kathy (Melissa George) nicht mehr als zwischenmenschliche Konfliktdekoration sind, wird magisch vom Keller und den dort zentrierten Kräften angezogen. Stieftochter Chelsea kommuniziert ausgiebig mit ihrer neuen "imaginären" Freundin Jodie. Der jüngste Sohn zittert sich nachts zur Toilette - eine der besten, wenn auch von "The Sixth Sense" inspirierten Sequenzen. Und schließlich kriegt eine Babysitterin, die die Angst der Kids genussvoll schürte, im Refugium von Jodie die Lektion ihres Lebens. Spätestens hier hätte jede ganz normale Familie die Koffer gepackt, doch diese harrt aus, bis im Gewitterfinale George seiner blutigen Bestimmung folgt.

Die immanenten Probleme der Originalstory - das Ignorieren der auch äußerlich bemerkbaren Veränderung des Vaters, die unerklärlich späte Recherche der grausamen Vorgeschichte, die hohe Duldungstoleranz angesichts greifbarer Bedrohung - klärt auch diese Verfilmung nicht, die gut daran tat, die im Original stärker präsente und vom Bösen verfolgte Figur des Priesters auf Kleinauftritte einzudampfen. Im Make-up-Bereich und auch in den Suspense-Sequenzen erzielt "The Amityville Horror" durchaus Wirkungstreffer und platziert am Ende den unangenehmsten Schock, der dem Schicksal einer Figur eine tragische Note zuweist, die wahren Horror erkennbar macht. kob.

Darsteller:  Ryan Reynolds   als George Lutz
  Melissa George   als Kathy Lutz
  Jesse James   als Billy Lutz
  Jimmy Bennett   als Michael Lutz
  Chloë Grace Moretz   als Chelsea Lutz
  Rachel Nichols   als Lisa
  Philip Baker Hall   als Pater Callaway
  Isabel Conner   als Jodie Defoe
  Brendan Donaldson   als Ronald Defoe
  Annabel Armour   als Realtor
 
Regie:  Andrew Douglas  
Buch:  Scott Kosar  
Musik:  Steve Jablonsky  
Kamera:  Peter Lyons Collister  
Produzent:  Michael Bay  
  Andrew Form  
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