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The Big Lebowski

Perfekte Kriminalkomödie der Coen-Brüder über einen in eine Entführung verwickelten Alt-Hippie, der auf der Welle permanenter Mißerfolge lässig zu surfen versucht.


The Big Lebowski (Jahr100Film)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
15.03.2012

Originaltitel: The Big Lebowski

Komödie/ Thriller

USA 1997
Laufzeit: 112 Min.
FSK: ab 12

Jeff Bridges
John Goodman
Julianne Moore

Regie: Joel Coen
Universal Pictures Germany

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Perfekte Kriminalkomödie der Coen-Brüder über einen in eine Entführung verwickelten Alt-Hippie, der lässig auf einer Welle permanenter Misserfolge zu surfen versucht.

Beim Bowling ist die Welt in Ordnung (Foto: UIP) Großansicht

Beim Bowling ist die Welt in Ordnung (Foto: UIP)

Der Spät-Hippie und Bowling-Bruder Lebowski (Jeff Bridges), genannt "The Dude", wird wegen seines identischen Nachnamens mit einem Mulitmillionär verwechselt, den wiederum Gangster zu erpressen versuchen. Als diese ihr vermeintliches Opfer in Lebowskis Haus nicht antreffen, urinieren sie kurzerhand auf dessen Teppich.

Daraufhin wird der "Dude" böse und versucht, die Beschmutzer seines Heimes zur Rechenschaft zu ziehen. Auf seinem "Rachefeldzug" trifft Lebowski unter anderem auf deutsche Terroristen, Femmes fatales und gedungene Killer...

Der Dude und Walter Sobchak wollen Rache für den Teppich (Foto: UIP) Großansicht

Der Dude und Walter Sobchak wollen Rache für den Teppich (Foto: UIP)

Alles in einem

Der Film der Coen-Brüder ("Fargo") ist Krimi, Film noir, schwarze Komödie und Thriller in einem - vor allem aber eine avantgardistische Extravaganza gespickt mit skurrilen Einfällen.

Die zahlreichen abstrusen Handlungsstränge mit all ihren schaurig-schrägen Figuren werden geschickt miteinander verknüpft und vom vorzüglichen Kameramann Roger Deakins ("Kundun") in kongeniale Bildkompositionen umgesetzt.

Den Filmgenuss runden vorzügliche Darsteller wie Jeff Bridges, John Goodman und Julianne Moore ab. "The Big Lebowski" ist intelligent, innovativ und unberechenbar.

The Big Lebowski (Jahr100Film)

Der tiefe Schlaf der Coen-Brüder währt gewöhnlich zwei Jahre, bevor ein neuer cineastischer Traum Gestalt annimmt. Dann wird die schlummernde Filmwelt mit einer kreativen Explosion geweckt, die Maßstäbe setzt. "The Big Lebowkski" ist eine mächtige filmische Erscheinung - eine aberwitzig-schrullige, komplizierte, aber letztlich auf nichts hinauslaufende Entführungsgeschichte im geistigen Vakuum des Späthippie-Milieus, mit der die Coens lakonisch, ironisch und formal bestechend auf Raymond Chandlers Spuren wandeln.

Anspielungen auf den Film noir, vor allem auf "The Big Sleep", den der Legende nach nicht einmal Regisseur Howard Hawks ganz verstanden haben soll, gibt es zahlreiche: den Auftraggeber im Rollstuhl, zwei weibliche Verwandte zwischen Lasterhaftigkeit und cooler Exzentrik, oder den ausufernden, aber letztlich ein Nichts aufbauschenden Plot. Sogar Schauspielerin Peggy Knudsen aus "The Big Sleep" hat auf bizarre Weise Eingang in diese skurrile Hommage gefunden. Wie schon in "Hudsucker - Der große Sprung" führt ein Erzähler (hier Modell-Cowboy Sam Elliott) in die Handlung ein, die zur Zeit des Golfkriegs (Saddam Hussein hat einen schrägen Gastauftritt) in Los Angeles spielt. Zentrale Figur ist der chronische Hippie Jeff Lebowski (Jeff Bridges), alias "The Dude", dessen Leben von den Koordinaten Joint, Bowling und Arbeitstranszendierung bestimmt wird. Lebowski ist die Frührentner-Version von Sean Penns unvergeßlichem Surf-Guru Jeff Spicoli ("Ich glaub' ich steh' im Wald"), wobei die Bowling-Hallen von L.A. den Pazifik adäquat ersetzen. Dort stellt sich Lebowski mit seinem Freund Walter (Karikatur einer Post-Vietnam-Zeitbombe: John Goodman) lässig den Herausforderungen eines Sports, der die wenigen aktiven Gehirnzellen des Duos voll in Beschlag genommen hat. Dessen Kegel-Kosmos wird erst erschüttert, als Lebowski von Geldeintreibern mit dem gleichnamigen Multimillionär (David Huddleston) verwechselt wird, und diese ihr neues Revier auf dem Teppich von "The Dude" dreist markieren. Regreßansprüche, die Lebowski bei seinem Namensvetter geltend machen will, führen schließlich zu einem überraschenden Auftrag: "The Dude" soll das Lösegeld für die entführte junge Frau von Big L. übergeben. Weil dieses Vorhaben in gewohnter Coen-Tradition an den Launen des Lebens und der Gehirnaktivität zentraler Charaktere scheitert, schlittern die beiden Bowler immer tiefer ins Chaos hinein, in dem nachtragende Pornoproduzenten, ein irrwitziges deutsches Nihilisten-Trio und ein intriganter Finanz-Mogul ihre Karten ausspielen. Die Plot-Konsequenzen sind im Unterschied zu "Fargo" gewaltarm, aber überaus witzig und von inszenatorischen Einfällen übersät. Herausragend dabei diverse Traumsequenzen, die Bridges' Bowling-Fixierung karikieren und die Coens auf dem kreativen Höhepunkt zeigen. Die formale Perfektion des Films, zu der Kameramann Roger Deakins einen wesentlichen Beitrag leistet, findet in der Zeichnung der Charaktere ihre Entsprechung, die in ihrer Schrulligkeit ihresgleichen suchen (Julianne Moore als nackte Trapez-Action-Painterin, John Turturro als selbstverliebter Bowling-Matador). Unmöglich, dem Detailreichtum der Figuren, der Fülle ironischer Kommentare in einem Kinobesuch gerecht werden zu können. Somit ist "The Big Lebowski" ein Fall für cineastische Wiederholungstäter und sollte nicht zuletzt dank einer wohl gesichert guten Mundpropaganda das Einspielegebnis von "Fargo" (etwa 300.000 Zuschauer) zumindest erreichen können. Denn Dumm und Dümmer hat man selten intelligenter gesehen. kob.

The Big Lebowski (Jahr100Film)

Die Sammler-Edition zum 100-jährigen Jubiläum von Universal Pictures!

Jeff Lebowski widmet die meiste Zeit dem Bowling. Doch mit dem "easy living" ist es vorbei, als Jeff mit einem gleichnamigen Millionär verwechselt wird. Erst pinkeln zwei Geldeintreiber auf seinen Teppich, dann wird er von ihnen verprügelt, um Schulden seiner angeblichen Frau Bunny bei ihm einzukassieren

Quelle: Universal Pictures

High-Definition
- Das Leben des Dude
- Die Folgen: "The Big Lebowski" zehn Jahre danach
- Träume von fliegenden Teppichen und Bowlingkegeln: Die Traumsequenzen des Dude
- Interaktive Karte
- Jeff Bridges Photo Book
U-Control-Features:
- Scene Companion
- Die Musik von "The Big Lebowski"
- Schreib's auf, Dude

Standard-Definition
- Eine exklusive Einführung
- Making-of "The Big Lebowski"
- "The Lebowski" Fest: Geschichte eines Erfolgstypen
- Fotogalerie

Quelle: Universal Pictures

Darsteller:  Jeff Bridges   als The Dude
  John Goodman   als Walter Sobchak
  Julianne Moore   als Maude Lebowski
  Steve Buscemi   als Donny
  Peter Stormare   als 1. Nihilist
  David Huddleston   als Big Lebowski
  Philip Seymour Hoffman   als Brandt
  Flea   als 2. Nihilist
  Leon Russom   als Polizeichef von Malibu
  Sam Elliott   als Der Fremde
  Tara Reid   als Bunny Lebowski
  John Turturro   als Jesus Quintana
  David Thewlis   als Knox Harrington
  Ben Gazzara   als Jackie Treehorn
 
Regie:  Joel Coen  
Buch:  Joel Coen  
  Ethan Coen  
Musik:  Carter Burwell  
Kamera:  Roger Deakins  
Produzent:  Ethan Coen  

Jeff Bridges lässt sich gern "Dude" nennen

Mann, nicht auf den Teppich!

Jeff Bridges ist gerne der "Dude" (Foto: UIP) Großansicht

Jeff Bridges ist gerne der "Dude" (Foto: UIP)

Der "Dude" ist Kult und machte Jeff Bridges unsterblich. Wegen seines Auftritts der schrägen Satire "The Big Lebowski" um einen Alt-Hippie, der von Geldeintreibern mit einem Millionär verwechselt wird, wird Bridges von vielen Fans nicht mit seinem wirklichen Namen, sondern mit dem der Kultfigur angesprochen.

Doch der oscarprämierte Edelmime ist deswegen nicht etwa beleidigt - er empfindet das sogar als Auszeichnung: "Ich mag es sehr, wenn mich Leute auf der Straße 'Hey Dude!' rufen, ich liebe diese Verbindung", erklärt Jeff Bridges. "'The Big Lebowski' ist einer meiner Lieblingsfilme, völlig unabhängig davon, ob ich selbst darin mitspiele oder es nicht getan hätte. Es ist ein wunderbarer Film und eine Ehre für mich, dass ich dabei sein durfte."

Dude-Klamotten aus dem privaten Kleiderschrank

Tatsächlich identifiziert sich Jeff Bridges, der nach dem Erfolg von 1997 eine ganze Reihe exzellenter Leistungen ablieferte und für "Crazy Heart" schließlich auch den längst fälligen Oscar gewann, immer noch voll mit dem Film, der ihm den kommerziellen Durchbruch brachte: "Der Dude ist immer noch bei mir, ich trage den Mantel des Dude mit großem Stolz!"

Das ist übrigens durchaus wörtlich zu nehmen. Denn wie Jeff Bridges jetzt verraten hat, teilt er einige modische Vorlieben mit dem Dude: "Viele seiner Klamotten waren von mir", so Bridges. "Denn die richtige Kleidung ist eine der ersten Fragen für mich, wenn ich mich mit einer Rolle beschäftige. Also bin ich damals meinen Kleiderschrank durchforstet und hab da diese seltsamen Sandalen gefunden, dazu verschiedene T-Shirts. Das habe ich dann einfach für den Film benutzt."

Zuletzt zeigte sich Jeff Bridges als meditativer Spiele-Erfinder in "Legacy", der Fortsetzung zu seinem Kult-ScienceFiction "Tron" und - erneut oscarnominiert - im Western-Remake "True Grit", das wie "The Big Lebowski" von den Coen-Brüdern inszeniert wurde. Demnächst steht Bridges vor der Kamera für den Schocker "The Seventh Son" um einen Teufelsaustreiber im 18. Jahrhundert.

Und doch wird er für immer irgendwie "Der Dude" bleiben…

 

The Big Lebowski (Jahr100Film) in der Fotoshow

 

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