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The Big One


The Big One

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Erhältlich seit:
21.10.2003

Originaltitel: The Big One

Dokumentarfilm

USA 1997
Laufzeit: 87 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Regie: Michael Moore
Kinowelt Home Entertainment

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The Big One

Der zweite Streich von Michael Moore, der 1990 mit der furiosen Politsatire "Roger & Me" das Bewußtseins-Zwerchfell erschütterte und dem mit der aberwitzigen Kombination aus Groucho Marx, Woody Allen und Karl Marx der erfolgreichste Dokumentarfilm aller Zeiten gelang. Was Moore damals in der Stadt Flint, Michigan, konstatierte und gnadenlos kritisch und hellsichtig kommentierte, ist diesmal eingebunden in die Werbe- und Lesetour, die er für seinen Bestseller "Downsize This!" unternahm und die ihn in 50 US-Städte führte: die Auswirkungen der Wirtschaftspolitik und des sogenannten liberalen Aufschwungs in den USA, der trotz Milliardengewinnen für die Konzerne die Arbeitslosigkeit von Tausenden bedeutete, nicht zuletzt durch die Verlagerung der Produktionsstätten in Billiglohnländer wie Mexiko.

Mit den Mitteln des cinéma-vérité und dem Drive eines unter Speed stehenden Kabarettisten fegt Moore wie ein Wirbelsturm über die Verheerungen in seinem Land und zeigt in einer Abfolge realer und darum umso abstruser erscheinenden Beispiele die Lohnpolitik und Arbeitsstellenstrategie der Unternehmen, die die Arbeiter entlassen, die ihnen erst die Gewinne ermöglichten. So geraten die Szenen zu höhnischen Lehrstunden über den "Fun" des Kapitalismus. Süßwarenproduzent Payday feuert Firmenarbeiter, weil sie zu produktiv sind. Kalifornische Häftlinge werden vom Knast aus für TWA eingesetzt. Außerdem interviewt er "Nike"-Boss Phil Knight, "einer der größten organisierten Kriminellen Amerikas".

Moores subversiver Streifzug (doppelt unterminiert, weil er die Zeit dafür mit seiner Video-Crew der Werbetournee "klauen" mußte) ist so bitter wie unterhaltend, hinterhältig wie offenlegend, phänomenal wie erhellend. Die Nachhilfestunde mit coolem Aufklärungswert besitzt jede Menge Höhepunkte, z.B. das Verhältnis von General Motors zum Crack oder der Hinweis, daß "Shareholders" (Aktionäre) ein Wort ist, das zwar das System stützt, aber nicht in der Verfassung steht. Blitzgescheit und notwendig in jedem Programmkino.ger.

Sprecher:  Michael Moore  
 
Regie:  Michael Moore  
Musik:  World Famous Blue Jays  
Kamera:  Brian Danitz  
  Chris Smith  
Produzent:  Kathleen Glynn  
 

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