DVD Kaufvideo

The Blair Witch Project

Unerträglich spannende Pseudodokumentation über den Spuk einer grausamen Waldhexe.


The Blair Witch Project

Kaufvideo

Erhältlich seit:
09.05.2000

Originaltitel: The Blair Witch Project

Horror

USA 1998
Laufzeit: 78 Min.
FSK: ab 12

Heather Donahue
Michael Williams
Joshua Leonard

Regie: Daniel Myrick, ...
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(1 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
The Blair Witch Project

Die Filmstudenten Heather, Joshua und Michael machen sich in den Black Hills Forest von Maryland auf, um dort eine Dokumentation über eine regionale Legende, die sogenannte Hexe von Blair, zu drehen. Nachdem das Trio spurlos verschwindet, taucht ein Jahr später Filmmaterial auf, das die letzten fünf Tage im Leben der jungen Leute dokumentiert. Aufnahmen, die deren quälende Wanderung durch den undurchdinglichen Wald ebenso einfangen wie die grauenerregenden Vorgänge, die zum Verschwinden geführt haben.

Mit ihrem für lächerliche 40.000 Dollar realisierten Erstling gelang den Nachwuchs-Filmemachern Daniel Myrick und Eduardo Sanchez der Coup des letzte Jahres. Gute Mundpropaganda, die Zauberkraft des Internet und eine kluge, hervorragend umgesetzte Grundidee stehen hinter dem gigantischen Erfolg dieses Werks. Das Ergebnis ist ein Horrorfilm, der vorgibt, live aufgezeichnet worden zu sein, höchst authentische Videokamera-Aufnahmen, die mehr verbergen als zeigen, und ein Angsterlebnis, das fast ausschließlich im Kopf des Zuschauers stattfindet.

The Blair Witch Project

Diese heiße Hexe kann nach ihrem furiosen Gastspiel in Sundance auch hierzulande das Blut gefrieren lassen, wird doch diese Low-Budget- Pseudodokumentation über eine mysteriöse übernatürliche Kreatur ihrem, massiv auch über das Internet verbreiteten Ruf, als Studie in Terror in jeder Hinsicht gerecht. Auch ohne Prominenz kann sich dieses originelle Regiedebüt auf seinen Ruf und seine Gruselqualitäten verlassen.

Bereits ein halbes Jahr nach Sundance sind die Geschichte, aber auch die Realisierung dieses ganz auf die Schrecken der menschlichen Fantasie setzenden Horrorfilms ein Mythos. Die Regiedebütanten Daniel Myrick und Edward Sanchez, die auch als Autoren und Cutter verantwortlich zeichnen, schickten drei Jungschauspieler mit Satellitenreceiver und Drehbuchnotizen für acht Tage in die Wälder von Maryland, um von den Darstellern, die jede Nacht neue Anweisungen erhielten und die Kameras (Video 8 und 16mm) selbst führten, möglichst authentische Reaktionen einzufangen. Das mit den Handkameras Panik und Klaustrophobie unverfälscht nachzeichnende Ergebnis rechtfertigt das Experiment, läßt die Simulation eines Dokumentarfilms über die Hexe von Blair wie ein schockierendes Testament erscheinen. Denn eine einführende Schrifttafel informiert über das Verschwinden dreier Studenten 1994 in den Wäldern von Burkittsville, deren gefundene Videoaufzeichnungen dann die Basis des Films bilden. Trotz einiger Warnungen dringen Heather, Michael und Josh mit zwei Kameras in die Wildnis vor, um dem Mythos auf den Grund zu gehen. Schon in der zweiten Nacht im Zelt sorgen unerklärliche, aus der Tiefe des nächtlichen Schwarzes kommende Geräusche für Verstörung. Als sich das Trio am dritten Tag verirrt und auf ominöse Zeichen stößt, macht sich auch beim Zuschauer Panik breit. Unschärfen und verwackelte Bilder fördern die zunehmende, verstörende Desorientierung, die schließlich die drei Figuren an den Rand des Wahnsinns bringt. Anders als etwa in Sam Raimis "Tanz der Teufel" wird der Horror nie gegenständlich. Subjektive Kamera, Schreie und eine im uneinsehbaren Ambiente fast wahrzunehmende eisige Präsenz ersetzen traditionelle Schockmethoden. Ob die Hexe real ist, die Ereignisse von diabolischen Rednecks oder einem umgekippten Verstand ausgelöst werden, darf nach dem Abschlußbild diskutiert werden. Zuvor, wenn die großartige Heather Donahue in der letzten Nacht unter Tränen gesteht, daß sie so Angst habe, die Augen zu schließen, gibt es auch für den Zuschauer kein Entrinnen. kob.

Audiokommentar von Regisseur und Produzent, Doku "Curse of the Blair Witch", Trailer, bisher unveröffentlichtes Filmmaterial, Interview mit Daniel Myrick und Eduardo Sanchez, Filminfos, DVD-Rom mit Web-Connection

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Heather Donahue  
  Michael Williams  
  Joshua Leonard  
  Bob Griffith  
  Jim King  
  Sandra Sanchez  
  Ed Swanson  
  Patricia Decou  
 
Regie:  Daniel Myrick  
  Eduardo Sánchez  
Buch:  Daniel Myrick  
  Eduardo Sánchez  
Musik:  Tom Cora  
Kamera:  Neal L. Fredericks  
Produzent:  Gregg Hale  
  Robin Cowie  

"Spielberg konnte nicht weitergucken"

"Paranormal Activity" ist ein Sleeper-Hit, wie er nur alle paar Jahre im Kino zu erleben ist. Regisseur Oren Peli konnte sein Grundkonzept auch deshalb überzeugend realisieren, weil er seine Besetzung sehr sorgfältig auswählte.

Wer "Paranormal Activity" gesehen hat, dürfte danach eine ganze Weile mit Licht schlafen wollen... (Foto: Wild Bunch (Central)) Großansicht

Wer "Paranormal Activity" gesehen hat, dürfte danach eine ganze Weile mit Licht schlafen wollen... (Foto: Wild Bunch (Central))

Waren Sie sich bewusst, dass Sie mit Ihrem Film auf den Spuren von "Blair Witch Project" wandeln?

OREN PELI: Ja, natürlich. Ich liebte schon immer Filme, aber ich hatte keine Regiepläne, weil ich es für extrem schwierig hielt, in die Branche hineinzukommen. Ich arbeitete als Software-Programmierer. Dann sah ich aber "Blair Witch Project" und auch "Open Water", die beide eine ähnliche Erfolgsgeschichte hatten. Das zeigte mir, dass man trotz eines kleinen Budgets mit einer guten Idee, einer Videokamera und guten Schauspielern einen Film wie "Paranormal Activity" machen kann, der eine echte Chance hat.

Aber wie dreht man einen Langfilm ohne jegliche Regieerfahrung?

Ich habe mich ungefähr ein Jahr lang darauf vorbereitet - habe viele Bücher gelesen, im Internet recherchiert, und wann immer ich einen Film auf DVD sah, schaute ich ihn mir mit Kommentar an. Viele der traditionellen Inszenierungsmethoden passten allerdings in meinem Fall nicht. Denn das Konzept war ja: Bei unseren Protagonisten im Haus geschieht etwas Unerklärliches, und sie stellen eine Videokamera auf, um aufzunehmen, was während ihres Schlafs vor sich geht.

Anders als unzählige Debütanten bekamen Sie gleich einen Verleihdeal mit Paramount. Hatten Sie da spezielle Kontakte?

Ich hatte keinerlei Beziehungen in der Branche. Meine Strategie war es, den Film bei Festivals einzureichen und zu sehen, was passiert. Die lehnten ihn jedoch durchweg ab - bis auf das Screamfest in Los Angeles. Dort bekam er viele gute Rezensionen, Hauptdarstellerin Katie Featherston wurde als beste Schauspielerin ausgezeichnet, und der Film erhielt eine lobende Erwähnung. Dadurch erweckten wir Aufmerksamkeit - und der Rest ist Geschichte.

Steven Spielberg soll sich vor Ihrem Film so gefürchtet haben, dass er die DVD in einer Mülltüte von seinem Haus ins Büro zurückbrachte.

Die Sache mit der Mülltüte ist ein Gag, den sich die Marketingabteilung einfallen ließ. Wie's wirklich lief, hat Steven Spielberg mir selbst erzählt: Er sah den Film abends bei sich zu Hause und fürchtete sich so, dass er die DVD stoppte und erst am helllichten Tag fertigschaute. Als er einen Tag später nach Hause kam, war die Tür zu seinem Schlafzimmer von innen abgesperrt, was eigentlich nicht möglich sein konnte. Auch der Schlüsseldienst konnte sie nicht öffnen, man musste ein Loch in die Tür sägen. So beschloss er, den Film lieber nicht zu Hause zu behalten, und brachte ihn ins Büro.

Ist er jetzt so etwas wie Ihr Mentor geworden?

Es war eine große Ehre, ihn zu treffen, und wir sprachen über die Möglichkeit, etwas zusammen zu machen. Aber ich möchte nicht zu sehr in Details gehen.

Mit diesem Erfolg im Rücken müssen Sie doch schon Ihr nächstes Projekt planen. Details zu "Area 51" sickerten bereits durch.

Ich kommentiere das nicht. Für mich ergibt es keinen Sinn, über Dinge im Voraus zu sprechen. Als ich "Paranormal Activity" machte, erzählte ich nicht mal meinen Freunden davon. Wenn du etwas tun willst, dann tue es einfach, anstatt es vorher breitzutreten.

Für eine neue Generation von Nachwuchsfilmemachern sind Sie jetzt zum Vorbild geworden. Was ist Ihr Rat?

Ein Regisseur sollte vor allem darauf achten, den Film richtig zu besetzen. Gute Schauspieler müssen nicht automatisch teuer sein. Ich suchte mir Darsteller, die geistig wach sein und vor der Kamera natürlich wirken mussten. Auch weil wir ihnen nicht alle Schockeffekte vorher verrieten, um ihre spontane Reaktion zu bekommen. Für mich war es auch wichtig, mit der Kamera zu trainieren - einfach damit rauszugehen und zu drehen.

 

The Blair Witch Project in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Weitere Videos

Hoch Runter