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The Blues - The Soul of a Man

Brillante Musik-Dokumentation von Wim Wenders, die die Lebensläufe und musikalischen Wurzeln dreier weltberühmter Blueskünstler verfolgt.


The Blues - The Soul of a Man

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Erhältlich seit:
02.07.2010

Originaltitel: The Soul of a Man

Dokumentarfilm

Deutschland/USA 2003
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)

Beck
T-Bone Burnett
Nick Cave

Regie: Wim Wenders
Indigo

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Brillante Musik-Dokumentation von Wim Wenders, die den Lebenslauf und die musikalischen Wurzeln dreier weltberühmter Blueskünstler verfolgt.

Eagle Eye Cherry und James Blood Ulmer singen den Blues (Foto: Reverse Angle (Filmwelt)) Großansicht

Eagle Eye Cherry und James Blood Ulmer singen den Blues (Foto: Reverse Angle (Filmwelt))

Die Musik-Dokumentation folgt den Lebensläufen dreier Blueskünstler in einer Montage aus fiktionalen Filmsequenzen, Archivmaterial und aktuellen Coverversionen ihrer Songs von zeitgenössischen Kollegen.

So erfährt man vom Leben des 1902 geborenen Skip James, der in den 30ern ein wegweisendes Album aufnahm, aber nie einen Cent für seine Klassiker wie "Devil got my woman" erhielt.

Resigniert verschwand er von der Bildfläche, bis der "Delta Bluesman" 1964 in einem Krankenhaus wiederentdeckt wurde und bis zu seinem Tod 1969 den späten, aber verdienten Erfolg genoss.

Cassandra Wilson interpretiert einen Blues-Klassiker (Foto: Reverse Angle (Filmwelt)) Großansicht

Cassandra Wilson interpretiert einen Blues-Klassiker (Foto: Reverse Angle (Filmwelt))

Blues im Blut

Weiter geht's zu J.B. Lenoir, der mit Titeln wie "Vietnam Blues" erstmals auch kontroverse politische Themen ansprach und ein breites Publikum begeisterte. Als er 1967 verstarb, hinterließ der exzentrisch gekleidete Bluesmann in Musikerkreisen eine große Trauergemeinde.

Der Dritte im Bunde ist der Straßenmusiker Blind Willie Johnson, der Ende der Zwanziger entgegen der gängigen Praxis sowohl als Gospel- als auch als Blues-Musiker auftrat. 1927 aufgenommene Songs wie "The Soul of a Man" zählen heute zu den Grundfesten des Gospel-Blues.

Chris Thomas King als sein Idol Blind Willie Johnson (Foto: Reverse Angle (Filmwelt)) Großansicht

Chris Thomas King als sein Idol Blind Willie Johnson (Foto: Reverse Angle (Filmwelt))

7 Blues Brüder

Wim Wenders Hommage an den Blues ist einer der sieben Filme der Reihe "The Blues", für die Martin Scorsese als Produzent verantwortlich zeichnet und selbst einen Beitrag liefert. Scorsese beauftragte Charles Burnett, Mike Figgis, Marc Levin, Richard Pearce, Clint Eastwood und Wim Wenders, ihm Rahmen des "Year of the Blues 2003" ihre ganz persönliche Sicht auf den Mythos Blues darzulegen.

Laurence Fishburne fungiert in Wenders' Beitrag als Erzähler. Zusätzlich zu den Originalausschnitten erweisen hochkarätige Musiker vor der Kamera ihren Idolen die Reverenz. Wenn etwa Beck, Lou Reed oder Eagle Eye Cherry ihre Versionen der traditionsreichen Stücke zum Besten geben, springt viel von ihrer Leidenschaft auch auf Blues-Skeptiker über.

Zu denen zählte Herr Wenders jedoch noch nie, was er mit erheiternden, aus den wilden siebziger Jahren stammenden Bildern von sich selbst belegt. Ebenfalls für Lacher gut sind die Original-Ausschnitte einer unfassbar hölzernen schwedischen Dokumentation über J.B. Lenoir. So zeigt der Filmemacher trotz aller musikalischer Ernsthaftigkeit Humor und bringt mit "The Soul of a Man" einen wohltuenden Gegenentwurf zu Retorten-Pop und Instant-Stars in die Kinos.

The Blues - The Soul of a Man

Wim Wenders, seit "Buena Vista Social Club", der 1999 in Deutschland eine Million Besucher machte, und "Viel passiert - Der BAP Film" mit dem Genre des Musikfilms bestens vertraut, geht im Rahmen des "Year of the Blues" dessen Mythos auf den Grund. Unterhaltsam und informativ montiert er dabei Archivmaterial, fiktive Film-Ausschnitte und aktuelle Aufnahmen zeitgenössischer Musikgrößen. So sollte die hinreißende Hommage an die Blues-Urgesteine J.B. Lenoir, Skip James und Blind Willie Johnson vor allem musikbegeisterte Kinogänger interessieren.

Aus den Armenvierteln des Mississippi-Deltas avancierte er zum rassen- und generationsumspannenden Phänomen: Der Blues. Ursprünglich um 1880 als säkularer Gegenpol zu den Spirituals konzipiert, blieben die "blue notes" bis in die fünfziger Jahre vorwiegend den Schwarzen vorbehalten, bis schließlich auch die weiße Bevölkerung Gefallen an der ersten eigenständigen US-Musikrichtung fand. Nun erweist der amerikanische Senat dem Musikstil die Ehre und ruft das "Year of the Blues 2003" aus, in dessen Rahmen die siebenteilige Filmreihe "The Blues" gezeigt wird. Martin Scorsese, Charles Burnett, Mike Figgis, Marc Levin, Richard Pearce, Clint Eastwood und Wim Wenders beauftragte man damit, ihre ganz persönliche Sicht auf den Mythos Blues darzulegen. Nun liegt Wenders' Beitrag "The Soul of a Man" vor und besticht als leidenschaftlicher und kurzweiliger Einstieg in die Thematik, in dem Laurence Fishburne als Erzähler fungiert und hochkarätige Musiker vor der Kamera drei ihrer Idole die Reverenz erweisen.

So erfährt man vom Leben des 1902 geborenen Skip James, der in den Dreißgern ein wegweisendes Album aufnahm, aber nie einen Cent für seine Klassiker wie "Devil got my woman" erhielt. Resigniert verschwand er von der Bildfläche, bis der 'Delta Bluesman' 1964 in einem Krankenhaus 'wiederentdeckt' wurde und bis zu seinem Tod 1969 den späten, aber verdienten Erfolg genoss. Weiter geht's zu J.B. Lenoir, der mit Titeln wie "Vietnam Blues" erstmals auch kontroverse politische Themen ansprach und ein breites Publikum begeisterte. Als er 1967 verstarb, hinterließ der exzentrisch gekleidete Bluesmann in Musikerkreisen eine große Trauergemeinde. Der Dritte im Bunde ist der Straßenmusiker Blind Willie Johnson, der Ende der Zwanziger entgegen der gängigen Praxis sowohl als Gospel- als auch als Blues-Musiker auftrat. 1927 aufgenommene Songs wie "The Soul of a Man" zählen heute zu den Grundfesten des Gospel-Blues.

Wenders' Werk atmet den Blues und mit jeder Einstellung vermittelt der Filmemacher etwas von seiner Begeisterung, die er für das Genre hegt. Martin Scorsese, Ulrich Felsberg, Paul G. Allen und Jody Patton übernahmen die ausführende Produktion der bewegende Hommage, die nicht zuletzt auch die Vielseitigkeit vieler zeitgenössischer Musiker zelebriert. Wenn etwa Beck, Lou Reed oder Eagle Eye Cherry ihre Versionen der traditionsreichen Stücke zum Besten geben, springt viel von ihrer Leidenschaft auch auf Blues-Skeptiker über. Zu denen zählte Herr Wenders jedoch noch nie, was er mit erheiternden, aus den wilden siebziger Jahren stammenden Bildern von sich selbst auch belegt. Ebenfalls für Lacher gut sind die Original-Ausschnitte einer unfassbar hölzernen schwedischen Dokumentation über J.B. Lenoir. So zeigt der Filmemacher trotz aller musikalischer Ernsthaftigkeit Humor und bringt mit "The Soul of a Man" einen wohltuenden Gegenentwurf zu Retorten-Pop und Instant-Stars in die Kinos, der mit zielstrebigem Marketing nicht nur den eingefleischten Fan dieses aufregenden Musikstils zum Mitwippen bringen sollte. lasso.

 

The Blues - The Soul of a Man in der Fotoshow

 

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