DVD Leihvideo

The Company - Das Ensemble

Ein Jahr mit dem Chicagoer Joffrey Ballet: Robert Altmans Ensembledrama ist eine Liebeserklärung an die Welt des Ballets und seine leidenschaftlichen Tänzer.


The Company - Das Ensemble

Leihvideo

Erhältlich seit:
21.10.2004

Originaltitel: The Company

Drama

USA/Deutschland 2003
Laufzeit: 108 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Neve Campbell
Malcolm McDowell
James Franco

Regie: Robert Altman
EuroVideo Bildprogramm

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Neve Campbell tanzt sich mit eisernem Willen nach oben.

Bei diesem Pas de Deux vibriert die Luft vor Erotik (Foto: Concorde) Großansicht

Bei diesem Pas de Deux vibriert die Luft vor Erotik (Foto: Concorde)

Ein eindrucksvoller Blick hinter die Kulissen des weltberühmten Chicago Joffrey Ballet: Nicht nur die perfekt ausgebildeten Tänzer machen das Unmögliche möglich, auch Regisseur Robert Altman lässt einen Traum auf der Leinwand wahr werden. Den Traum eines bis ins kleinste Detail perfekten Ballett-Films großer Gefühle.

Die junge Ry (Neve Campbell aus "Scream") hat seit ihrer Kindheit nur ein großes Ziel vor Augen - irgendwann als Primaballerina vom Publikum umjubelt auf der Bühne stehen. Bis dahin muss sie sich ihren Platz in der berühmten Company allerdings hart erkämpfen, mit Mut, Talent und Ausdauer.

Nur die Besten halten das harte Training durch (Foto: Concorde) Großansicht

Nur die Besten halten das harte Training durch (Foto: Concorde)

Der harte Weg zum Ruhm

In bewährter Short Cuts-Tradition zeichnet der Meister das Leben und die Liebe der Tänzer, unberechenbar und "unplugged". Bis zum heißersehnten Ruhm rinnen Schweiß und Tränen. Fiktion und Wahrheit bilden eine faszinierend-fiebrige Einheit.

Nicht nur für Ballett-Liebhaber ist dieses grandiose Spektakel mit atemberaubenden Tanz-Szenen ein Muss.

The Company - Das Ensemble

Ein Jahr verbrachte Robert Altman mit seiner Hauptdarstellerin und Produzentin Neve Campbell ("Scream 1 - 3") beim Joffrey Ballett in Chicago, um die gesammelten Impressionen zu einem filmischen Essay fernab von "Fame"-Success-Story zusammenzufassen. Eine visuell exquisite Versuchsanordnung, die ausgedehnte Tanzszenen, Blicke hinter die Kulissen und Einblicke in das Privatleben der Tänzer vereint. Als roter Faden durch diese Momentaufnahme einer Welt, die sich einerseits ganz ihrer Kunst ergibt, andererseits gezwungen ist, sich mit der politischen und sozialen Realität zu arrangieren, um weiter existieren zu können, dient natürlich das Ballett selbst, das Altman auch in den Spielszenen mit seinen Schauspielern zu spiegeln versucht.

In seiner mittlerweile sechs Jahrzehnte umfassenden Karriere hat sich der 78-jährige Ausnahmeregisseur immer wieder mit in sich geschlossenen Welten (Militär in "M*A*S*H", Wild-West-Gemeinde in "McCabe & Mrs. Miller", Hochzeitsgesellschaft in "Eine Hochzeit", zuletzt die rigide Trennung zwischen Herrschaften und Bediensteten im Großbritannien der Dreißiger in "Gosford Park") befasst, künstlerische Biotope (Country in "Nashville", Hollywood in "The Player", Modebranche in "Prêt-à-Porter", Jazz in "Kansas City") unter die Lupe genommen oder den kreativen Prozess ("Vincent & Theo") beleuchtet. So unterschiedlich diese Filme formal und inhaltlich sind, haben sie doch stets Altmans ätzenden Biss, sein angeborenes Misstrauen gegenüber Organisationen, Autoritäten und Mythen, sein unablässiges Forschen nach der ungeschminkten Wahrheit hinter der mühevoll aufgebauten Fassade gemeinsam. "The Company" drängt sich diesbezüglich förmlich auf, zeigt aber einen Robert Altman, der hier milder, liebevoller und zärtlicher ist als jemals zuvor in seiner Karriere. Sein Blick ist hier der des faszinierten, beeindruckten Außenseiters, den die Reinheit und Aufrichtigkeit des Schaffens der abgebildeten Künstler offensichtlich nachhaltig beeindruckt.

Dass "The Company" trotz mancher typischer Elemente der Arbeiten Altmans, wie das sorgfältige Aufeinanderschichten verschiedener Soundebenen, das wie zufällig wirkende Herauspicken einzelner Figuren aus Gruppen und der Versuch, jede Konvention nach Möglichkeit zu unterwandern, eher untypisch für den Altmeister ist, mag auch daran liegen, dass die treibende Kraft des Films nicht er, sondern Neve Campbell ist: Die "Scream"-Hauptdarstellerin, die ihre Karriere als Ballett-Tänzerin begann, schrieb das Drehbuch mit Barbara Turner (das Altman allerdings nur als Inspiration diente), als Produzentin stellte sie die Finanzierung auf die Beine und engagierte den Regisseur, und als aufstrebende Tänzerin Ry, die sich mühevoll nach oben arbeitet (in all ihren Szenen tanzt sie selbst), hat sie eine der Hauptrollen, ohne sich allerdings auch nur einmal in den Vordergrund zu spielen. Gleiches gilt für die zweite von einem Schauspieler gespielte Leitfigur: Malcolm MacDowell überrascht als allmächtiger und in seinen Entscheidungen scheinbar willkürlicher Ballett-Direktor, der Politik und Kunst unter einen Hut bringen muss. Mit James Franco ("Spider-Man") ist nur noch ein weiterer professioneller Schauspieler an Bord, der als junger Elitekoch eine zärtliche Affäre mit Ry beginnt. Leitmotivisch von dem Jazzklassiker "My Funny Valentine" begleitet, inszeniert Altman ihre Szenen der Zweisamkeit selbst wie einen Tanz und spart auch hier unnötige Dramatik (und damit Konvention) aus. Alle weiteren Parts wurden von tatsächlichen Mitgliedern des Joffrey Balletts übernommen, was zur atemberaubenden Schönheit der üppigen, auf DV herrlich festgehaltenen Ballettszenen beiträgt und dazu beitragen, dass auch Realität und Fiktion in diesen Schlaglichtern aus einer fremden Welt einen eleganten Pas de Deux hinlegen. ts.

Darsteller:  Neve Campbell   als Ry
  Malcolm McDowell   als Alberto Antonelli
  James Franco   als Josh
  Barbara Robertson   als Harriet
  William Dick   als Edouard
  Susie Cusack   als Susie
  Marilyn Dodds Frank   als Rys Mutter
  John Lordan   als Rys Vater
  Mariann Mayberry   als Stiefmutter
  Roderick Peeples   als Stiefvater
  Yasen Peyankov   als Justins Mentor
  Davis Robertson   als Alec
  Deborah Dawn   als Deborah
  John Gluckman   als John
  David Gombert   als Justin
  Suzanne L. Prisco   als Suzanne
  Domingo Rubio   als Domingo
  Emily Patterson   als Noel
  Maia Wilkins   als Maia
  Sam Franke   als Frankie
  Trinity Hamilton   als Trinity
  Julianne Kepley   als Julianne
  Valerie Robin   als Veronica
  Deanne Brown   als Dana
  Michael Smith   als Michael
  Matthew Roy Prescott   als Colton
  Lar Lubowitsch   als Choreograph
  Robert Desrosiers   als Choreograph
  Charthel Arthur   als Ballettlehrerin
  Cameron Basden   als Ballettlehrerin
  Mark Goldweber   als Ballettlehrer
  Pierre Lockett   als Ballettlehrer
  Adam Sklute   als Ballettlehrer
 
Regie:  Robert Altman  
Buch:  Barbara Turner  
Musik:  Van Dyke Parks  
Kamera:  Andrew Dunn  
Produzent:  David Levy  
  Joshua Astrachan  
  Neve Campbell  
  Robert Altman  
  Christine Vachon  
  Pamela Koffler  
 

The Company - Das Ensemble in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Star

Neve Campbell

Sie ist süß, schnuckelig, und sexy und gehörte 1998 dem Magazin "People" zu Folge zu den 50 schönsten Menschen. Resolut und gewitzt, hat sie...

 

Star

Malcolm McDowell

Er war Aufrührer und Rebell, Modegeck und Dämon, zorniger junger Mann und viktorianischer Schriftsteller. Der britische Schauspieler...