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The Darjeeling Limited

Gewohnt skurrile Komödie von Wes Anderson über drei voneinander entfremdete Brüder, die auf einer Reise durch Indien wieder zueinander finden wollen.


The Darjeeling Limited

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Erhältlich seit:
13.06.2008

Originaltitel: The Darjeeling Limited

Komödie/ Drama

USA 2007
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 6

Owen Wilson
Jason Schwartzman
Adrien Brody

Regie: Wes Anderson
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Komische Zwischenfälle sind garantiert, wenn Kultfilmer Wes Anderson drei entfremdete Brüder auf Sinnsuche auf einen Trip durch Indien - und zu sich selbst - schickt.

Der Zug ist für die drei Brüder abgefahren (Foto: Fox) Großansicht

Der Zug ist für die drei Brüder abgefahren (Foto: Fox)

Sein Markenzeichen ist absurder Humor mit Tiefgang: Regie-Exzentriker Wes Anderson, der schon mit "Die Royal Tenenbaums" für ebenso verqueres wie witziges "Family Entertainment" sorgte, beweist mit diesem Roadtrip dreier Brüder wieder sein Talent für Familiengeschichten der ganz besonderen Art.

Seit einem Jahr haben die Geschwister Francis, Jack und Peter nicht miteinander gesprochen, jetzt wollen sie auf einer gemeinsamen Zugreise durch Indien wieder zueinander finden. Genial besetzt sind die ungleichen Brüder mit den Erfolgsschauspielern Owen Wilson, Jason Schwartzman und Adrien Brody. Ihre Mutter, die sich von ihrer Familie losgesagt hat und nun als Nonne in einem Himalaya-Kloster lebt, wird gespielt von der wunderbaren Anjelica Huston.

Was als spirituelle Entdeckungsreise geplant ist, entwickelt sich schnell zum chaotischen Trip, die drei Brüder stranden mit elf Koffern, einem Drucker und einem Laminiergerät mitten in der Wüste.

Der Schaffner sorgt für Ordnung im Darjeeling Limited (Foto: Fox) Großansicht

Der Schaffner sorgt für Ordnung im Darjeeling Limited (Foto: Fox)

Indien und leuchtende Bilder

Auch bei seinem fünften Spielfilm bleibt Anderson seinem skurrilen, assoziativen Stil treu, mixt virtuos Slapstick mit Drama, indische Esoterik mit amerikanischem Lifestyle. In seiner neuesten Indien-Komödie geht es um die sehnsüchtige Suche nach einer Verbindung zwischen den entfremdeten Familienmitgliedern.

Kontrastreich leuchten Robert Yeomans Bilder, das Produktionsdesign zeigt viel Gespür fürs Lokalkolorit, und der liebevoll zusammengestellte Soundtrack schmeichelt dem Ohr. Witzige Gastauftritte sowie der Vorfilm "Hotel Chevalier" verleihen dem Film das gewisse Etwas.

The Darjeeling Limited

Ganz unverkennbar ein Wes Anderson: Mehr denn je durchweht ein Hauch von Tragikomik die Sinnsuche von drei entfremdeten Brüdern in Indien.

Aalte sich Wes Andersons Vorgänger "Die Tiefseetaucher" ein wenig zu gefällig in seinem drolligen Ambiente und ließ dabei jegliches Spannungsmoment vermissen, markiert "Darjeeling Limited" - das ist der Name eines gemütlichen Personenzugs, der Indien durchkreuzt - eine Rückkehr zu alter Form für den literarisch gewandten und stets um ein Höchstmaß an visueller Ausgefallenheit bemühten Regisseur. Tatsächlich setzt diese neue Ballade um entwurzelte Brüder, die schwer an den Altlasten der dominanten Eltern zu tragen haben, genau da ein, wo Andersons Geniestreich "Die Royal Tenenbaums" aufhörte: bei der Beerdigung des Patriarchen, der trotzdem eine allgegenwärtige Präsenz ist, wenn die jungen Männer dessen Aufsehen errgendes Louis-Vuitton-Reisegepäck über Stock und Stein hieven und sich außer Stande sehen, sich davon zu trennen.

Dabei befinden sich Francis, Peter und Jack eigentlich auf einer spirituellen Reise durch Indien, die dem ungleichen Trio von der traurigen Gestalt Erleuchtung und vor allem einen Neuanfang bringen soll. Was sich zunächst als Ding der Unmöglichkeit erweist, bis sie nach einem Eklat des Darjeeling Limited verwiesen werden und ein unerwarteter Todesfall sie zwingt, ihre Vergangenheit und sich selbst zu konfrontieren. All das hat Anderson, der diesmal das Drehbuch mit Co-Hauptdarsteller Jason Schwartzman und Roman Coppola geschrieben hat, mit gewohnt launigen Episoden, in denen Pfefferspray, eine entlaufene Kobra und Hustensaft mit besonders benebelnder Wirkung eine Rolle spielen, angereichert.

Das ist immer wieder komisch; ein Film zum Lachen ist diese unglaubliche Reise in einem verrückten Zug allerdings nicht. Obwohl Anderson es sich immer wieder gönnt, sich von der eigentlichen Handlung zu lösen und seine Figuren einfach nur treiben zu lassen, ist "Darjeeling Limited" nerviger und unmittelbarer als seine bisherigen Arbeiten: Es gibt eine rauhe Sexszene, und es wird sehr unvermittelt und schockierend gestorben. Vor allem aber schwingt über dem Prozedere trotz der kräftigen Farben, ausgefallenen Designs und der beschwingten Musik, die Anderson aus alten Bollywood-Filmen adaptiert hat, eine große Wehmut und Melancholie. Owen Wilson dabei als ältesten Bruder an der Seite von Schwartzman und dem erstmals in einem Anderson-Film spielenden Adrien Brody zu sehen, bandagiert, versehrt und voller Schrammen im Gesicht, trägt zur verzweifelten Stimmung bei und macht es unmöglich, den Film nicht im Kontext mit Wilsons Depression und Selbstmordversuch zu sehen. Spirituelle Erneuerung? In der Tat. ara .

Darsteller:  Owen Wilson   als Francis
  Jason Schwartzman   als Jack
  Adrien Brody   als Peter
  Anjelica Huston   als Patricia
  Camilla Rutherford   als Alice
  Amara Karan   als Rita
  Wallace Wolodarsky   als Brendan
  Irrfan Khan   als Dorfältester
  Bill Murray   als Geschäftsmann
  Barbet Schroeder   als Mechaniker
 
Regie:  Wes Anderson  
Buch:  Wes Anderson  
  Roman Coppola  
  Jason Schwartzman  
Musik:  Randall Poster  
Kamera:  Robert Yeoman  
Produzent:  Roman Coppola  
  Scott Rudin  
  Wes Anderson  
  Lydia Dean Pilcher  
 

The Darjeeling Limited in der Fotoshow

 

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Features

 

Star

Owen Wilson

Seine lässige nonchalante Art überspielt clever die gebrochene Nase, sein cooler Charme wirkt blitzartig, und das gewisse Etwas eines...

 

Star

Adrien Brody

Hochgewachsen, mit flinken, listigen und ständig lachenden Augen sowie kaum zu bändigenden schwarzen Locken und einem betont schlaksig lässigen...