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Kaufvideo
Erhältlich seit:
07.10.2004
Originaltitel: The Day After Tomorrow
USA 2004
Laufzeit: 119 Min.
FSK: ab 12
Dennis Quaid
Jake Gyllenhaal
Emmy Rossum
Regie: Roland Emmerich
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

Dass das Wetter eine Katastrophe ist, ist eine allgemeingültige Empfindung jenseits von Fiji Island. Wenn aber die nächste Klimalaune nicht gerade auf ein Wochenende fällt, bleibt man gelassen. Das genau ist aber das Problem, denn die kleinen Symptome sind Vorboten einer großen Krankheit. Wohin Ignoranz führen kann, zeigt Roland Emmerich, der als cleverer Trendseismologe erneut ein Thema spektakulär aufgreift, das wirklich in der Luft liegt. Was wäre, wenn das Klima nicht in Jahrhunderten, sondern in Tagen kippt? Dann tanzen Tornados auf dem Sunset Boulevard, überspült eine Flutwelle New York, erobert die Eiszeit den Planeten zurück. Die menschliche Sensationslust giert nach solchen Tableaus der Zerstörung und wird von Emmerich auch befriedigt. Millionen werden also dem Ruf ihrer Neugier folgen, auch wenn keiner erfahren wird, was nun übermorgen wirklich mit der Welt geschieht.
Wie bei allen Emmerich-Projekten seit "Independence Day" kennt die Erwartungshaltung dank massiver Marketingkampagnen keine Grenzen, das Budget aber schon. Deshalb beschränkt sich teures Desaster auf Minutenauftritte, herrscht eindrucksvoll, aber eingeschränkt Chaos im digital unterstützten Modelparadies, das keiner in Hollywood ökonomischer zerstören kann als der Mann aus Schwaben. In der ersten Stunde zeigt sich das Spektakel von seiner besten Seite, sorgt ein gewaltiger Eisabbruch in der Antarktis für die Abkühlung nordatlantischer Meeresströmungen und in der Folge für monströse Sturmtiefs, die den Planeten überziehen. Davon allerdings liefert "The Day After Tomorrow" nur geschickt dosierte Ausschnitte. Der Hagel in Tokio beschränkt sich auf eine 200-Quadratmeter-Katastrophe, deutlich in den Schatten gestellt von der Twister-Show in Los Angeles, in der sich die Himmelsschläuche flächendeckend für ein paar coole Momente austoben.
Die echten Moneyshots reserviert der Film für New York. Hier wird die Feuerwalze aus "Independence Day", die sich durch die Straßen in Richtung Kamera frisst, von einer gewaltigen Wasserwand ersetzt, die alles Leben ertränkt, das nicht schnell genug Höhe erreicht. In einer Bibliothek finden einige Überlebende Zuflucht, darunter ein Obdachloser mit nützlichen Survival-Tips, vor allem aber Sam (Jake Gyllenhaal), der Sohn des Klimaexperten Hall (Dennis Quaid), der den amerikanischen Vizepräsidenten vergeblich vor der nur Tage entfernten globalen Eiszeit warnt.
Die Rettung von Sam ist dem Film sichtbar wichtiger als die Rettung des Planeten, die vom Zuschauer erwartet, aber vom Drehbuch nicht angeboten wird. So drückt sich der Film mit einer temporären Bedrohung und der Aussicht auf Stabilisierung etwas vor seiner dramaturgischen Verantwortung, macht auch die beschwerliche Odyssee des besorgten Vaters in das pittoresk vereiste New York nicht zwingend, weil Quaid, einmal angekommen, dort tatsächlich niemand zu retten braucht. Mit einer Reihe kleinerer menschlicher Dramen wird für Ablenkung von den großen Fragen gesorgt. So kämpft Quaid mit brüchigem Glas und drohendem Absturz, Gyllenhaal mit der Blutvergiftung seiner Freundin und in einer spannenden, doch zu kurzen Sequenz mit hungrigen Wölfen, die ihm in einem vereisten Tanker mitten in New York den Zugang zum Medizinschrank verwehren.
Der Humor des Films ist im Unterschied zu "Independence Day" besser dosiert und zeigt in der ironischen Verkehrung Mexikos zum rettenden Flüchtlingsparadies einmal wirklich Größe. Das auch für den Film insgesamt und durchgehend zu erwarten, wäre als Anspruch zu hoch. Zwei Stunden kann man sich hier auf gutem Niveau unterhalten, aber die Welt verändern wird Emmerichs Katastrophenfilm, der zu den Besten seines Genres zählt, nicht. Auch wenn das vielleicht das Marketing versprochen hat. kob.
Was wäre wenn? Was wird sein? Wann wird es sein?
Klimatologe Jack Hall (Dennis Quaid) prophezeit den Beginn einer neuen Eiszeit, doch niemand glaubt ihm. Als jedoch Überschwemmungen, Hagel und Tornados weltweit bedrohlich zunehmen, wird klar, dass eine Verschiebung des globalen Klimas den Planeten bedroht. Da Jacks Sohn Sam (Jake Gyllenhaal) sich mitten in der Gefahrenzone New York befindet, beginnt Jack einen gefahrvollen Wettlauf gegen den größten Feind des Menschen: Die Natur!
Quelle: Fox
| Darsteller: | Dennis Quaid | als Jack Hall | |
|---|---|---|---|
| Jake Gyllenhaal | als Sam Hall | ||
| Emmy Rossum | als Laura Chapman | ||
| Dash Mihok | als Jason Evans | ||
| Jay O. Sanders | als Frank Harris | ||
| Sela Ward | als Dr. Lucy Hall | ||
| Austin Nichols | als J.D. | ||
| Arjay Smith | als Brian Parks | ||
| Tamlyn Tomita | als Janet Tokada | ||
| Sasha Roiz | als Parker | ||
| Sir Ian Holm | als Terry Rapson | ||
| Nassim Sharara | als Saudischer Delegierter | ||
| Carl Alacchi | als Venezuelischer Delegierter | ||
| Kenneth Welsh | als Vizepräsident Becker | ||
| Michael A. Samah | als Saudischer Übersetzer | ||
| Robin Wilcock | als Tony | ||
| Jason Blicker | als Paul | ||
| Kenneth Moskow | als Bob | ||
| Tim Hamaguchi | als Taka | ||
| Glenn Plummer | als Luther | ||
| Adrian Lester | als Simon | ||
| Richard McMillan | als Dennis | ||
| Nestor Serrano | als Gomez | ||
| Sylvain Landry | als Wissenschaftsoffizier | ||
| Chris Britton | als Vorsteen | ||
| Vlasta Vrana | als Booker (MPC) | ||
| Pauline Little | als Lanson | ||
| Alan Fawcett | als Commander Daniels | ||
| Regie: | Roland Emmerich | ||
| Buch: | Roland Emmerich | ||
| Jeffrey Nachmanoff | |||
| Musik: | Harald Kloser | ||
| Kamera: | Ueli Steiger | ||
| Produzent: | Mark Gordon | ||
| Roland Emmerich | |||
The Day After Tomorrow (Einzel-DVD) in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts, Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1/dts
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Exklusives Interview mit Roland Emmerich, Dokumentation "Alien vs. Predator: Effects Behind The Scenes", 2 Audio-Kommentare
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