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The Day After Tomorrow

Roland Emmerichs Katastrophenfilm über eine Welt, die von Fluten, Stürmen und einer neuen Eiszeit heimgesucht wird.


The Day After Tomorrow

Leihvideo

Erhältlich seit:
30.09.2004

Originaltitel: The Day After Tomorrow

Science Fiction/ Drama

USA 2004
Laufzeit: 119 Min.
FSK: ab 12

Dennis Quaid
Jake Gyllenhaal
Emmy Rossum

Regie: Roland Emmerich
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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"Independence Day" war gestern: In seinem neuesten Effekte-Epos lässt Roland Emmerich die Eiszeit anbrechen.

Gegen die Macht der Natur hat der Mensch keine Chance (Foto: Fox) Großansicht

Gegen die Macht der Natur hat der Mensch keine Chance (Foto: Fox)

Wenn es um Welt umspannende Katastrophen geht, gibt es einfach keinen Besseren als Roland Emmerich. Sieben Jahre, nachdem Deutschlands Antwort auf Steven Spielberg im Zuge der erfolgreichsten Alien-Invasion der Kinogeschichte Wahrzeichen Amerikas platt wie einen Parkplatz machte, als sei es die leichteste aller filmischen Übungen, kriegt "Independence Day" vom eigenen Schöpfer Konkurrenz.

Mit dem feinen Unterschied, dass die Katastrophe in "The Day After Tomorrow" nicht extraterrestrischer, sondern hausgemachter Natur ist: Eben jene ist es nämlich, die verrückt spielt in diesem unfassbaren Spektakel, das "Twister" aussehen lässt wie einen Sturm im Wasserglas.

Jake Gyllenhaal und Emmy Rossum ahnen, dass eine Katastrophe in der Luft liegt (Foto: Fox) Großansicht

Jake Gyllenhaal und Emmy Rossum ahnen, dass eine Katastrophe in der Luft liegt (Foto: Fox)

Kühlschrank-Spektakel

Mutter Natur sorgt dafür, dass gleich mehrere Hurricanes durch Los Angeles wüten, dass eine gewaltige Flutwelle New York City zum größten Aquarium der Welt macht und eine neue Eiszeit die nördliche Hälfte der USA in einen Kühlschrank verwandelt.

Aber Roland Emmerich wäre nicht Roland Emmerich, wenn er es beim bloßen Spektakel beließe. Man muss nicht erst mit dem Pickel Eisschichten abtragen, um auf die vielleicht herzerwärmenste Geschichte seiner Karriere zu stoßen.

Zu allem entschlossen: Dennis Quaid will seinen Sohn retten (Foto: Fox) Großansicht

Zu allem entschlossen: Dennis Quaid will seinen Sohn retten (Foto: Fox)

Held rettet Kultstar

Im Mittelpunkt der 125-Mio.-Dollar-Produktion steht nämlich nicht ungeheuer viel schlechtes Wetter: Vielmehr erzählt Emmerich von dem Klimatologen Jack Hall, gespielt von dem einmal mehr hervorragenden Dennis Quaid, der nicht nur eine Lösung finden muss, wie sich die Natur wieder versöhnlich stimmen lässt, sondern auch den beschwerlichen Treck von Washington in das Gefrierfach New York antritt, um seinen dort von der Außenwelt abgeschnittenen Sohn Sam (Jake Gyllenhaal aus dem Kulthit "Donnie Darko") zu retten.

Ein Heldenepos von ungeheuerlichen Ausmaßen erwartet den Zuschauer also, das einen ernsten Kern hat. Denn das Problem der globalen Erwärmung lässt sich nicht so leicht hinwegfegen wie das Hollywood-Zeichen, mit dessen Zerstörung Emmerich die Mutter aller Katastrophenfilme einleitet.

The Day After Tomorrow

Dass das Wetter eine Katastrophe ist, ist eine allgemeingültige Empfindung jenseits von Fiji Island. Wenn aber die nächste Klimalaune nicht gerade auf ein Wochenende fällt, bleibt man gelassen. Das genau ist aber das Problem, denn die kleinen Symptome sind Vorboten einer großen Krankheit. Wohin Ignoranz führen kann, zeigt Roland Emmerich, der als cleverer Trendseismologe erneut ein Thema spektakulär aufgreift, das wirklich in der Luft liegt. Was wäre, wenn das Klima nicht in Jahrhunderten, sondern in Tagen kippt? Dann tanzen Tornados auf dem Sunset Boulevard, überspült eine Flutwelle New York, erobert die Eiszeit den Planeten zurück. Die menschliche Sensationslust giert nach solchen Tableaus der Zerstörung und wird von Emmerich auch befriedigt. Millionen werden also dem Ruf ihrer Neugier folgen, auch wenn keiner erfahren wird, was nun übermorgen wirklich mit der Welt geschieht.

Wie bei allen Emmerich-Projekten seit "Independence Day" kennt die Erwartungshaltung dank massiver Marketingkampagnen keine Grenzen, das Budget aber schon. Deshalb beschränkt sich teures Desaster auf Minutenauftritte, herrscht eindrucksvoll, aber eingeschränkt Chaos im digital unterstützten Modelparadies, das keiner in Hollywood ökonomischer zerstören kann als der Mann aus Schwaben. In der ersten Stunde zeigt sich das Spektakel von seiner besten Seite, sorgt ein gewaltiger Eisabbruch in der Antarktis für die Abkühlung nordatlantischer Meeresströmungen und in der Folge für monströse Sturmtiefs, die den Planeten überziehen. Davon allerdings liefert "The Day After Tomorrow" nur geschickt dosierte Ausschnitte. Der Hagel in Tokio beschränkt sich auf eine 200-Quadratmeter-Katastrophe, deutlich in den Schatten gestellt von der Twister-Show in Los Angeles, in der sich die Himmelsschläuche flächendeckend für ein paar coole Momente austoben.

Die echten Moneyshots reserviert der Film für New York. Hier wird die Feuerwalze aus "Independence Day", die sich durch die Straßen in Richtung Kamera frisst, von einer gewaltigen Wasserwand ersetzt, die alles Leben ertränkt, das nicht schnell genug Höhe erreicht. In einer Bibliothek finden einige Überlebende Zuflucht, darunter ein Obdachloser mit nützlichen Survival-Tips, vor allem aber Sam (Jake Gyllenhaal), der Sohn des Klimaexperten Hall (Dennis Quaid), der den amerikanischen Vizepräsidenten vergeblich vor der nur Tage entfernten globalen Eiszeit warnt.

Die Rettung von Sam ist dem Film sichtbar wichtiger als die Rettung des Planeten, die vom Zuschauer erwartet, aber vom Drehbuch nicht angeboten wird. So drückt sich der Film mit einer temporären Bedrohung und der Aussicht auf Stabilisierung etwas vor seiner dramaturgischen Verantwortung, macht auch die beschwerliche Odyssee des besorgten Vaters in das pittoresk vereiste New York nicht zwingend, weil Quaid, einmal angekommen, dort tatsächlich niemand zu retten braucht. Mit einer Reihe kleinerer menschlicher Dramen wird für Ablenkung von den großen Fragen gesorgt. So kämpft Quaid mit brüchigem Glas und drohendem Absturz, Gyllenhaal mit der Blutvergiftung seiner Freundin und in einer spannenden, doch zu kurzen Sequenz mit hungrigen Wölfen, die ihm in einem vereisten Tanker mitten in New York den Zugang zum Medizinschrank verwehren.

Der Humor des Films ist im Unterschied zu "Independence Day" besser dosiert und zeigt in der ironischen Verkehrung Mexikos zum rettenden Flüchtlingsparadies einmal wirklich Größe. Das auch für den Film insgesamt und durchgehend zu erwarten, wäre als Anspruch zu hoch. Zwei Stunden kann man sich hier auf gutem Niveau unterhalten, aber die Welt verändern wird Emmerichs Katastrophenfilm, der zu den Besten seines Genres zählt, nicht. Auch wenn das vielleicht das Marketing versprochen hat. kob.

Darsteller:  Dennis Quaid   als Jack Hall
  Jake Gyllenhaal   als Sam Hall
  Emmy Rossum   als Laura Chapman
  Dash Mihok   als Jason Evans
  Jay O. Sanders   als Frank Harris
  Sela Ward   als Dr. Lucy Hall
  Austin Nichols   als J.D.
  Arjay Smith   als Brian Parks
  Tamlyn Tomita   als Janet Tokada
  Sasha Roiz   als Parker
  Sir Ian Holm   als Terry Rapson
  Nassim Sharara   als Saudischer Delegierter
  Carl Alacchi   als Venezuelischer Delegierter
  Kenneth Welsh   als Vizepräsident Becker
  Michael A. Samah   als Saudischer Übersetzer
  Robin Wilcock   als Tony
  Jason Blicker   als Paul
  Kenneth Moskow   als Bob
  Tim Hamaguchi   als Taka
  Glenn Plummer   als Luther
  Adrian Lester   als Simon
  Richard McMillan   als Dennis
  Nestor Serrano   als Gomez
  Sylvain Landry   als Wissenschaftsoffizier
  Chris Britton   als Vorsteen
  Vlasta Vrana   als Booker (MPC)
  Pauline Little   als Lanson
  Alan Fawcett   als Commander Daniels
 
Regie:  Roland Emmerich  
Buch:  Roland Emmerich  
  Jeffrey Nachmanoff  
Musik:  Harald Kloser  
Kamera:  Ueli Steiger  
Produzent:  Mark Gordon  
  Roland Emmerich  

Die Apokalypse naht

...und Hollywood ist natürlich live dabei.

Michael Bay kennt keine Skrupel: Er filmt den Weltuntergang (Foto: Universum) Großansicht

Michael Bay kennt keine Skrupel: Er filmt den Weltuntergang (Foto: Universum)

Michael Bay und Warner werden den noch unveröffentlichten Science-Fiction-Roman "2012: The War of Souls" verfilmen. Der für Spezialeffekte und Actionszenen bekannte Regisseur von "Armageddon - Das jüngste Gericht" und "Pearl Harbor" übernimmt die Produktion und führt wahrscheinlich selbst bei dem Endzeit-Thriller Regie.

Alten Prophezeiungen zufolge soll es in dem Jahr 2012 einen großen Wandel in der Menschheitsgeschichte geben. Der Maya-Kalender verkündet das Ende der bestehenden Weltordnung. Nostradamus sagte für den blauen Planeten bis spätestens 2012 einen verheerenden Kometeneinschlag voraus.

Der katholische Heilige Malchy prophezeite für dieses Jahr die Ankunft des letzten Papstes, der zum jüngsten Gericht antritt. So mancher Verschwörungstheorie-Anhänger glaubt für das besagte Jahr sogar an die Invasion von Aliens.

Das Jahr 2012 verheißt nichts Gutes

Sogar seriöse Nasa-Wissenschaftler warnen vor einer Umpolung der Magnetfelder. Für 2012 erwarten Forscher extrem starke Sonnenstürme und spekulieren, dass diese das geomagnetische Gleichgewicht der Erde aus dem Gleichgewicht bringen könnten. Hat die Erde erst einmal begonnen sich in die andere Richtung zu drehen, drohen gewaltige Naturkatastrophen von ungeahntem Ausmaß.

Was genau in Whitley Striebers Science-Fiction-Roman steht, wissen bisher nur wenige. Der Erfolgsautor lieferte schon zu manchem Blockbuster wie "The Day After Tomorrow" die Vorlage. Michael Bay war jedenfalls mit dem Roman "2012: The War of Souls" in Hollywood bereits auf der Suche nach Partnern. Mit Alex Kurtzman und Roberto Orci, die unter anderem das Drehbuch für "Mission: Impossible III" geschrieben haben, wurde der Regisseur fündig. Sie wollen koproduzieren und das Script entwickeln.

 

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