DVD (Director's Cut, 2 DVDs) Kaufvideo

The Devil's Rejects

Unerbittliche Fortsetzung von "House of 1000 Corpses", in dem die bizarre Familie Firefly on the road für nackten Terror im amerikanischen Hinterland sorgt.


The Devil's Rejects (Director's Cut, 2 DVDs)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
07.04.2006

Originaltitel: The Devil's Rejects

Action/ Horror

USA 2005
Laufzeit: 106 Min.
FSK: k.J. (keine Jugendfreigabe)

Sid Haig
Bill Moseley
Sheri Moon

Regie: Rob Zombie
Sunfilm Entertainment

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Unerbittliche Fortsetzung von "House of 1000 Corpses", in dem die bizarre Familie Firefly on the road für nackten Terror im amerikanischen Hinterland sorgt.

Da hat wohl jemand Bekanntschaft mit den Fireflys gemacht (Foto: Tiberius) Großansicht

Da hat wohl jemand Bekanntschaft mit den Fireflys gemacht (Foto: Tiberius)

Im Jahr 1978 hat sich die Psychopathen-Familie Firefly den Weg aus ihrer von Sheriff Wydell (William Forsythe) und seinen Mannen umstellten Farm freigeschossen. Daraufhin flüchtet das Trio zum nächstbesten Motel. Dort nehmen die mordlustigen Bestien auch gleich mal eine Musikertruppe als Geiseln.

In der Zwischenzeit erfährt der nunmehr zur Verhaftung wild entschlossene Sheriff von der verhafteten Mutter Firefly (Leslie Easterbrook) und zwei Schlägern den Aufenthaltsort seiner Flüchtlinge, schließt das Gesetzbuch weg und schreitet zur biblischen Rache.

Die Fireflys machen es sich in fremden Häusern gemütlich (Foto: Tiberius) Großansicht

Die Fireflys machen es sich in fremden Häusern gemütlich (Foto: Tiberius)

Gekonnt fortgesetzt

"The Devil's Rejects" ist unerbittlich und weitaus effektiver und stimmiger als sein Vorgänger "House of 1000 Corpses", in dem die bizarre Familie Firefly auf der Flucht vor dem Sheriff für nackten Terror im amerikanischen Hinterland sorgt.

Regisseur Rob Zombie inszeniert seine Genrezitatensammlung als Rachethriller par excellence und gönnt sich eine zwiespältige Ambivalenz, vor der das eigentlich konservative Genre längst zurückschreckt.

The Devil's Rejects (Director's Cut, 2 DVDs)

Rob Zombie macht seinem wüsten Namen erneut alle Ehre und widmet die quasi-Fortsetzung zu "Haus der 1000 Leichen" ganz Captain Spauldings berüchtigte Familienbande, die bei ihrer Flucht vor der texanischen Polizei als Geiselschinder zu wahrer Größe aufläuft. Eine sarkastische, harte Hommage an die Grindhouse-Horrorsiebziger mit ihrer nihilistischen Metaphorik und insbesondere Wes Cravens wildes Frühwerk, "The Hills Have Eyes" und "Last House on the Left".

Im Ton weit herber als der überinszenierte Vorgänger, eine Art Best-of-Show der Horrorgeschichte, startet "The Devil's Rejects" 1978, kurz nach den Ereignissen auf der Farm der Familie Firefly, die von den Mannen des Sheriffs Wydell (William Forsythe) umstellt wird. Spaulding (Sid Haig), Otis (Bill Moseley) und Baby (Rob Zombies Gattin Sheri Moon) schießen sich den Weg frei und flüchten über die staubigen Straßen zum nächstbesten Motel, wo sie eine Musikertruppe als Geiseln nehmen. Von der verhafteten Mutter Firefly und zwei ranzigen Schlägern (darunter Danny Trejo) erfährt der nunmehr zur Verhaftung wild entschlossene Sheriff ihren Aufenthaltsort, schließt das Gesetzbuch weg und schreitet zur biblischen Rache. Der Clan hat seine Geiseln derweil beerdigt und fährt zum nächsten Versteck, dem muffigen Pornoschuppen von Zuhälter Charlie (Ken Foree), wo die Teufel in Wydell schließlich ihren Meister finden.

Rob Zombie vollzieht den amerikanischen Backwood-Sadismus als Rachethriller par excellence, geizt mit Sympathien und gönnt sich eine zwiespältige Ambivalenz, vor der das eigentlich konservative Genre längst zurückschreckt. Die maßlos überzogenen Gewaltauswüchse der vordergründig grimmigen Reise in Sub- und Antikulturen sind schwerer verdaulich geworden, aber auch augenzwinkernder und cineastischer, als der erste blutige Eindruck vermittelt. Eigenwillige Poesie, rabenschwarze Satire und fast vergessene Darsteller in sensationeller Spiellaune (v.a. Ken Foree im Duett mit Sid Haig) beschwören eine morbide, amoralische Americana. Wem Zombies wahre Sympathie gilt, zeigt das in der Apotheose der dysfunktionalen Familie gipfelnde "Bonnie & Clyde"-Finale. Man tötet, was man liebt. tk.

Darsteller:  Sid Haig   als Captain Spaulding
  Bill Moseley   als Otis Driftwood
  Sheri Moon   als Baby
  Matthew McGrory   als Tiny
  William Forsythe   als Sheriff John Wydell
  Leslie Easterbrook   als Mutter Firefly
  Dave Sheridan   als Officer Ray Dobson
  Lew Temple   als Adam Banjo
  Kate Norby   als Wendy Banjo
  Geoffrey Lewis   als Roy Sullivan
  Priscilla Barnes   als Gloria Sullivan
  Brian Posehn   als Jimmy
  Jossara Jinaro   als Maria
  Dallas Page   als Billy Ray Snapper
  Danny Trejo   als Rondo
  P.J. Soles   als Susan
  Ginger Lynn Allen   als Fanny
  Michael Berryman   als Clevon
  Kelvin Brown   als Bubba
  Elizabeth Daily   als Candy
  Rosario Dawson  
  Ken Foree   als Charlie Altamont
  Natasha Lyonne   als Candy
 
Regie:  Rob Zombie  
Buch:  Rob Zombie  
Musik:  Tyler Bates  
  Rob Zombie  
Kamera:  Phil Parmet  
Produzent:  Mike Elliot  
  Andy Gould  
  Michael Ohoven  
  Marco Mehlitz  
  Rob Zombie  
 

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