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Erhältlich seit:
28.08.2009
Originaltitel: The Fall
Indien/Großbritannien/USA 2006
Laufzeit: 111 Min.
FSK: ab 12
Lee Pace
Catinca Untaru
Justine Waddell
Regie: Tarsem Singh
Capelight Pictures

Zwei Jahre nach der Berlinaleaufführung kommt Tarsem Singhs Nachfolger für "The Cell" in die Kinos. Das Warten auf dieses fantastische Märchen hat sich gelohnt, erhebt sich "The Fall" doch hoch aus der Masse der Kinokonfektion.
Schon die ersten perfekt durchkomponierten Minuten gehören zum Schönsten, was man seit Jahren gesehen hat. Eine Eisenbahn verharrt dampfend auf einer Brücke, während auf den Schienen der verlängerte Arm eines Krans, ein weit hinunter ins Tal greifendes Seil, ein Pferd aus einem Fluß zieht. Das ist der titelgebende Fall, der physische Ausdruck davon, der mit einem psychischen Absturz korrespondiert. Involviert ist Stuntman Roy (Lee Pace aus der Serie "Pushing Daisies"), der sich nach diesem Filmstunt die Beine gebrochen hat, sie vielleicht nie mehr bewegen kann. Schauplatz ist Kalifornien 1915, die Goldgräberzeit Hollywoods, in der D.W. Griffith "Birth of a Nation" drehte und der Stummfilm jeden bekannten narrativen Rahmen sprengte. Im Hospital lernt Roy die kleine Alexandria (niedlich, natürlich, begabt: Catinca Untaru) kennen, auch sie Opfer eines Sturzes. Ihr beginnt er Geschichten zu erzählen. Erst von Alexander, dem Großen, phonetisch nahe liegend, aber weltgeschichtlich auch ein großer Träumer, den Tarsem in ein wuchtiges Tableau platziert von rot-weißem Wüstensand und sattem Himmelblau. Das ist der Appetizer für die Hauptgeschichte von fünf Männern aus verschiedenen Kulturkreisen, die Rache nehmen wollen an einem mächtigen Mann, der ihr Leben zerstörte. Die Erzählung wird beeinflusst und unterbrochen von den Ereignissen im Hospital. Jede fiktive Figur hat eine Entsprechung in der wirklichen Welt. So ist Roy auch der maskierte Bandit, der das Heldenquintett führt, und sein Todfeind auch der Mann, der ihm auf der realen Ebene die große Liebe stahl. Die Fantasie bestimmt den Weg, den die Geschichte nimmt, in der schwimmende Elefanten die Helden befreien, mystische Männer sich aus leblosen Bäumen schälen, Sklavenkarawanen durch majestätische Wüsten ziehen, Prinzessinen entführt und Paläste erstürmt werden. Je weiter man aber in die Story, in ihr Herz, vordringt, desto stärker steuert sie das des Erzählers, der unaufhaltsam in eine tiefe Depression fällt. Auf der Basis des bulgarischen Films "Yo Ho Ho" inszeniert, ist Tarsems von David Fincher und Spike Jonze präsentierter Film weitgehend selbst finanziert. Ein echtes Wunder wie auch die Kostüme von Eiko Ishioka, die so markant sind wie in "The Cell" und Coppolas "Dracula", der auch musikalisch zitiert wird. "The Fall" ist ein gewaltiger Film, ein vier Jahre in über 20 Ländern gedrehter Bildersturm von grandioser Landschaft und Architektur, ohne Furcht vor Kitsch und Posing. Und gleichzeitig ein intimer, der die Macht der Fantasie feiert. Tarsem verbeugt sich vor dem Stummfilm, seinem Pathos, seinen Helden, von Keaton bis Valentino, aber auch vor dem großen Ludwig van. Beethovens elegisches Allegretto aus der 7. Sinfonie dominiert den Film, dessen größte Leistung am Ende ist, das man nicht weiß, was schöner ist - die Töne oder die Bilder. kob.
Los Angeles, 1915. Der Stuntman Roy Walker (LEE PACE) liegt nach einem missglückten Stunt im Krankenhaus. Viel schlimmer als die gebrochenen Beine schmerzt ihn jedoch der Verlust seiner großen Liebe, die ihn für einen anderen Mann verlassen hat. Im Krankenhaus trifft Roy auf die kleine Alexandria (CATINCA UNTARU). Er beginnt, dem Mädchen eine phantastische Geschichte über fünf mythische Helden zu erzählen, die gemeinsam einen Rachefeldzug gegen den korrupten Gouverneur Odious planen. Je weiter er die Geschichte erzählt, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Fiktion und Realität. Doch Roy will ihr die Geschichte nicht zu Ende erzählen - es sei denn, Alexandria stiehlt ihm eine tödliche Dosis Morphium aus dem Medizinschrank.
Quelle: Capelight
Bonus: Audiokommentar von Regisseur Tarsem Singh, Audiokommentar von den Drehbuchautoren Nico Soultanakis und Dan Gilroy sowie Darsteller Lee Pace, Dokumentation: Nostalgia (30 min), Dokumentation: Wanderlust (28 min), Entfallene Szenen (2 min), Interviews (11 min), Kinotrailer in Deutsch und Englisch
Quelle: Capelight
| Darsteller: | Lee Pace | als Roy Walker/ Blue Bandit | |
|---|---|---|---|
| Catinca Untaru | als Alexandria | ||
| Justine Waddell | als Schwester Evelyn | ||
| Robin Smith | als Luigi | ||
| Julian Bleach | als Orangenpflücker | ||
| Leo Bill | als Darwin | ||
| Emil Hostina | als Alexandrias Vater | ||
| Sean Gilder | als Walt Purdy | ||
| Ronald France | als Otto | ||
| Grant Swanby | als Pater Augustine | ||
| Aiden Lithgow | als Alexanders Bote | ||
| Regie: | Tarsem Singh | ||
| Buch: | Tarsem Singh | ||
| Dan Gilroy | |||
| Nico Soultanakis | |||
| Musik: | Krishna Levy | ||
| Kamera: | Colin Watkinson | ||
| Produzent: | Tarsem Singh | ||
The Fall (Einzel-DVD) in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Audiokommentare, Trailer, Dokumentationen, Entfallene Szenen, Interviews
Bonus: Audiokommentar von Regisseur Tarsem Singh, Audiokommentar von den Drehbuchautoren Nico Soultanakis und Dan Gilroy sowie Darsteller Lee Pace, Dokumentation: Nostalgia (30 min), Dokumentation: Wanderlust (28 min), Entfallene Szenen (2 min), Interviews (11 min), Kinotrailer in Deutsch und Englisch
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