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The Fan

Psychothriller mit Robert De Niro als Verlierertyp Gil Renard, der zumindest seinem Baseball-Idol auf die Beine helfen möchte.


The Fan

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Erhältlich seit:
02.10.2008

Originaltitel: The Fan

Thriller

USA 1996
Laufzeit: 111 Min.
FSK: ab 12

Robert De Niro
Wesley Snipes
Ellen Barkin

Regie: Tony Scott
Highlight Communications (Deutschland)

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The Fan

Gil Renard, desillusionierter Messervertreter, scheint das Pech zu verfolgen. Erst verliert er seinen Job, dann das Besuchsrecht für seinen Sohn und schließlich auch noch jeden Sinn für die Realität. Statt dessen entwickelt der Baseballfan eine teuflische Obsession für Starspieler Bobby Rayburn. Um diesem aus einer Formkrise zu helfen, ermordet Gil dessen Teamkonkurrenten. Asl Rayburn sich weigert, sich bei seinem größten Fan für die Bluttat zu bedanken, kidnappt Renard dessen Sohn.

Mit seinem Psychothriller erweist sich Tony Scott ("Crimson Tide") wieder als Genre-Experte und Meister des Hochspannungskinos. "The Fan" ist das beeindruckende Porträt des kleinen Mannes, der durch eine Reihe von Schicksalsschlägen zum gemeingefährlichen Psychopathen mutiert. Eine Paraderolle für Robert De Niro, der zudem in Wesley Snipes einen ebenbürtigen Partner hat in dieser effektvoll in Szene gesetzten Studie eines Amokläufers.

The Fan

Seinem beeindruckenden Repertoire an perfiden Psychopathen kann Ausnahmedarsteller Robert DeNiro nunmehr mit seinem Part als obsessiver Baseballfanatiker mit einer krankhaften Fixerung auf Wesley Snipes ein weiteres Highlight hinzufügen. Am Steuer der mit Reizen nicht geizenden Inszenierung des schnittigen Psychothrillers sitzt der Hochglanz-Virtuose Tony Scott, der seine polierte Werbefilm-Ästhetik nach Blockbustern wie "Top Gun", "Tage des Donners" oder zuletzt "Crimson Tide" auch hier effektvoll zum Einsatz bringt.

Ein Boxoffice-Homerun steht trotz der beteiligten Namen nicht hundertprozentig in den Kinokarten, da sich die auf dem von Peter Abrahams Roman basierende Story nach vielversprechender Anfangsphase doch allzu sehr damit zufrieden gibt, als eher vorhersehbares Genreprodukt für formelhaften Grusel zu sorgen. Scotts Problem ist es, daß seine Produktion so aufdringlich perfekt ist, daß sie den Schauspielern kaum den nötigen Raum gibt, um ihre Charaktere in all ihren Facetten zu entfalten. Da bedarf es schon eines Robert DeNiro, um dem dicken Mainstream Kontur zu verpassen.

DeNiros deformierter Psycho ist eine perfekte Kombination seiner Scorsese-Antihelden: Mit Travis Bickle aus "Taxi Driver" verbindet ihn die beinahe anrührende Verletzlichkeit des getretenen Outcasts, gleich Rupert Pupkin aus "King of Comedy" versucht er seine eigenen Unzulänglichkeiten mit einer Starfixierung zu verdrängen, und an Max Cady aus "Kap der Angst" erinnert seine schonungslose Brutalität und Kaltblütigkeit. Und doch ist sein Messerverkäufer Gil Renard ein völlig neuer Typ, ganz als wäre Willy Loman plötzlich die Hauptfigur in "Falling Down".

Die Opening-Szene (spekulativ mit "Sympathy for the Devil" unterlegt) zeigt Gil und den neuen Star des Baseballteams der San Francisco Giants, Bobby Rayburn (Wesley Snipes) im Gegenschnitt, wie sie sich auf dem Weg in ihre Arbeit via einer Radiosportshow erstmals telefonisch unterhalten. In seinem Arbeitsalltag ist Gil konstanten Demütigungen ausgesetzt und versucht verzweifelt, ein Verkaufstief zu überwinden. Rayburn glaubt indes, die in ihn gesetzten Erwartungen auf dem Spielfeld nicht erfüllen zu können, da seine angestammte Teamnummer bereits an den Spieler Primo (Benicio del Toro) vergeben ist. Als Gil schließlich seinen Job und das Besuchsrecht für seinen kleinen Sohn verliert, sieht er rot . Er ermordet Primo, erschleicht sich Rayburns Vertrauen und setzt aus Enttäuschung über seine mangelnde Dankbarkeit mit dem Kidnapping von Bobbys Sohn die Kneifzange an.

In dem Moment, in dem bei Renard der Wahnsinn überhand nimmt, verliert auch der Film seine Power: War "The Fan" zuvor noch eine pervers komische Charakterstudie, in der man bereit war, De Niro seine Sympathien entgegenzubringen, verliert der Film bei seinem Schritt hin zum Horrorfilm à la "Eine verhängnisvolle Affäre". So raffiniert die letzte halbe Stunde mit ihrem aufregenden Showdown mitten auf dem Baseballfeld auch angelegt ist, so mechanisch spult Scott gleichzeitig die Thriller-Klischees ab, die wie in einem Vakuum verpuffen. Letztlich bleibt sein ambitionierter Film so schizophren wie sein Antiheld. ara.

The Fan

Der Messervertreter Gil Renard (Robert De Niro) ist ein fanatischer Baseball-Fan, und sein Lieblingsbaseballer ist
Bobby Raburn (Wesley Snipes) von den San Francisco Giants. Doch beruflich und privat will es bei Gil nicht
klappen: Erst verliert er seinen Job und dann noch das Besuchsrecht für seinen Sohn. Er verrennt sich immer
weiter in seine Besessenheit für Starspieler Bobby und scheut dabei auch nicht vor Mord und Entführung zurück.

Quelle: Highlight

Interviews (ca. 5 Min.), Blick hinter die Kulissen (ca. 6 Min.), B-Roll (ca. 9 Min.), Darstellerinfos

Quelle: Highlight

Darsteller:  Robert De Niro   als Gil Renard
  Wesley Snipes   als Bobby Rayburn
  Ellen Barkin   als Jewel Stern
  John Leguizamo   als Manny
  Benicio Del Toro   als Juan Primo
  Patti D'Arbanville   als Ellen Renard
  Chris Mulkey  
  Andrew J. Ferchland  
  Brandon Hammond  
  Charles Hallahan  
  Dan Butler  
  Kurt Fuller  
  Frank Medrano  
  Michael Jace  
  Don S. Davis  
  John Kruk  
  Brad Henke  
  Stoney Jackson  
  Drew Snyder  
 
Regie:  Tony Scott  
Buch:  Phoef Sutton  
Musik:  Hans Zimmer  
Kamera:  Dariusz Wolski  
Produzent:  Wendy Finerman  
 

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Features

 

Star

Robert De Niro

Ausnahmeschauspieler, Chamäleon, legitimer Nachfolger des Jahrhundertmimen Marlon Brando: Für den 1943 in New York geborenen Robert De Niro...

 

Star

Wesley Snipes

Gnadenloser Vampirjäger ("Blade" und zwei Sequels), Automechaniker auf der Flucht ("Auf der Jagd"), eingefrorener Schwerverbrecher, der in...