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Leihvideo
Erhältlich seit:
27.02.2006
Originaltitel: The Five Senses
Kanada 1999
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 12
Mary-Louise Parker
Philippe Volter
Gabrielle Rose
Regie: Jeremy Podeswa
cmv-Laservision

Nach "Eclipse" ein neuer Film des Kanadiers Jeremy Podeswa, der die Schicksale fünf unterschiedlicher Menschen feinsinnig zu einem melancholischen Reigen verwebt. Die Reise in seelische Untiefen ist kompliziert, zieht aber von Anfang bis Ende in Bann.
Ausgangspunkt für die Konfrontation mit dem eigenen Ego ist das mysteriöse Verschwinden eines kleinen Mädchens in Toronto, mit dem fünf Bewohner eines Mietshauses in irgendeiner Weise verbunden sind. Die Mutter des Kindes lässt sich von der Physiotherapeutin Ruth massieren, deren pubertierende Tochter Rachel folgt im Park voyeuristisch einem Paar und vergisst dabei, auf die Kleine aufzupassen, die plötzlich wie vom Erdboden verschluckt ist. Während Medien und Polizei in Aktion treten, kriegt Ruths Nachbarin Rona, eine phantasievolle Edel-Konditorin, unerwarteten Besuch von ihrem italienischen Urlaubs-Lover, ihr bester Freund Robert, der bisexuelle Raumpfleger für die Reichen der Stadt, sucht unermüdlich nach dem Geruch der Liebe und trifft sich mit seinen männlichen und weiblichen Verflossenen, der Augenarzt Richard verliert langsam sein Gehör und versucht, aus dem Gedächtnis eine "Bibliothek" an Geräuschen zu installieren. Erst die Begegnung mit einer befreundeten Prostituierten holt ihn aus der Einsamkeit.
Die Protagonisten repräsentieren die fünf Sinne: Fühlen, Sehen, Schmecken, Riechen und Hören. Aber nicht in Art einer simplen Aufzählung, sondern die Beobachtung, wie die Einzelnen mit ihren Sinnen umgehen, leitet über zu ihren Schwächen, Stärken und Unsicherheiten. Alle durchleben eine Krise, stoßen an die Grenzen der Gefühle, sind auf sich selbst zurückgeworfen und einem schmerzhaften Selbsterkennungsprozess ausgeliefert - ohne Möglichkeit zur Flucht. Jeremy Podeswa jongliert souverän mit diversen Erzählsträngen und Ebenen, verknüpft sie zu einem fulminanten Ganzen. Es geht um Suche - nicht nur nach dem Mädchen, das nach drei Tagen putzmunter wieder auftaucht, sondern auch um die verzweifelte Suche nach Liebe und Sexualität, Anerkennung und Verständnis. Der manchmal leicht ironische, immer aber warmherzige Blick auf das Allzumenschliche, nimmt gefangen. Das Schauspiel-Ensemble, allen voran Mary Louise Parker als mit ihren Emotionen kämpfende junge Frau, überzeugt. Von einem erwachsenen Arthouse-Publikum sollte dieses Kleinod Zuspruch erhalten. mk.
| Darsteller: | Mary-Louise Parker | als Rona | |
|---|---|---|---|
| Philippe Volter | als Richard | ||
| Gabrielle Rose | als Ruth | ||
| Daniel MacIvor | als Robert | ||
| Nadia Litz | als Rachel | ||
| Molly Parker | als Anna Miller | ||
| Marco Leonardi | als Roberto | ||
| Pascale Bussières | als Gail | ||
| Brendan Fletcher | als Rupert | ||
| Regie: | Jeremy Podeswa | ||
| Buch: | Jeremy Podeswa | ||
| Musik: | Alex Pauk | ||
| Alexina Louie | |||
| Kamera: | Gregory Middleton | ||
| Produzent: | Camelia Frieberg | ||
| Jeremy Podeswa | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Bildformat: 1:1,78/16:9
Extras: Originaltrailer, Bildergalerie
Star
Mary-Louise Parker
Die hübsche Brünette ist meist unglücklich verliebt: in Kevin Kline in Lawrence Kasdans "Grand Canyon", in die tolle Köchin Mary...
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