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Kaufvideo
Erhältlich seit:
05.08.2010
Originaltitel: The Game
USA 1997
Laufzeit: 128 Min.
FSK: ab 12
Michael Douglas
Sean Penn
Deborah Unger
Regie: David Fincher
Universal Pictures Germany

Mit seinem kompromißlos verstörenden Deprischocker "Sieben" gelang Regisseur David Fincher ("Alien 3") ein unerwarteter kommerzieller Wurf, was mit Spannung auf seinen Folgefilm warten ließ. In kühl kalkulierender Hitchcock-Tradition fertigte er ein faszinierend pessimistisches Paranoia-Puzzle, das den priviligierten Protagonisten in Gestalt von Michael Douglas einen existenzerschütternden Yuppie-Alptraum von absoluter Hilflosigkeit durchleben läßt.
Die Drehbuchautoren John Brancato und Michael Ferris spielten bereits in dem Computerthriller "Das Netz" effektiv mit der beklemmenden Angst des Identitätsverlusts: Hier verliert die Identifikationsfigur aufgrund eines ominösen Psychospiels die Kontrolle über ihr Leben und gerät zur machtlosen Marionette, die von unsichtbaren Drahtziehern manipuliert wird. Douglas ist die Idealbesetzung für den arroganten, antisozialen Investmentbanker Nicholas Van Orten (in der Fasson seines "Wall Street"-Maklers), der wie seine Charaktere in "Eine verhängnisvolle Affäre" oder "Falling Down" bis an die Grenze seiner persönlichen Schmerzgrenze getrieben wird. Gleich zu Beginn wird mit flackernden Heimfilm-Flashbacks das zentrale Trauma etabliert: wie der Vater des etwa zwölfjährigen Nicholas vom Dach seiner palastartigen Villa in den Tod springt. Viele Jahre später hat sich Nicholas zum kalten Kontrollfreak entwickelt, für den Emotionen nutzlosen Ballast darstellen. Eine lose Beziehung verbindet den geschiedenen und kinderlosen Millionär mit seinem mißratenen Bruder Konrad (Sean Penn, in einer relativ unbedeutenden Rolle, die vor den Rewrites für Jodie Foster konzipiert war), der ihm zu seinem 48. Geburtstag einen Geschenkcoupon der "Consumer Recreation Services" überreicht. Die High-Tech-Firma entwickelt für jeden Klienten ein individuelles "Spiel", das durch seine Unvorhersehbarkeit stimulieren soll. Für den selbstgefälligen Bankier beginnt damit eine wahnwitzige Schocktherapie, die durch stetig gravierendere Über- und Angriffe in und auf sein Leben seinen durch materielle Werte konstruierten Schutzpanzer auflösen.
Mit cleverer Präzision versteht Fincher die erstickende Verzweiflung und das angstvolle Gefühl des Ausgeliefertsein des Protagonisten in seiner psychologischen Abwärtsspirale zu begleiten. Mit verstohlen-subtilen Attacken wird die scheinbare Perfektion von Nicholas angekratzt: ein ausgelaufener Kugelschreiber besuhlt sein teures Hemd, eine scheinbar ungeschickte Bedienung (Deborah Kara Unger aus "Crash" in der wichtigsten Nebenrolle) kippt ein volles Tablett über ihn aus und das klemmende Schloß seines Aktenkoffers (der Dokumente zum eiskalten Abservieren seines langjährigen Geschäftspartners Armin Mueller-Stahl enthält) irritieren den Perfektionisten derart, daß seine angestrengte Maske der stoischen Ausgeglichenheit bereits nach kürzester Zeit weggewischt ist. Doch das grausame Katz- und Mausspiel nimmt immer groteskere Formen an: Nach Genuß eines Drogencocktails erwacht er völlig abgebrannt und besudelt auf einem mexikanischen Friedhof - und sein Leben und seine Finanzen befinden sich in höchster Gefahr. Eine gewisse Absurdität, die erst gegen Ende hin aufgelöst wird, sollte man unvoreingenommen in Kauf nehmen, um den superb fotografierten Psychothriller in vollen Zügen zu genießen. Jefferson Airplanes LSD-Hymne "White Rabbit" kann durchaus als bezeichnender Themensong angesehen werden: Die Dimensionen von Realität und Illusion sind nicht immer eindeutig zu trennen. Propaganda Films feierte ihr Major-Debüt mit diesem Kinokonfekt der genüßlich bitteren Sorte mit einem Start von 14,3 Mio. Dollar als sattem Einstand. ara.
Nicholas Van Orton (Michael Douglas) ist ein cleverer und erfolgreicher Geschäftsmann, der es gewohnt ist, seine Investitionen und Beziehungen bis ins kleinste Detail unter Kontrolle zu haben. Doch ein unerwartetes Geburtstagsgeschenk seines Bruders Conrad (Sean Penn) wirft sein geordnetes Leben aus der Bahn - ein Geschenk mit fatalen Folgen...
Quelle: Universal Pictures
| Darsteller: | Michael Douglas | als Nicholas Van Orton | |
|---|---|---|---|
| Sean Penn | als Conrad | ||
| Deborah Unger | als Christine | ||
| James Rebhorn | als Jim Feingold | ||
| Peter Donat | als Samuel Sutherland | ||
| Carroll Baker | als Ilsa | ||
| Anna Katarina | als Elisabeth | ||
| Armin Mueller-Stahl | als Anson Baer | ||
| Charles Martinet | als Nicholas' Vater | ||
| Scott Hunter McGuire | als Nicholas (als Kind) | ||
| Florentine Mocan | als Nicholas' Mutter | ||
| Elizabeth Dennehy | als Maria | ||
| Caroline Barclay | als Maggie | ||
| Stephen Cowee | als Mel | ||
| Sara Davallon | als Rachel | ||
| Victor Talmadge | als Maitre D' | ||
| Regie: | David Fincher | ||
| Buch: | John D. Brancato | ||
| Michael Ferris | |||
| Andrew Kevin Walker | |||
| Musik: | Howard Shore | ||
| Kamera: | Harris Savides | ||
| Produzent: | Steve Golin | ||
| Cean Chaffin | |||
The Game in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts 5.1, Englisch dts HD 5.1 MA, Französisch dts 5.1, Spanisch dts 5.1, Portugiesisch dts 5.1, Russisch (Voice-Over)
Tonformat: dts
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Mandarin, Niederländisch, Portugiesisch
Bildformat: 1:2,35/1080p
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