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The Gift - Die Angst kommt langsam

Bedächtig-sorgfältig erzählter Teufelstanz um eine Frau mit hellseherischen Fähigkeiten, die ein Verbrechen aufklären soll.


The Gift - Die Angst kommt langsam

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Erhältlich seit:
10.05.2011

Originaltitel: The Gift

Thriller/ Horror

USA 2000
Laufzeit: 107 Min.
FSK: ab 16

Cate Blanchett
Keanu Reeves
Giovanni Ribisi

Regie: Sam Raimi
Planet Media Home Entertainment

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The Gift - Die Angst kommt langsam

In einer abgelegenen Gemeinde im sumpfigen Süden der USA bessert sich Annie Wilson, alleinerziehende Mutter von drei Kindern, ihre Witwenrente durch Horoskope und Wahrsagen auf. Das Talent dazu erbte sie von ihrer Oma, und da sich ihre Zuverlässigkeit bis zum Sheriff herum gesprochen hat, sucht dieser sie auf, als er im Fall einer spurlos verschwundenen Frau in der Sackgasse steckt. Als Annie den Fundort der Leiche errät und dadurch Mordverdacht auf einen stadtbekannten Rednack-Rüpel lenkt, gerät sie selbst in höchste Gefahr.

Regisseur Sam Raimi und Autor Billy Bob Thornton, das barocke Duo, das uns bereits den tiefgekühlten Thriller "A Simple Plan" brachte, bittet erneut zum großen Schicksalsreigen und würzt die Mörderjagd zu Hinterwald diesmal mit einer kräftigen Prise okkulten Hokuspokus. Illustres Personal wie Cate Blanchett, Keanu Reeves oder Greg Kinnear liefert 1A-Darbietungen. Anspruchsvollere Dramen-, Horror- und Thrillerfreunde können geschlossen zugreifen.

The Gift - Die Angst kommt langsam

Mit einem übernatürlichen Mystery-Thriller aus dem tiefen amerikanischen Süden, wo Voodoo, Geisterbeschwörung und Kontakt zum Jenseits offensichtlich zum Alltag gehören wie Grits 'n' Gravy, gönnt sich Sam Raimi einen letzten Ausflug in die Abgründe der menschlichen Existenz, bevor er sich mit "Spider-Man" ab kommendem Frühjahr dem kommerziellsten Projekt seiner Karriere zuwendet. Wie gewohnt bei Raimi (siehe seine meisterliche, sträflich missachtete Krimitragödie "Ein einfacher Plan") darf in dem bedächtig-sorgfältig, aber niemals schleppend erzählten Teufelstanz die Besetzung brillieren, allen voran die fulminante Cate Blanchett als junge Frau mit hellseherischen Fähigkeiten, die in die Aufklärung eines Verbrechens involviert wird.

Wie eine Erin Brockovich, die anstatt einer nicht zu bremsenden Schnodderschnauze über die Gabe (siehe Titel) des sechsten Sinnes verfügt, wirkt die Witwe Annie Wilson mit ihren drei Söhnen auf den ersten Blick. Obwohl von den Bewohnern des (fiktiven) Brixton (gedreht wurde in Savannah) teils gemieden und als Hexe geächtet, ist sie tatsächlich eher Herz und Seele der Gemeinde, auf deren Schultern viele ihre Probleme ablegen: der traumatisierte Mechaniker Buddy zum Beispiel oder das trashige Redneck-Herzchen Valerie, das in schöner Regelmäßigkeit von ihrem Machomann Donnie vermöbelt wird. Als eines Tages die hübsch-kesse Jessica, Verlobte des soften Schulprinzipals Collins, aber amourösen Abenteuern nicht abgeneigt, spurlos verschwindet, wird Annie von Jessicas Vater in die Ermittlungen einbezogen. Tatsächlich weisen ihre Visionen den Weg zu Jessicas ertränkter Leiche, doch damit beginnen die Ereignisse in der Welt der Lebenden und der Toten - mit Annie als Bindeglied - erst richtig zu eskalieren.

Nach behutsamer Einführung in die vermeintlich heile, bierbäuchig vor sich hindriftende Südstaatenwelt von "The Gift" zieht Raimi mit der Erfahrung des alten Horrorspezis zunehmend die Spannungsschraube an. Anfangs tauchen Annies Visionen - Besuche in einer Parallelwelt der Seelen voller ominöser Andeutungen - nur in kurzen Blitzen auf. Später, wenn der Gruselaspekt mehr und mehr betont wird, um die Abgründe hinter der Fassade aufzuzeigen, werden sie länger und drastischer und fügen sich - im Stil des durchaus vergleichbaren, aber unkonventionelleren "The Sixth Sense" - zunehmend zusammen zu einer Vorahnung, die Annies Schicksal betrifft. Sich steigernde Ausbrüche von Gewalt - besonders schockierend ist die Szene, in der der von Giovanni Ribisi mit rollenden Augen gespielte Buddy seinen Vater in Flammen aufgehen lässt - betonen das zunehmende Gefühl der Bedrohung, das sich in einem souverän realisierten Showdown am nächtlichen See entlädt.

Immer wieder beginnt oder beendet Raimi Szenen mit Schwenks über die schier endlosen, mit Moos behangenen Ästen von Bäumen, die als Symbol für die Welt der Toten die Beklemmung effektiv mitsteigern. Wenn nach der Aufklärung in der letzten Szene erstmals ein Baum in voller Blüte gezeigt wird, wird klar, dass Raimi sehr wohl an der Oberfläche einen kompetenten Krimi zeigt, tatsächlich aber während der gesamten Spieldauer vom privaten Dilemma Annies erzählt, die den Tod ihres Mannes nicht vergessen kann und die Schuld erst überwindet, als sie sich ihren Dämonen (in Gestalt des Mörders) stellt. Cate Blanchett ist brillant in der unglamourösen Hauptrolle, aber auch die anderen Darsteller wissen, das Beste auch aus kleinen Rollen zu machen (beendruckend: Keanu Reeves als Redneck-Proll, Hilary Swank als White-Trash-Mieze und Greg Kinnear als sympathisches Weichei). Dass die sattsam bekannten Südstaatenklischess des soliden Drehbuchs von Billy Bob Thornton und Tom Epperson (legten bereits den furiosen Thriller "One False Move" und das Humanitärdrama "A Family Thing - Brüder wider Willen" vor) nicht ins Gewicht fallen, ist Raimi zu verdanken, der seinen Ruf als Meister des American Gothic kräftig untermauert. ts.

The Gift - Die Angst kommt langsam

Hexe! Nur hinter vorgehaltener Hand wispern sich die Bürger des plüschigen Südstaatenkaffs Brixton zu, was sie wirklich von der Witwe Annie halten, die sich mit ihren drei Söhnen allein durchs Leben schlägt. Dabei profitieren die Bürger von den seherischen Fähigkeiten Annies, die nicht einfach nur Karten legt, sondern offenbar wirklich Kontakt zur Welt der Toten aufnehmen kann. Ihre dunkle Gabe soll auch helfen, als die Verlobte des Schulprinzipals Collins spurlos verschwindet. Weil die Polizei vor einem Rätsel steht, zieht der Vater des leichtlebigen Mädchens Annie zu den Ermittlungen hinzu. Beginn eines albtraumhaften Höllenritts, der die verlogene Fassade der kleinen Gemeinde zum Einsturz bringt und ihre hässliche Fratze offenlegt. Und damit auch Annie in Lebensgefahr bringt, die von den Dämonen ihrer Vergangenheit eingeholt wird...

Quelle: Planet Media

Trailer, TV-Spots, Making Of, Interviews, Produktionsnotizen

Quelle: Planet Media

Darsteller:  Cate Blanchett   als Annie Wilson
  Keanu Reeves   als Donnie Barksdale
  Giovanni Ribisi   als Buddy Cole
  Katie Holmes   als Jessica King
  Greg Kinnear   als Wayne Collins
  Hilary Swank   als Valerie Barksdale
  Michael Jeter   als Gerald Weems
  Kim Dickens   als Linda
  Gary Cole   als David Duncan
  Rosemary Harris   als Annies Großmutter
  J.K. Simmons   als Sheriff Pearl Johnson
  Chelcie Ross   als Kenneth King
  John Beasley   als Albert Hawkins
  Lynnsee Provence   als Mike Wilson
  Hunter McGilvray   als Miller Wilson
  Stuart Greer   als Officer Huggins
 
Regie:  Sam Raimi  
Buch:  Billy Bob Thornton  
  Tom Epperson  
Musik:  Christopher Young  
Kamera:  Jamie Anderson  
Produzent:  James Jacks  
  Tom Rosenberg  
  Gary Lucchesi  
 

Fassungen

 

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Features

 

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