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The Glass House

Psychothriller, in dem Jungstar Leelee Sobieski einen diabolischen Ersatzvater in die Hölle zurückschickt.


The Glass House

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Erhältlich seit:
18.06.2002

Originaltitel: The Glass House

Thriller

USA 2001
Laufzeit: 102 Min.
FSK: ab 16

LeeLee Sobieski
Diane Lane
Stellan Skarsgård

Regie: Daniel Sackheim
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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The Glass House

Nach einem romantischen Abend verunglücken die Eltern von Ruby und ihrem kleinen Bruder Rhett. Daraufhin werden die zukünftigen Erben eines beträchlichen Treuhandfonds von Erin und Terry Glass in deren verglaste Designer-Villa nahe Malibu aufgenommen. Während sich Rhett von teuren Geschenken blenden lässt, zweifelt Ruby an der Lauterkeit der Motive ihrer Neo-Eltern. Spielt nur die Fantasie eines überspannten Teenagers verrückt? Oder birgt das oberflächlich transparente Glas(s)haus tatsächlich düstere Geheimnisse?

Spielfilm-Debütant Daniel Sackheim präsentiert hier einen geradlinigen Psychokrimi, der geschickt mit den Versatzstücken des Genres spielt. Der Emmy-Gewinner, der für TV-Serien wie "Akte X" oder "ER" arbeitete, verwandelt die simple Story eines rebellierenden Teens in ein subtiles Verwirrspiel, bei dem vor allem das Haus selbst eine zentrale Rolle einnimmt. Ein durchgestylter Thriller mit sehr guter Besetzung, die von Jung-Star Leelee Sobieski ("Eyes Wide Shut") bis hin zu Parade-Bösewicht Stellan Skarsgård reicht.

The Glass House

Das jüngste Produkt aus der Thrillerfabrik von Produzent Neal H. Moritz ("The Fast and the Furious") konfrontiert Jungstar Leelee Sobieski mit dem Schock, dass die als Vormund eingesetzten besten Freunde ihrer verstorbenen vermögenden Eltern Geld doch mehr lieben als Kinder. Diese Erfahrung mag vor allem bei einem jugendlichen Publikum Gänsehaut erzeugen, das nun im Kino über die pädagogische Botschaft, die eigenen Eltern mehr zu schätzen, frösteln darf.

Autor Wesley Strick, im Thriller-Genre mit "Kap der Angst" oder "Eiskalte Leidenschaft" längst ein Veteran, verkauft vertraute Plotmuster mit dem für Schulterschluss sorgenden Ohnmachtgefühl von Minderjährigen und einem zentralen Designsymbol, das Oberfläche mehr Tiefe geben soll. Glas, das transparente Medium, das schützt, aber auch verletzten kann, steht hier für Gefühlsarmut und Kälte zweier Erwachsener und vermittelt mit seiner Durchsichtigkeit den ironischen Kontrast zu deren verborgenen Intentionen. Glass lautet konsequenterweise auch der Familienname von Erin und Terry (Diane Lane und Stellan Skarsgard), die nach dem Unfalltod ihrer besten Freunde die Vormundschaft für deren Kinder übernommen haben. So ziehen Ruby (Leelee Sobieski) und ihr offensichtlich nur von Videospielen am Leben gehaltener jüngerer Bruder in das topmoderne, innen und außen verglaste Designerhaus ihrer Wohltäter ein, die hoch am Berg mit Pazifikblick einsam in ihrem Reichtum thronen. Der Schein trügt natürlich, denn die sympathischen Samariter erweisen sich bald als Menschen mit Fehlern und Persönlichkeitsschäden, die, von Schulden geplagt, an das Geld der Kinder wollen. Regiedebütant Daniel Sackheim wird vom Drehbuch wenig Gelegenheit gegeben, größere Zweifel zu säen, ob das Misstrauen Sobieskis gegen ihre Gönner wirklich begründet ist. So fehlt ein echtes Überraschungsmoment, wenn die Skepsis des Teens über das nicht immer väterliche Verhalten Terrys schließlich in totale Konfrontation mündet, in der es nur noch ums Überleben geht. Die Tragödie des Unfalltods und die daraus resultierende Verunsicherung gegenüber der Welt hätte als dramatisches Element, als Auslöser für Paranoia und Einbildung, noch stärker ausgespielt werden können. So aber entscheidet sich "Das Glashaus" für geradlinigeres Thrillerkino, in dem die Figur Diane Lanes in Ansätzen selbst als Opfer erscheint, Skarsgard aber konsequent den Weg allen Bösen geht - sowohl in seinen Motiven, der graduellen Verdüsterung seines Verhaltens wie auch seiner finalen Bestrafung. Während die Ersatzeltern aus der Vorhölle bei den Kids für eine Mauer der Ablehnung sorgen werden, muss, nach dem Totalausfall des kleinen Filmbruders als Sympathieträger, Leelee Sobieski die Bürde einer Identifikationsfigur im Alleingang tragen. kob.

Darsteller:  LeeLee Sobieski   als Ruby Baker
  Diane Lane   als Erin Glass
  Stellan Skarsgård   als Terry Glass
  Bruce Dern   als Begleiter
  Kathy Baker   als Nancy Ryan
  Trevor Morgan   als Rhett
  Chris Noth   als Onkel Jack
  Michael O'Keefe   als Dave Baker
  Rita Wilson   als Grace Baker
  Gavin O'Connor   als Don Whitworth
  Vyto Ruginis   als Whitey Soullevald
  Carly Pope   als Tasha Bess
  China Shavers   als E.B. Mitchell
  Agnes Bruckner   als Zoe Sendock
  Michael Paul Chan   als Mr. Kim
  Rachel Wilson   als Hannah
  Rutanya Alda   als Stellvertretender Direktor
  Erick Avari   als Ted Ross
  January Jones   als Mädchen
  Kim Webster   als Miss Drake
  D. Elliot Woods   als Polizist
  Alice Hirson   als Mrs. Morgan
  Drew Snyder   als Mr. Morgan
 
Regie:  Daniel Sackheim  
Buch:  Wesley Strick  
Musik:  Christopher Young  
Kamera:  Alar Kivilo  
Produzent:  Neal H. Moritz  
 

The Glass House in der Fotoshow

 

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