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The Green Hornet

Michel Gondry, Spezialist für skurrile Filmstoffe, verpasst dem klassischen Superheldenstoff ein Makeover mit Comedy-Ass Seth Rogen als Titelheld.


The Green Hornet

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Erhältlich seit:
28.06.2011

Originaltitel: The Green Hornet

Action/ Komödie

USA 2010
Laufzeit: 119 Min.
FSK: ab 12

Seth Rogen
Jay Chou
Cameron Diaz

Regie: Michel Gondry
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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The Green Hornet

Britt, Sohn des Zeitungsmagnaten James Reid, lebt sein Leben als künftiger Erbe eines Multimillionenvermögens sorglos auf der Überholspur. Die Ermordung seines Vaters rüttelt ihn wach: Gemeinsam mit dem Firmenangestellten Kato fasst Britt den Entschluss, künftig etwas Vernünftiges zu machen. Um Helden werden zu können, geben sie sich als Bösewichte aus und nehmen mithilfe der attraktiven Sekretärin Lenore Kontakt zu dem Gangführer Chudnofsky auf. Dem ist allerdings schnell klar, dass ihm die Grüne Hornisse gefährlich werden könnte.

Mit einer Adaption der Fernsehserie aus den Sechzigerjahren, die Bruce Lee berühmt machte, gibt der notorisch verspielte Franzose Michel Gondry ("Vergiss mein nicht") sein Debüt als Regisseur eines Big-Budget-Films. Entsprechend bietet die rasante Superheldenfantasy mit Seth Rogen als ungewöhnlichem Titelhelden (den Lee-Part des Kato übernahm Jay Chou) blitzsaubere Action, Stunts und Explosionen, aber eben auch schräge Elemente. Als Bösewicht ist Christoph Waltz erstmals nach "Inglourious Basterds" zu sehen.

The Green Hornet

Alles ein bisschen anders als erwartet: Michel Gondry - erzählt die legendäre Fernsehserie mit Bruce Lee als Big-Budget-Actionkomödie der etwas anderen Art.

Auf den ersten Blick scheinen es unvereinbare Größen. Die etwas angestaubte Sechzigerjahre-Fernsehserie, mit der Bruce Lee das Kung Fu in den Westen trug. Das Konzept einer modernen Big-Budget-Actionkomödie mit Allem, was anno 2011 dazugehört: Stunts, Spektakel, Gadgets, 3D. Die verspielte, drollige Sensibilität des französischen Regisseurs Michel Gondry, der sich mit Filmen wie "Vergiss mein nicht" oder "The Science of Sleep" einen Namen gemacht hat als vermeintlicher Gralshüter altmodischer und doch zutiefst innovativer Effekte. Dabei ist es gerade der unwahrscheinliche Mix, der dem lange in unterschiedlichsten Inkarnationen entwickelten Projekt seinen ganz individuellen Reiz und Charme verleiht. Dass in dem Wirbelwind aus Explosionen und penibel choreographierten Kämpfen die ureigene Handschrift Gondrys nicht mehr zu erkennen wäre, wie diverse Kritiker unmittelbar nach der Pressevorführung bemängelten, kann der Rezensent nicht bestätigen.

Im Gegenteil: Wenn man besagte Handschrift nicht bequem mit rührigen Independentproduktionen gleichsetzt, dann steckt dieses Superheldenabenteuer mit Helden, die gar nicht mal so super und zunächst auch weit davon entfernt sind, Helden zu sein, voller typischer Gondry-Elemente und -Schnörkel. Seine Liebe zu allen Dingen, die old school sind, und Figuren, die sich in ihrer Haut nicht so recht wohl fühlen, spiegelt sich ebenso wider wie das Bedürfnis, sich als Filmemacher neu zu erfinden. Wie schon der zuvor von Hauptdarsteller Seth Rogen und seinem Kreativpartner Evan Goldberg geschriebene "Ananas Express" folgt auch "The Green Hornet" den Parametern eines lupenreinen Actionfilms, nur dass sich die Autoren - und mit ihnen der Regisseur, der spät in der Vorbereitung den eigentlich vorgesehenen Stephen Chow ersetzte - erlauben, eher von der Seite so manchen schrägen Blick zu erlauben.

Britt Reid ist ein ungelenker Tagedieb, ein Kind im Manne mit Teddybäraugen, wie man ihn von Rogen seit seinem Durchbruch in "Beim ersten Mal" erwartet. Der mysteriöse Tod seines reichen Vaters, eines Zeitungsmoguls von altem Schrot und Korn, weckt ihn aus seiner Stasis. Gemeinsam mit einem Angestellten, dem Tausendsassa Kato, erfindet er sich, zunächst ausgesprochen ungelenk, als Grüne Hornisse neu. Was nicht nur unerwartete Verantwortung mit sich bringt, sondern auch die Feindschaft mit dem neurotischen Bösewicht Chudnofsky, gespielt von Oscar-Gewinner Christoph Waltz, der augenzwinkernd seinen Hans Landa variiert. Cameron Diaz schaut auf ein paar Szenen als Britts neue Sekretärin vorbei, James Franco hat einen unvermeidlichen (und grandiosen) Cameo-Auftritt. All den berühmten "Hornet"-Gimmicks, insbesondere ihr in bester Bond-Manier manipulierter Superwagen, wird viel Platz eingeräumt, wie auch der blendenden Chemie zwischen Rogen und seinem Kato, Jay Chou, der aufgrund seiner ständigen Rivalität zu seinem Chef eher an den Namensvetter in den "Rosarote Panther"-Filmen als an Bruce Lee erinnert. Ein diebisches Vergnügen bereitet es Gondry, den Hang zur Ultragewalt im amerikanischen Kino mit ein paar drastischen Todesfällen wie aus "Ein Fisch namens Wanda" zu persiflieren, und 3D garantiert so einzusetzen, wie man es nicht erwartet. Die Geschichte, die hier erzählt wird, mag man schnell vergessen. Nicht aber, dass man hier bestens unterhalten wurde, wie man es erwartet hat, aber doch eben anders. ts.

The Green Hornet

Britt Reid (Seth Rogen) verbringt die Tage als Faulenzer und die Nächte als Partylöwe... bis er eine echt seriöse, echt coole Karriere als Verbrechen bekämpfender Actionheld startet. Als The Green Hornet schließt er sich mit dem genialen Tüftler und Kampfsportmeister Kato (Jay Chou) zusammen, um die Unterwelt von LA aufzumischen. Nicht mal Britts Assistentin Lenore (Cameron Diaz) vermutet hinter dem ungleichen Paar das maskierte Duo, das die schlimmsten Verbrecher der Stadt, samt ihrem Anführer Chudnofsky (Oscar(r)-Preisträger Christoph Waltz), hochgehen lässt. Mit Stil, Überheblichkeit und einem ganzen Arsenal an fantastischer Ausrüstung sorgen The Green Hornet und Kato auf ihre Weise für Gerechtigkeit, was aus jeder ihrer Missionen eine Mischung aus überzogener Action und haarsträubender Comedy macht.

Quelle: Sony Pictures

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Quelle: Sony Pictures

Darsteller:  Seth Rogen   als Britt Reid
  Jay Chou   als Kato
  Cameron Diaz   als Lenore Case
  Christoph Waltz   als Chudnofsky
  Edward James Olmos   als Michael Axford
  David Harbour   als Scanlon
  Tom Wilkinson   als James Reid
  Edward Furlong   als Tupper
  Eddie Rouse   als Crazy Eddie
  Chad Coleman   als Chili
  Analeigh Tipton   als Anna Lee
 
Regie:  Michel Gondry  
Buch:  Evan Goldberg  
  Seth Rogen  
Musik:  Danny Elfman  
Kamera:  John Schwartzman  
Produzent:  Neal H. Moritz  

George Lucas macht Seth Rogen sprachlos

Darf man den Mayas Glauben schenken, geht die Welt 2012 unter. "Star Wars"-Schöpfer George Lucas glaubt ganz fest daran und versuchte, seinen Filmkollegen Seth Rogen ebenfalls davon zu überzeugen.

Bettelte George Lucas um einen Platz im Raumschiff an: Seth Rogen (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Bettelte George Lucas um einen Platz im Raumschiff an: Seth Rogen (Foto: Kurt Krieger)

Während der 20 Minuten, in denen Spaßvogel Seth Rogen ein intensives Gespräch mit seinem großen Idol George Lucas führte, dürfte dem Komödianten das Lachen vergangen sein. Schließlich vertritt der "Star Wars"-Erfinder die Meinung, die Welt würde im nächsten Jahr enden. Rogen hatte die Kinolegende zusammen mit dessen Mitstreiter Steven Spielberg im Rahmen einer Filmtagung getroffen.

Natürlich nützte der Star aus "The Green Hornet" die Gelegenheit, um mit seinem Vorbild zu plaudern. Die Unterhaltung hatte sich Seth jedoch sicherlich anders vorgestellt. Immerhin grübelt er seitdem darüber nach, ob 2012 wirklich sein Leben erlischt.

Seth Rogen glaubte zuerst, es wäre ein Scherz

Rogen erinnert sich an den schockierenden Moment: "George Lucas saß da und begann sage und schreibe 25 Minuten davon zu erzählen, wie er sich den Weltuntergang im Jahr 2012 vorstellt. Er glaubt das wirklich." Das Volk der Maya glaubte daran schon vor vielen hundert Jahren. Laut einer Prophezeiung im Maya-Kalender wird am 21.12.2012 alles Leben auf der Erde ausgelöscht.

Lucas hat seine eigene Theorie, wie Rogen erfahren musste: "Er erzählte von den Erdplatten während Steven Spielberg die ganze Zeit die Augen verdrehte, so als wolle er sagen 'Mein durchgeknallter Freund will nicht die Klappe halten. Entschuldigung.!"

Zuerst dachte Seth Rogen, das alles wäre ein Witz. Schließlich wurde ihm klar, dass Lucas es verdammt ernst meint. Für diesen Fall hätte der Milliardär doch sicherlich ein Raumschiff parat. "Ich fragte ihn also, ob ich einen Platz darin haben könnte. Worauf Lucas antwortete, dass er kein Raumschiff besäße." Ob das im Falle des Falles viel gebracht hätte?

 

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