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The International

Raffinierter Verschwörungsthriller über einen Interpolagenten, der einflussreichen Banken ihre Beteiligung an einem internationalen Waffenhändlerring nachweisen will.


The International

Leihvideo

Erhältlich seit:
20.08.2009

Originaltitel: The International

Thriller/ Drama

USA/Deutschland/Großbritannien 2008
Laufzeit: 113 Min.
FSK: ab 16

Clive Owen
Naomi Watts
Armin Mueller-Stahl

Regie: Tom Tykwer
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Deutschlands größter Erfolgsregisseur auf Hitchcocks Spuren: Tom Tykwer liefert mit dem packenden Actionthriller sein erfolgreiches Debüt in Hollywood.

Agent Salinger reist um die Welt, um Verbrechen aufzudecken (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Agent Salinger reist um die Welt, um Verbrechen aufzudecken (Foto: Sony Pictures)

Es gibt Regisseure, bei denen Superlative angebracht sind. Tom Tykwer ist einer davon. Kein deutscher Film sorgte stilistisch-erzählerisch in den letzten Jahrzehnten weltweit für größeres Aufsehen als sein "Lola rennt". Und keine deutsche Produktion brachte in diesem Zeitraum mehr Geld in die internationalen Kassen als seine Verfilmung von "Das Parfüm".

So gesehen war es nur eine Frage der Zeit, bis der Berliner Filmemacher auch einer Hollywood-Produktion seinen Stempel aufdrückte. Immer wieder hatte er ansatzweise seine Vorliebe für das Thriller-Genre bewiesen - auch in seinem ersten englischsprachigen Film "Heaven". Mit "The International" bringt er diese Vorliebe und sein Gespür dafür vollends zur Entfaltung.

Salinger verhört einen ehemaligen Stasi-General (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Salinger verhört einen ehemaligen Stasi-General (Foto: Sony Pictures)

Männer der Superlative

Wie hoch diese Produktion in der Branche gehandelt wird, zeigt allein die Beteiligung von Produzent Charles Roven - der zuletzt mit "The Dark Knight" selbst für Superlative sorgte - den größten Blockbuster des Jahres 2008. Mehrere Jahre lang entwickelten er und Tykwer das Projekt, bis Autor Eric Singer die entscheidenden Anstöße lieferte. Denn das Vorhaben war überhaus anspruchsvoll: Authentisch-realistische Verschwörungsthriller sind längst eine Seltenheit geworden, weshalb der mittlerweile 34 Jahre alte "Die drei Tage des Condor" immer noch als Maßstab des Genres gilt.

Doch den Beteiligten gelang ein bewundernswerter Spagat: Einerseits treibt "The International" seine Handlung durch eine Serie von Spannungsmomenten vorwärts, geizt dabei auch nicht mit actionreichen Sequenzen, die die Möglichkeiten der internationalen Schauplätze spektakulär nutzen - ob bei einer Schießerei im New Yorker Guggenheim-Museum oder einer Verfolgungsjagd über die Dächer von Istanbul. Andererseits bleibt der Film ständig auf seine Charaktere fokussiert.

Eleanor steht Salinger zur Seite (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Eleanor steht Salinger zur Seite (Foto: Sony Pictures)

Gar nicht klassisch

Der Eröffnungsfilm der Berlinale ist die perfekte Synthese aus Hollywood-Blockbuster und persönlichem Film. Schon das erste Bild ist symbolträchtig - anstatt mit einer klassischen Totalansicht einen Schauplatz zu etablieren, eröffnet "The International" mit einer Nahaufnahme von Clive Owen, der als Interpol-Agent die verbrecherischen Machenschaften einer Großbank aufzudecken versucht.

Und so sind es letztlich die Überzeugungen und Befindlichkeiten einzelner Personen, die die Handlung definieren - ob Owens verzweifelter Einzelkämpfer, eine von Naomi Watts dargestellte New Yorker Staatsanwältin, die sich zwischen bürgerlichem Dasein und ihrer beruflichen Mission entscheiden muss, oder ein Ex-Stasi-General (Armin Mueller-Stahl), der im Zeitalter der kapitalistischen Globalisierung seine früheren Ziele verraten hat.

Auf diese Weise gelingt es Tykwer und seinem Autor, ein komplexes Handlungsgeflecht zu stricken, dessen Verstrickungen trotz des hohen Tempos nachvollziehbar bleiben.

Irgendwo in der Bank steckt die Lösung des Rätsels (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Irgendwo in der Bank steckt die Lösung des Rätsels (Foto: Sony Pictures)

Menschliche Killer

Sinnigerweise könnte der Drahtzieher aktueller nicht sein - als Repräsentant des Bösen fungiert eine internationale Bank, für die Mord nichts weiter ist als eine Geschäftsstrategie. Doch Tykwer zeigt ihre Vertreter nicht als Klischee-Killer in Nadelstreifen, sondern menschliche Individuen mit plausibler Logik.

So bedient er gekonnt die Mechanismen des Hollywood-Blockbusters und schafft zugleich einen überaus persönlichen Film - die ideale Voraussetzung für einen Erfolg, der für neue Superlative gut sein sollte.

The International

Tom Tykwers erster Film für ein US-Studio ist eine Wucht. Der zweite Berlinale-Eröffnungsfilm des Wuppertalers nach "Heaven" im Jahr 2002 überzeugt als mitreißender Verschwörungsthriller ebenso wie als leidenschaftliches und brisantes Statement zu einer Welt im Griff multinationaler Banken.

Er ziehe es vor, angespannt zu sein, das helfe ihm dabei, sich locker zu machen, sagt ein Mann, der wenig später sterben wird, gleich zu Beginn von "The International". Er charakterisiert damit auch Tom Tykwers siebte Spielfilmarbeit, mit der Deutschlands profiliertester Regisseur nach "Heaven" im Jahr 2002 zum zweiten Mal die Berlinale eröffnet: Von der ersten Minute an vermittelt der erste lupenreine Genrefilm Tykwers Intensität pur, ein Maximum an atmosphärischer Dichte, konzentriert auf ein Minimum an Raum: Schwere und Paranoia sind unausweichlich in diesem strikt und präzise komponierten Film, in dem sich die Menschen in den wuchtigen modernen Bauten aus Beton, Gusseisen und Glas förmlich verlieren, die Tykwers Kameramann Frank Griebe in extremen Breitwandbildern festhält, als wären sie gigantische Särge: Obwohl sie offen und durchlässig erscheinen, schnüren sie einem die Luft ab. So hätten wohl "Die drei Tage des Condor" oder "Zeuge einer Verschwörung" ausgesehen, wenn sie sich von Antonioni hätten inspirieren lassen. Anspannung ist tatsächlich ein so essenzieller Bestandteil der ureigenen Textur von "The International", dass sie den Zuschauer auf Dauer entspannt zurücklässt, weil man sie als gegeben akzeptiert und nicht mehr spürt, obwohl sie allgegenwärtig ist.

In dieser Welt bewegt sich wie ein Unsichtbarer der Held der Geschichte, Louis Salinger, ein von den ewigen fruchtlosen Ermittlungen gegen eine in Luxemburg ansässige Bank, die als erste Anlaufstelle für Unterwelt, Despoten und Terroristen gilt, desillusionierter Interpol-Agent, der von der Wut über die eigene Erfolglosigkeit angetrieben wird. Der Nachname ist mit Bedacht gewählt und verweist auf die Schriftstellerikone J.D. Salinger - ein Phantom, von dem seit Jahrzehnten kein Foto mehr geschossen wurde.

Welchen Hebel Salinger, der Don Quixote näher steht als James Bond, auch immer ansetzt, die Bank ist ihm einen Schritt voraus. Zeugen verschwinden oder sterben, Beweismittel werden bisweilen vor den Augen Salingers gefälscht oder getürkt, Kollegen mit stiller Effizienz beseitigt. Salinger läuft ins Leere, während er mit dem Kopf gegen die gleiche Wand rennt. Mit der New Yorker Staatsanwältin Whitman unternimmt der Agent einen weiteren Versuch, eine Schwachstelle des Erzfeinds aufzudecken. Ein italienischer Industrieller mit Politambitionen, der vergeblich von der Bank umworben wurde, zeigt sich Willens auszusagen. Er wird aber vor den Augen der Ermittler ermordet, die sich an die Fersen des Killers der Bank heften und ihm nach New York folgen, wo man endlich eine vermeintlich heiße Spur findet.

Mit gewohnt kühler Souveränität breitet Tykwer seine Geschichte aus, stellt seine Figuren vor und bringt den Plot in Bewegung. Das nimmt bei der Komplexität des Erzählten eine gewisse Zeit in Anspruch, zahlt sich aber aus, zunächst bei einem ausgedehnten Feuergefecht im Guggenheim Museum, das seinen Platz in der Filmgeschichte sicher hat, um danach von Höhepunkt zu Höhepunkt zu eilen. Wie sich Handlung und innere Konflikte der Hauptfigur parallel mit brachialer Konsequenz zuspitzen und danach in einem fulminanten Showdown auf den Dächern von Istanbul - der erste Moment im ganzen Film, in dem die Figuren frei sind und nicht von Gebäuden überragt werden - auflösen, darf man getrost als bisherige Meisterleistung Tykwers bezeichnen. Weil "The International" als Thriller mit Genauigkeit und hohen Schauwerten besticht, als Porträt eines getriebenen Mannes, der das eigene Leben aufgeben muss, um wenigstens einen verzweifelten Pyrrhussieg zu erringen, an die Nieren geht, als ätzende Kapitalismuskritik geradezu prophetisch ist und als Sittengemälde, das den Menschen als Sklaven dessen zeigt, was er sehenden Auges errichtet hat, nicht mehr aus dem Kopf geht. ts.

Darsteller:  Clive Owen   als Louis Salinger
  Naomi Watts   als Eleanor Whitman
  Armin Mueller-Stahl   als Wilhelm Wexler
  Ulrich Thomsen   als Jonas Skarssen
  Brian F. O'Byrne   als Der Berater
  Remy Auberjonois   als Sam Purvitz
  Ty Jones   als Eli Cassel
  Axel Milberg   als Klaus Diemer
 
Regie:  Tom Tykwer  
Buch:  Eric Warren Singer  
Musik:  Reinhold Heil  
  Johnny Klimek  
  Tom Tykwer  
Kamera:  Frank Griebe  
Produzent:  Charles Roven  
  Richard Suckle  
  Lloyd Phillips  

Naomi Watts' geheimnisvolle Hochzeit

Sie sind seit drei Jahren ein Paar, haben einen gemeinsamen Sohn und sind nicht verheiratet - zumindest nicht offiziell. Nun wurden die beiden mit verräterischen Accessoires gesichtet.

Hochzeits-Spekulationen: Naomi Watts und Liev Schreiber (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Hochzeits-Spekulationen: Naomi Watts und Liev Schreiber (Foto: Kurt Krieger)

Erneut stehen Naomi Watts und ihr Freund Liev Schreiber unter Ehe-Verdacht. Anlass zu Spekulation geben zwei verräterisch blitzende Accessoires an der Hand von Naomi: Diamantringe.

Die Schauspielerin wurde auf dem Flughafen von Los Angeles mit den neuen funkelnden Begleitern gesichtet, von denen der kleinere, am Mittelfinger getragene, einige Fotografen sehr an einen Ehering erinnert. Nun vermuten Insider, das Paar habe sich heimlich in Naomis Wahlheimat Australien das Ja-Wort gegeben. Seit drei Jahren sind die zwei zusammen und haben einen gemeinsamen Sohn.

Vorliebe für Hochzeits-Scherze

Ob Liev nun wirklich Naomis Herr der Ringe ist, bleibt vorerst ungewiss. Immerhin machte er sich schon einmal den Spaß, mit einer Heirats-Falschmeldung die Journalisten aufzuscheuchen: "Wir sind verheiratet - und Sie erfahren es als erstes", verkündete er im Juni 2007 in einer amerikanischen TV-Show. Das Ganze stellte sich als Gag heraus.

Fakt ist, dass die beiden fleißig Filme drehen - ob getraut oder nicht. Naomi ist ab 11. September 2008 in dem Tom Tykwer- Thriller "The International" mit Clive Owen und Armin Mueller-Stahl zu sehen. Lievs neuer Film heißt "Repossession Mambo" und dreht sich um Organhandel. Für "X-Men Origins: Wolverine" steht der Schauspieler bereits vor der Kamera.

 

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