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Leihvideo
Erhältlich seit:
31.03.2011
Originaltitel: The Kids Are All Right
USA 2010
Laufzeit: 102 Min.
FSK: ab 12
Annette Bening
Julianne Moore
Mark Ruffalo
Regie: Lisa Cholodenko
Universal Pictures Germany

Von Bio-Dads und Lesben-Moms erzählt Lisa Cholodenko in ihrem geistreichen Homo-Hetero-Spaß, in dem Annette Bening und Julianne Moore eine Ehekrise durchleben.
Kuschelig haben sie es sich eingerichtet, das lesbische Paar Nic und Jules, das sich bereits aus Universitätstagen kennt und die sich Pony und Hühnchen nennen, wenn niemand anderer zuhört. Nic, souverän unterkühlt gespielt von Annette Bening ("American Beauty"), die im Film aussieht wie Regisseurin Lisa Cholodenko ("Laurel Canyon") im richtigen Leben, hat die Hosen an und garantiert mit ihrem Medizinergehalt das sorgenfreie Leben, Jules (liebenswerte Glucke mit Sexappeal: Julianne Moore) ist der mütterliche Typ - wehender Rotschopf, besorgter Blick - und somit für den Haushalt zuständig. Die Muster-Familie komplettieren die 18-jährige Joni (Mia Wasikowska, die "Alice" aus Tim Burtons "Wunderland") und der 15-jährige Laser (Josh Hutcherson). Letzter will seinen "Bio-Dad", sprich Samenspender, kennen lernen, was den knackigen Biogärtner/Kneipier Paul (Mark Ruffalo) auf den Plan ruft und in der Folge für jede Menge hormonelle Aufruhr sorgt.
"The Kids Are All Right" nennt Cholodenko ihren bislang komödiantischsten Film, zu dem sie zusammen mit Stuart Blumberg ("The Girl Next Door") das Drehbuch verfasste und der trotz ernsten Grundthemas eindeutig (auch) auf ein Mainstream-Publikum zielt. Der Titel ist in diesem Fall durchaus wörtlich zu nehmen, denn der Nachwuchs kommt mit dem neuen, Motorrad-fahrenden Papa wunderbar klar, nur die beiden älteren Mädels haben mit dem virilen Hetero so ihre Probleme. Nic beäugt ihn misstrauisch, erweist sich als Meisterin der spitzen Zunge und versteckt sich hinter Tiraden von four letter words, während Jules das Objekt der Begierde dem handfesten Praxistest unterzieht - und weil der Mann (be-)steht, wird gleich fröhlich jauchzend das Kamasutra durchexerziert. Das ist doch besser als sich wie sonst gelegentlich mit schwulen Männerpornos in Stimmung zu bringen.
Homo oder hetero, das ist hier die Frage, die sich dann aber wegen der unkontrollierbaren Libido gar nicht so einfach beantworten lässt. Um Lebensentwürfe geht es, um (traditionelle) Familienmodelle, aber auch um Sorgen auf hohem Niveau. Geld spielt keine Rolle und in den von Igor Jadue-Lillo ("Per Anhalter durch die Galaxis") anheimelnd fotografierten Künstlerenklaven von Los Angeles lässt es sich gut aushalten. Die Frauen sind klug, die Jungs kantig und ein wenig doof. Sagt eine der Moms beispielsweise zu Laser: "Schade, dass du nicht schwul bist, dann wärst du sensibler." Das könnte sich auch Paul hinter die Ohren schreiben, der ein überzeugtes Single-Dasein pflegt, definitiv zu wenig Knöpfe am Hemd schließt und Bildung eher für überschätzen Luxus hält. Klassische Hollywood-Geschlechterverteilungen werden hier lustvoll auf den Kopf gestellt, geschickt und intelligent Klischees gebrochen. Auf der 60. Berlinale war der hintersinnige Spaß der schwul-lesbischen Jury einen Teddy Award wert - Grund genug, den Film wärmstens weiter zu empfehlen. geh.
"The Kids Are All Right" war der Film, über den auf dem Sundance Film Festival 2010 am meisten gesprochen wurde. Und auch auf der diesjährigen Berlinale sorgte er für Aufsehen und gewann den Teddy Award als Bester Film. Regie führte Lisa Cholodenko ("Laurel Cany-on") basierend auf einem Originaldrehbuch, das sie gemeinsam mit Stuart Blumenberg ("Keeping the Faith") verfasste. Die beiden weiblichen Hauptrollen spielen die viermal für den Oscar nominierte Julianne Moore ("A Single Man") und Annette Bening ("Being Julia), die drei Oscar-Nominierungen vorweisen kann. Außerdem mit von der Partie ist der amerikanische Charakterdarsteller Mark Ruffalo ("Zodiac - Die Spur des Killers").
"The Kids Are All Right" kombiniert auf einzigartige Weise komödiantische Überraschungen mit packenden emotionalen Wahrheiten und zeichnet ein witziges, strahlendes und tiefgehen-des Porträt einer modernen Familie. Der ideale Film für die ganze Familie.
Quelle: Universal Pictures
| Darsteller: | Annette Bening | als Nic | |
|---|---|---|---|
| Julianne Moore | als Jules | ||
| Mark Ruffalo | als Paul | ||
| Mia Wasikowska | als Joni | ||
| Josh Hutcherson | als Laser | ||
| Yaya DaCosta | als Tanya | ||
| Rebecca Lawrence | als Brooke | ||
| Kunal Sharma | als Jai | ||
| Regie: | Lisa Cholodenko | ||
| Buch: | Lisa Cholodenko | ||
| Stuart Blumberg | |||
| Musik: | Carter Burwell | ||
| Nathan Larson | |||
| Kamera: | Igor Jadue-Lillo | ||
| Produzent: | Gary Gilbert | ||
| Jordan Horowitz | |||
| Jeffrey Levy-Hinte | |||
| Celine Rattray | |||
| Daniela Taplin Lundberg | |||
| Philippe Hellmann | |||
The Kids Are All Right in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Audiokommentar, Making of, Featurettes
Star
Annette Bening
Unruhig, neurotisch, frustriert und am Rande des Nervenzusammenbruchs, dabei kühl sondierend und als abgefeimte Intrigantin auf der Höhe...
Star
Julianne Moore
Die fast transparente Haut betont die zerbrechliche wirkende Erscheinung der rothaarigen Julianne Moore. Hinter dem zarten Naturell...
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