
Die legendäre Sketchsendung "Saturday Night Live" war das Karrieresprungbrett für Komiker wie Chevy Chase, Bill Murray und in jüngerer Vergangenheit Chris Farley und Adam Sandler, die allesamt Boxoffice-Gold schürften. Der schwarze Komiker Tim Meadows, dessen Figur des im Dirk-Diggler-Department gutbebauten, lispelnden Seventies Ladykiller Leon Phelps zu den populärsten Figuren der neuen Generation gehört, ist nun nach seinen Kollegen Chris Kattan, Will Ferrell ("A Night At The Roxbory"), Rob Schneider ("Animal - Das Tier im Manne") und Molly Shannon ("Superstar") der neueste SNL-Kinokandidat.
Doch ebenso wie die Popularität der TV-Serie über die Jahre abgenommen hat, sind auch die Erfolgsstories seltener geworden und in den USA stieß die krude Beziehungskomödie auf eher mildes Interesse. Meadows, der in Zusammenarbeit mit Dennis McNicholas und Andrew Steele (sind für die Fernsehfiguren verantwortlich) das Drehbuch schrieb, baut den gesamten Film auf sein Alter Ego auf, den in den siebziger Jahren hängengebliebenen Radiomoderator Leon Phelps, der vom Playboy zum Pantoffelhelden mutiert. Sein wahrer Love Interest ist seine Showproduzentin Julie (Karyn Parsons), doch bevor die beiden in den Hafen der monogamen Beziehung segeln, beglückt Leon a la "Rent-A-Man" die verheiratete buntgemischte Damenwelt Chicagos (darunter "90210"-Biest Tiffany Amber Thiessen). Die gehörnten Ehemänner (allen voran sein showstehlender Kollege Will Ferrell) gründen einen auf Rache sinnenden "Opferclub". Doch ein formidabler Ladiesman lässt sich so schnell nicht unterkriegen. Die Gags reichen von zahm (eine kuriose Musikeinlage) zu ekelereegend (der Verzehr von Exkrementen), doch wirklich zündende Gags wollen sich nicht einstellen. Auf Video sollte sich Leon dennoch als Killer erweisen. ara.