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The Last Days of Disco

Einfühlsame und ämusante Milieustudie von upper-class-Berufsanfängern, die sich in einer Stamm-Disco tummeln.


The Last Days of Disco

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Erhältlich seit:
01.12.2006

Originaltitel: The Last Days of Disco

Drama

USA 1998
Laufzeit: 109 Min.
FSK: ab 12

Chloë Sevigny
Kate Beckinsale
Christopher Eigeman

Regie: Whit Stillman
Warner Home Video Germany

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The Last Days of Disco

Die schnippische Charlotte und ihre zurückhaltende Freundin Alice arbeiten tagsüber bei einem Verlagshaus in Manhattan. Ihre Nächte verbringen sie bevorzugt in einem exklusiven Discoclub, wo Typen wie der quirlige Werbefachmann Jimmy oder der liierte Umweltanwalt Tom verkehren. Während sich ständig unterschiedliche Pärchen-Konstellationen ergeben, diskutiert man über existenzielle Lebensfragen und gesellschaftliche Trends und schlittert - durch Intrigen und Eifersüchteleien beinahe unbemerkt - dem Ende der Disco-Ära entgegen.

Nach den künstlerischen Meisterwerken "Metropolitan" und "Barcelona" inszenierte Whit Stillman mit seiner dritten Regiearbeit die ebenso einfühlsame wie amüsante Milieustudie einer Clique von jungen Menschen aus reichem Hause, deren gesellschaftliches Leben sich in einer, dem Studio 54 nachempfundenen, Disco abspielt. Eine exzellente Riege von Jungstars wie Chloe Sevigny ("Boys Don't Cry") oder Kate Beckinsale ("Shooting Fish") sowie der mit Siebziger-Jahre-Hits gespickte Soundtrack machen diese intelligente Komödie zu einem nostalgischen Filmvergnügen. Ein kleiner Leckerbissen für die etwas anspruchsvolleren Zuschauer.

The Last Days of Disco

Pariser Designer riefen unlängst ein Revival der vielen mit Grauen in Erinnerung gebliebener Modetrends (man denke an überdimensionale Schulterpolster!) der achtziger Jahre aus. Regisseur Whit Stillman benutzte diese Ära des hedonistischen Exzess als Zeitrahmen für den dritten Teil seiner Yuppie-Trilogie, der chronologisch zwischen seinem Debüt "Metropolitan" und dem folgenden "Barcelona" positioniert ist. Seine gleichermaßen einfühlsame und ämusante Milieustudie beobachtet eine lose Clique von jungen Berufsanfängern aus wohlhabenden Elternhaus, deren gesellschaftliches Leben sich in einer dem notorischen "Studio 54" nachempfundenen Discothek abspielt.

Die aktuelle Bourgeois-Bestandsaufnahme konzentriert sind in erster Linie auf die selbstsichere, schnippische Charlotte (Kate Beckinsale verstrahlte bereits in der britischen TV-Version von Jane Austens Emma eine gehörige Portion Snobismus) und deren zurückhaltender Freundin Alice (die hinreißende Chloe Sevigny aus Kids und Palmetto). Beide arbeiten als Jungredakteurinnen bei einem Verlagshaus in Manhattan, teilen sich eine unbequemes Schlauchapartment und verbringen ihre Nächte bevorzugt in einem exklusiv-exquisiten Discoclub, wo es zunächst gilt, vom streng-elitären Türsteher durchgelassen zu werden.

Aus ihren Collegetagen kennen sie den quirligen Werbefachmann Jimmy (Mackenzie Astin), dessen besten Freund Des (Chris Eigemann aus Stillmans Vorgangsfilmen) als geschäftiger Clubmanager tätig ist, der liierte Umweltanwalt Tom (Robert Sean Leonard) und der manisch-depressive assistierende Staatsanwalt Josh (Matt Keeslar), der unsterblich in Alice verliebt ist. Gemeinsam - während sich unterschiedliche Pärchen-Konstellationen, Kameradschaftlichkeit und Lästereien ergeben - reflektieren die properen Preppies (wobei sie vereinzelt nicht vor Drogenkonsum, Geschlechtskrankheit und Arbeitslosigkeit gefeit sind) über existenzielle Lebensfragen und gesellschaftliche Trends. Dabei wird in haarspalterischen Diskussionen - und zur köstlichen Belustigung des Publikums - Disneyklassikern wie Bambi und The Lady and the Tramp psychologisch prägende Signifikanz zugewiesen. Das Disco-Zeitalter wurde liebevoll nostalgisch rekreiert, ohne dabei in alberne Extreme zu verfallen. Der Soundtrack, bei dessen Zusammenstellung ebenfalls nicht nur auf die plattgetretensten gängigen Nummern gesetzt wurde, zeichnet sich als große Klasse aus. In seiner Ausführung mag die eloquente Sozialkomödie nicht so fließend-elegant wie die Garderobe der Protagonistinnen gestaltet sein und es haben sich auch manche Längen eingeschlichen, doch für groovig-smarte Unterhaltung ist dennoch bestens gesorgt. Wer sich die wahren Exzesse des Discolebens erhofft, wird jedoch auf Studio 54 warten müssen. ara.

The Last Days of Disco

Schrill, bunt, laut und hemmungslos exhibitionistisch waren die wilden Jahre der Disco-Ära, und ihre Hauptstadt war New York. Hier in Manhattan zu Anfang der überdrehten 80er Jahre, haben die beiden Verlagsangestellten Alice und Charlotte alle Mühe, finanziell über die Runden zu kommen. Und doch käme kein anderer Ort für sie in Frage, denn hier liegt ihr ebensmittelpunkt: die exklusivste Disco der Stadt, wo man sein muss, wenn man dazu gehören will, wo alles erlaubt ist und wo die Party niemals endet ...

Quelle: Warner Home Video

Darsteller:  Chloë Sevigny   als Alice
  Kate Beckinsale   als Charlotte
  Christopher Eigeman   als Des
  Matt Keeslar   als Josh
  Mackenzie Astin   als Jimmy
  Matt Ross   als Dan
  Tara Subkoff   als Holly
  Burr Steers   als Van
  David Thornton   als Bernie
  Jaid Barrymore   als Tigerlady
  Michael Weatherly   als Hap
  Robert Sean Leonard   als Tom
  Jennifer Beals   als Nina
 
Regie:  Whit Stillman  
Buch:  Whit Stillman  
Musik:  Mark Suozzo  
Kamera:  John Thomas  
Produzent:  Whit Stillman  
 

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