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The Limits of Control

Jim Jarmuschs Roadmovie-Hommage an "Point Blank", in der ein geheimnisvoller Fremder nach Spanien reist, um einen mysteriösen Auftrag zu erfüllen.


The Limits of Control

Leihvideo

Erhältlich seit:
18.11.2009

Originaltitel: The Limits of Control

Drama/ Kriminalfilm

USA/Japan 2009
Laufzeit: 111 Min.
FSK: ab 12

Isaach De Bankolé
Alex Descas
Jean-François Stévenin

Regie: Jim Jarmusch
Universum Film

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Jim Jarmusch perfektioniert seinen unnachahmlich lakonischen Erzählstil. Ein mysteriöser Roadtrip mit großem Staraufgebot.

Der mysteriöse Fremde hat eine Mission zu erfüllen (Foto: Tobis) Großansicht

Der mysteriöse Fremde hat eine Mission zu erfüllen (Foto: Tobis)

Ein geheimnisvoller Fremder (Isaach De Bankolé) reist nach Spanien. Er hat dort einen nicht minder geheimnisvollen Auftrag zu erledigen, der nichts Gutes verheißt. Denn der schweigsame, entschlossen wirkende Mann bewegt sich stets am Rande der Legalität. Auf seiner Reise quer durch das Land trifft er immer wieder merkwürdige Gestalten, die ihm rätselhafte Botschaften überbringen.

Kann er ihnen trauen? Die Ereignisse werden kurioser, gleichzeitig wächst das unheimliche Gefühl einer Bedrohung. Wer zieht im Hintergrund die Fäden? Handelt es sich vielleicht um eine groß angelegte Verschwörung?

Was hat der Mann mit der Gitarre mit der Sache zu tun? (Foto: Tobis) Großansicht

Was hat der Mann mit der Gitarre mit der Sache zu tun? (Foto: Tobis)

Oscar-Stars in Spanien

US-Regisseur Jim Jarmusch, zuletzt heiter-melancholisch und sehr erfolgreich mit "Broken Flowers", präsentiert einen spannenden Roadtrip, gefilmt an den schönsten Orten Spaniens und mit einer außergewöhnlichen Darstellerriege: Oscar-Preisträgerin Tilda Swinton, Gael Garcia Bernal und Bill Murray geben sich unter anderem die Ehre. Dieser neue Jarmusch ist reinste Kino-Magie!

The Limits of Control

Skurrile Geschichte in bester Jarmusch-Manier um einen geheimnisvollen Fremden, der nach Spanien reist, um einen nicht ganz legalen Auftrag auszuführen.

Es ist nicht zu übersehen, Jim Jarmusch lässt sich vom film noir eines Jean-Pierre Melville inspirieren und von den konspirativen Figuren eines Jacques Rivette. Sein namenloser Fremder (Isaach De Bankolé) ist auf einer nicht ganz durchschaubaren Mission und schöpft seine Ruhe und Kraft aus Tai Chi. Bevor er in einem blau irisierenden Maßanzug zu einem Treffen mit seinen Auftraggebern geht, lässt er sich die Schuhe am Automaten putzen, wäscht sich akribisch die Hände, um sich dann am Flughafen in der Lounge von zwei dubiosen Herren mit Sonnenbrillen einen kleinen Koffer und einen Satz Schlüssel geben zu lassen. Hier wird erstmals die Running-Gag-Frage gestellt, ob er spanisch spricht, die sich durch den ganzen Film zieht. Der Geheimnisvolle reist nach Spanien. Was er bezweckt, bleibt im Dunkeln. Immer wieder trifft er Leute, die ihm Botschaften übermitteln, er verschluckt kleine Zettelchen mit Nummern und spült sie mit Espresso runter. Er ist ein Typ, den nichts aus der Balance bringt, außer wenn der Kellner nicht wie bestellt zwei Tassen Espresso bringt, sondern einen doppelten. Der Sinn der Aktionen erschließt sich nicht, der Weg ist das Ziel, auch wenn es am Ende zu einem Showdown mit einem Amerikaner (Bill Murray) im schwer bewachten Bunker kommt.

Jarmusch setzt auf das Intuitive und Imaginative, nicht auf das Rational-Analytische. Auf dem Trip durch Spanien begegnet er der Blonden (seiner Muse und seinem "Fetisch" Tilda Swinton) mit Cowboyhut, die über Orson Welles' "Die Lady von Shanghai" parliert, der Japanerin, die sich den Molekülen verschrieben hat, dem Mexikaner, dessen Pickup mit der Inschrift "La vida no vale nada" verziert ist oder der Spanierin, die ihn verführen will. Aber er folgt seinen Prinzipien: Keine Waffen, kein Sex, kein Mobiltelefon während der Arbeit. Zwischendurch besucht der Schweigsame mit den unbeweglichen Gesichtszügen gerne das Museum, um sich jeweils nur auf ein Bild zu konzentrieren. Es geschieht wie in einer Endlosschlaufe so gut wie nichts, er sitzt im Café, im Hotelzimmer, im Flugzeug, manchmal knattern US-Überwachungshubschrauber am Himmel, eine Aneinanderreihung wiederkehrender Dialoge und Variationen von Szenen. Christopher Doyle fängt die Farben Spaniens ein, von den Landschaften bis hin zu feinen Keramikmosaiken, als Kontrast dazu gibt es immer wieder Close-Ups auf Bankolés unbewegtes Gesicht. Gedreht wurde auf 35mm mit entsprechenden Linsen. "Limits of Control", eine irritierende Reise durch ein experimentelles Labyrinth, ist weniger gefällig und zugänglich als "Broken Flowers", streift durch philosophische Gefilde und mysteriöse Zusammenhänge, könnte auch ein großer Bluff sein. Die Quintessenz? "Reality is arbitrary". mk.

The Limits of Control

Nach seinem überwältigenden Erfolg mit BROKEN FLOWERS inszeniert Jim Jarmusch, die Ikone des US-amerikanischen Independent Kinos, erneut einen ebenso kuriosen wie spannenden Road-Trip. Auf der Herrentoilette eines großen europäischen Flughafens wäscht sich ein schwiegsamer Mann die Hände. Dann betrachtet er sich im Spiegel. Seine Haut ist dunkel, sein Gesicht knochig, der Blick intensiv, aber nicht recht zu deuten. Er trägt einen silbrig blauen Maßanzug, ein perfekt sitzendes Hemd, keine Krawatte. Nachdem er die Toilette verlassen hat, nimmt er in der Abflughalle von zwei zwielichtigen Typen einen kleinen Koffer sowie einen Satz Schlüssel in Empfang und besteigt wenig später ein Flugzeug. Der geheimnisvolle Fremde reist nach Spanien. Anscheinend hat er dort einen Auftrag zu erledigen...

Quelle: Universum Film

Darsteller:  Isaach De Bankolé   als Geheimnisvoller Fremder
  Alex Descas   als Kreole
  Jean-François Stévenin   als Franzose
  Luis Tosar   als Violine
  Paz de la Huerta   als Nackte
  Tilda Swinton   als Blonde
  Youki Kudoh   als Molekül
  John Hurt   als Gitarre
  Gael García Bernal   als Mexikaner
  Hiam Abbass   als Fahrerin
  Bill Murray   als Amerikaner
 
Regie:  Jim Jarmusch  
Buch:  Jim Jarmusch  
Musik:  Boris  
Kamera:  Christopher Doyle  
Produzent:  Stacey E. Smith  
  Gretchen McGowan  
 

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