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Kaufvideo
Erhältlich seit:
08.05.2008
Originaltitel: El maquinista
Spanien 2003
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 16
Christian Bale
Jennifer Jason Leigh
Aitana Sánchez-Gijón
Regie: Brad Anderson
3L Vertriebs GmbH & Co.KG

Die Voraussetzungen für den Erfolg dieser düsteren Gothic-Charakterstudie im Industrial-Look mögen nicht die allerbesten sein: Den letzten Filmen des jungen Filmemachers Brad Anderson, "Session 9" oder "Next Stop Wonderland", gelang international noch nicht der Sprung auf die Kinoleinwand. Nach dem Beifall in Sundance und bei der Berlinale dürften für "The Machinist", den Anderson für die spanische Filmax Entertainment inszenierte, die Chancen hoffentlich besser stehen, auch hierzulande einen Verleih zu finden oder zumindest Genrefans auf dem ein oder anderen (Fantasy-)Festival mit der Performance des neuen Batman Christian Bale eine Gänsehaut einzujagen.
Was vor allem daran liegt, dass Christian Bale für die Hauptrolle eine körperliche Transformation vorlegte, die selbst Oscar-Preisträgerin Charlize Theron in den Schatten stellt. Der Verlust von 63 Pfund Körpergewicht, der aus dem ehemals durchtrainierten "American Psycho" einen abgemagerten, nicht weniger psychotisch wirkenden Strich in der düsteren Landschaft macht, wären zwar keine Voraussetzung für Bales Besetzung gewesen, heißt es. Doch die Tortur zeigt Wirkung: Ist der Schock über die eingefallenen Wangen, dunklen Augenhöhlen und hervorstechenden Rippen gewichen, entwickelt man für das Schicksal von Bales Trevor Reznik umgehend Sympathie und Mitgefühl - und ahnt doch Böses. Trevor, ein ruhiger, einsamer junger Arbeiter in einer Maschinenfabrik, erklärt, er habe seit über einem Jahr nicht geschlafen. Da will man sofort die Behauptung anzweifeln, dass noch niemand an Schlaflosigkeit gestorben sei.
Jemand anderes hat allerdings unfreiwillig den Tod gefunden zeigt der Prolog, in dem Trevor einen in einen Teppich eingerollten Körper von einer Klippe ins Meer entsorgt. Nach dem Drehbuch von Scott Kosar ("Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre") erzählt Anderson von Trevors täglicher Routine in einer Fabrik, in der seine ständigen Halluzinationen einen Arbeitsunfall verursachen, bei dem ein Kollege (Michael Ironside) einen Arm verliert. Skurrile Post-Its mit Todesdrohungen, die offensichtlich irgendjemand in Trevors Wohnung verteilt, ein stahlharter neuer Kollege (John Sharian), den niemand außer Trevor kennt, und seine Zuneigung zu Kellnerin Marie (Aitana Sanchez-Giton) und der Prostituierten Stevie (Jennifer Jason Leigh) ergeben das Porträt einer gequälten, paranoiden Seele, das den Handlungstwist in der zweiten Hälfte ahnen lässt, jedoch bis zum Schluss den Zuschauer mit quälenden Fragen konfrontiert.
Wenn schließlich die Fäden zusammengeknüpft werden und das Drehbuch seine Logik beweist, ist das ebenso erfreulich, wie die Spannung, die Korsar, Anderson und Kameramann Xavi Gimenez ("Intacto") bis zur letzten Sekunde aufrecht erhalten: Mit schmalem Fokus und limitierter Farbpalette kreiert letzterer eine klaustrophobische Atmosphäre, die nicht nur dank des überraschenden Bernard-Hermann-Scores von Roque Banos an Alfred Hitchcock erinnern. Vergleiche mit dem Meister des Suspense-Kinos sind hier ebenso erlaubt wie mit David Lynch, den Seelenqualen eines Kafka-Helden oder des "Idioten" von Dostojewski, der Trevor durch die schlaflosen Nächte begleitet. Seine Alb-Wachträume werden in der schwefelig-stickigen Atmosphäre eines anonymen Industriegebiets in ausgewaschenen Grautönen zur filmischen Realität - und "The Machinist" eine intensive, präzise, dicht ausgearbeitete und beängstigend gut gespielte Film-Noir-Charakterstudie, die mit ihrer kompromisslosen Ernsthaftigkeit und visueller Originalität das Zeug zum Kultfilm mitbringt. cm.
Der Maschinist Trevor Reznik (Christian Bale) hat seit einem Jahr nicht mehr geschlafen. Seine Schlaflosigkeit hat zu einem schockierenden Verfall seiner körperlichen und geistigen Verfassung geführt, den seine Kollegen mit Argwohn, seine einzigen Bezugspersonen - die Prostituierte Stevie (Jennifer Jason Leigh) und die Kellnerin Marie (Aitana Sánchez-Gijón) - mit Sorge verfolgen. Dann verschuldet Trevor auch noch einen Arbeitsunfall, bei dem ein Mann einen Arm verliert. Seine Schuldgefühle weichen jedoch bald einem wachsenden Misstrauen und schließlich einer ausgewachsenen Paranoia, als er in seiner Wohnung kryptische Notizen findet und von einem mysteriösen neuen Arbeitskollegen verfolgt wird, den es gar nicht geben soll. Sind all die Vorkommnisse Teil einer großen Verschwörung, die Trevor in den Wahnsinn treiben soll? Oder ist es nur seine Müdigkeit, die ihm langsam aber sicher den Verstand raubt? Entschlossen macht sich Trevor daran, die Lösung eines Rätsels zu finden, das sein Leben in einen schlaflosen Albtraum zu verwandeln droht. Doch je mehr er herausfindet, umso weniger will er wissen...
Quelle: 3L
| Darsteller: | Christian Bale | als Trevor Reznik | |
|---|---|---|---|
| Jennifer Jason Leigh | als Stevie | ||
| Aitana Sánchez-Gijón | als Marie | ||
| John Sharian | als Ivan | ||
| Michael Ironside | als Miller | ||
| Larry Gilliard Jr. | als Jackson | ||
| Reg E. Cathey | als Jones | ||
| Anna Massey | als Mrs. Shrike | ||
| Matthew Romero Moore | als Nicholas | ||
| Robert Long | als Furman | ||
| Colin Stinton | als Inspector Rogers | ||
| Craig Stevenson | als Tucker | ||
| Ferran Lahoz | als Gonzales | ||
| Regie: | Brad Anderson | ||
| Buch: | Scott Kosar | ||
| Musik: | Roque Baños | ||
| Kamera: | Xavi Gimenez | ||
| Produzent: | Julio Fernández | ||
The Machinist in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts HD 5.1, Englisch dts HD 5.1
Tonformat: dts HD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Originaltrailer
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