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The Majestic

Inspirierendes Emodrama im Stil eines Frank Capra, in dem Jim Carrey einen Drehbuchautor mimt, der 1951 Opfer der Kommunistenhatz wird.


The Majestic

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Erhältlich seit:
24.10.2002

Originaltitel: The Majestic

Drama

USA 2001
Laufzeit: 146 Min.
FSK: ab 6

Jim Carrey
Laurie Holden
Martin Landau

Regie: Frank Darabont
Warner Home Video Germany

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The Majestic

Amerika in den 50er Jahren. Nach einem Autounfall verliert der von den Kommunistenjägern unschuldig verfolgte B-Movie-Autor Peter Appleton sein Gedächtnis. Nur knapp dem Tod entronnen, landet er im beschaulichen Küstenstädtchen Lawson, wo ihn alle für "Luke", den im Krieg verschollenen Sohn des alten Harry, halten. Überglücklich beginnt dieser sogleich, mit Peter sein heruntergekommenes Kino zu renovieren. Als eines Tages Peters eigener Film aufgeführt wird, löst sich dessen Gedächtnisblockade. Ein Unglück nimmt seinen Lauf...

Die Filme des großen Frank Capra inspirierten Frank Darabont ("The Green Mile") zu seinem neuesten Werk. Nach "Die Truman Show" und "Der Mondmann" kann Gummigesicht Jim Carrey erneut in einer ernsten Rolle brillieren. Mit Martin Landau ("EDtv") und Lauren Holly ("Dumm und Dümmer") stehen dem Top-Comedian souverän agierende Kollegen zur Seite. Hervorragend besetzt, versiert fotografiert und liebevoll in Szene gesetzt, gehört "The Majestic" in die Filmsammlung eines jeden Filmfreunds mit intellektuellem Anspruch.

The Majestic

"Gebt Jim Carrey endlich einen Oscar, damit er sich wieder auf Komödien konzentriert!" Süffisante Bemerkungen wie diese wurden in der US-Presse laut, nachdem Gummigesicht Carrey ("Ich beide & sie") auf "Die Truman Show" und "Der Mondmann" nun eine weitere ernsthafte Rolle übernahm. In dem emotionsgeladenen Drama mit zahlreichen Verweisen auf die Bibel und alte Hollywood-Klassiker mimt der Superstar einen Drehbuchautor, der Anfang der fünfziger Jahre als vermeintlicher Kommunist auf die gefürchtete Schwarze Liste gesetzt wird und nach einem Amnesie verursachenden Autounfall ein heruntergekommenes Kino neu errichtet und die verlorene Lebensfreude eines verschlafenen Küstenstädtchen wiedererweckt.

Sowohl der Plot als auch die Inszenierung sind der vergangenen Hollywood-Ära der Nachkriegsjahre verhaftet. Regisseur Frank Darabont ("The Green Mile") lässt sich in seiner nostalgisch gefärbten Moralfabel stark von Frank Capras sentimental wehmütigen Geschichten über Ehre, Hoffnung und Aufrichtigkeit beeinflussen. Wie in "Ist das Leben nicht schön?" werden Gemeindegeist und Kleinstadtvertraulichkeit groß geschrieben, deren unschätzbarer Wert dem zunächst ignoranten Protagonisten offenbar werden. Am Schluss schwingt er gar eine flammende Rede über die amerikanische Verfassung und weckt unweigerlich Erinnerungen an "Mr. Smith geht nach Washington".

In seiner Rolle, wie sie einst von James Stewart gespielt worden wäre, spielt Carrey den B-Movie-Autor Peter Appleton, der unschuldig Opfer der McCarthyschen Kommunistenhatz wird. Nach einem Autounfall landet er mit Gedächtnisschwund in dem kleinen Küstenort Lawson, wo ihn der alte Kinobesitzer Harry Trimble (Martin Landau arg betulich und mitleidheischend) für seinen im Krieg seit über neun Jahren vermissten Sohn Luke hält. Da das Städtchen insgesamt 62 seiner Söhne verloren hat, wird das plötzliche Auftauchen von Luke als Wunder angesehen, das ihnen neue Hoffnung und Kraft verleiht. Trotz leiser Bedenken versucht der vermeintlich heimgekehrte Sohn mehr als willig, Lukes Liebe zu der hübschen Doktorentochter Adele (die klassische Schönheit Laurie Holden, die allerdings auffallend zehn Jahre zu jung für ihre Rolle aussieht) neu aufflammen zu lassen. Und mit Harry renoviert er den lange geschlossenen Kinopalast "The Majestic" - das "Cinema Paradiso" des Örtchens, wo das Publikum von den "Filmgöttern" verzaubert wird und seinen beschwerlichen Nachkriegsalltag vergessen kann. Doch alle Harmonie muss schließlich ein jähes Ende finden, als Appleton letztlich von seinen Jägern aufgespürt wird. Er muss vor dem HUAC, dem House of Unamerican Activities, aussagen, wo er sich mit einer Entschuldigung und Anschwärzung weiterer Unschuldiger reinwaschen könnte. Doch sein Aufenthalt in der heilen Welt von Lawson hat aus dem Mann, der zuvor weder "besondere Werte oder feste Überzeugungen" hatte, einen neuen Menschen gemacht. Ohne Rücksicht auf Verluste verteidigt er das "wahre Amerika", in dem Meinungsfreiheit ein gesetzlich verankertes Recht ist. Ein sentimentales Happy End ist bei soviel Gutmenschentum selbstverständlich vorprogrammiert.

Marathon-Mann Darabont beschränkt sich (für seine Verhältnisse) diesmal auf eine Filmlänge von schlappen 152 Minuten, die trotz aller guten Absichten und handwerklicher Finesse allzu lang anmuten. Allzu selbstgefällig wirkt der Erzählton, und auch Carreys Darstellung schwankt zwischen aufgesetzt und anbiedernd. Die technische Umsetzung, vor allem die versierte Kameraarbeit, die liebevoll rekonstruierten Bauten und ein sorgfältig aus vielen Oldies zusammengestellter Soundtrack, sind hingegen ohne Makel. ara.

Darsteller:  Jim Carrey   als Peter Appleton
  Laurie Holden   als Adele Stanton
  Martin Landau   als Harry Trimble
  David Ogden Stiers   als Doc Stanton
  James Whitmore   als Stan Keller
  Jeffrey DeMunn   als Ernie Cole
  Ron Rifkin   als Kevin Bannerman
  Hal Holbrook   als Kongressabgeordneter Doyle
  Bob Balaban   als Elvin Clyde
  Brent Briscoe   als Sheriff Cecil Coleman
  Gerry Black   als Emmett Smith
  Susan Willis   als Irene Terwilliger
  Catherine Dent   als Mabel
  Karl Bury   als Bob Leffert
  Brian Howe   als Carl Leffert
  Chelcie Ross   als Avery Wyatt
  Matt G. Wiens   als Spencer Wyatt
  Amanda Detmer   als Sandra Sinclair
  Allen Garfield   als Leo Kubelsky
  Daniel von Bargen   als Federal Agent Ellerby
  Shawn Doyle   als Federal Agent Saunders
 
Regie:  Frank Darabont  
Buch:  Michael Sloane  
Musik:  Mark Isham  
Kamera:  David Tattersall  
Produzent:  Frank Darabont  
 

The Majestic in der Fotoshow

 

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