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The Minus Man

Spannender, schön gefilmter Serienkiller-Film vom Drehbuchautor von "Blade Runner".


The Minus Man

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Erhältlich seit:
21.09.2007

Originaltitel: The Minus Man

Thriller/ Drama

USA 1998
Laufzeit: 107 Min.
FSK: ab 12

Owen Wilson
Brian Cox
Janeane Garofalo

Regie: Hampton Fancher
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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The Minus Man

Ein Serienkiller durchstreift das Land, und weil der junge, höfliche Mann eher Beschützer- und Liebesinstinkte statt Fluchtreflexe weckt, holt manches Opfer sich seinen Sensenmann selbst ins Haus. So geht es auch einem gar nicht glücklich verheirateten Ehepaar: Er mag den jungen Mann, weil er in dem Fremdling einen Ersatz für sein vor Jahren verschwundenes Kind wähnt, sie ist dagegen, findet sich aber mit seiner Gegenwart ab. Das Leben scheint sich zu normalisieren für den Drifter, Liebe keimt in der neuen Bürgerlichkeit. Doch kann er über seinen mörderischen Schatten springen?

Mal ganz etwas anderes als den üblichen Horrornonsens um vor Wahnsinn vibrierende Bilderbuchpsychopathen serviert "Blade Runner"-Autor Hampton Fancher in seinem gelungenen Regiedebüt. Hervorragende Schauspielerleistungen, allen voran Owen Wilson ("Das Geisterschloss") in der Killerrolle, garnieren ein geschliffenes inszenatorisches Meisterwerk, das ganz ohne spektakuläres Blutvergießen oder pompöse Knalleffekte ein Maximum an Atmosphäre garantiert.

The Minus Man

Der netteste Serienkiller der Filmgeschichte ist dem späten Regiedebütanten Hampton Fancher, Drehbuchautor und Produzent des legendären "Blade Runner", ganz sicher mit dem flachsblonden "The Minus Man" gelungen. Der sanfte, aber dafür umso intensivere Horror-Thriller mit einem sensationell freundlich-abgründigen Owen Wilson (demnächst auch in "Shang-High Noon") in der Titelrolle dürfte die Fans hintersinnigen Nervenkitzels und raffinierter Krimi-Hochspannung a la Hitchcock scharenweise in die Arthouse-Kinos locken.

Als einsamer Truckfahrer taucht der freundliche Zeitgenosse Vann Siegert (Wilson) eines Tages aus dem Nirgendwo in der sonnendurchfluteten amerikanischen Westküsten-Kleinstadt auf. Bei einem nicht mehr besonders harmonierenden Ehepaar (Mercedes Ruehl und Brian Cox) findet er ein Untermieterzimmer und wird bald zum Vertrauten des merkwürdig selbstzerstörerischen Mannes und zum freundschaftlichen Verbündeten der schönen, offenbar leicht frustrierten Frau. Vann, der schon bald durch die Vermittlung seines Vermieters einen Job bei der Post bekommt, richtet sich in dem Städtchen offenbar ganz zufrieden, dabei bescheiden, ein, und doch vermittelt Fancher das unterschwellige Auf-dem-Sprung-Verhalten seines Besuchers in der Figur des netten Blonden mit dem Oskar-Werner-Look. Vann ist ein liebenswerter junger Mann, zu niemandem unfreundlich, hilfsbereit, zurückhaltend. Und diese Zurückhaltung ist es, die es in sich hat. Sie ist der Schlüssel zu den geheimen Abgründen in Vann, die der Kinozuschauer zu ahnen beginnt, wenn gleich zu Beginn des Films eine junge asthmatische Junkie-Tramperin (Rock-Star Sheryl Crow in ihrer ersten Filmrolle) ihm ihr Leid klagt und nach einem tröstlichen Schluck aus seinem Flachmann sanft aus dem Leben nickt neben Vann am Steuer seines Truck.

Mit ruhig intelligentem Understatement inszeniert Hampton Fancher diese Szene, die eine stille Zärtlichkeit ausstrahlt. Owen Wilson hat die Sympathie der Zuschauer von Anfang an und eigentlich sogar bis zum Ende, wenn er in dem Nirgendwo, aus dem er kam, wieder verschwindet. Wenn er von Zeit zu Zeit Fremden, die seinen Weg kreuzen, einen Schluck aus seinem Flachmann anbietet und sich bald die geheimnisvollen Todesfälle am Ort häufen, ist man höchstens erstaunt darüber, dass ihm keiner dort auf die Schliche kommt. Allerdings ist die Postangestellte Ferin (Janeane Garofalo) relativ nah dran, weil sie seine Nähe sucht und diese sogar - das einzige Mal im Film - gefährlich gewalttätig zu spüren bekommt.

Hitchcocks Norman Bates, Melvilles Billy Budd und Camus' Fremder Meursault standen Pate bei der Minus-Man-Kinofigur, die Fancher nach dem Roman von Lew McCreary (deutsch bei Heyne) für die Leinwand entwarf. Ein Mann, der den bezaubernden Charme eines unschuldigen Kindes hat und gleichzeitig eine große innere Leere, er ist der perfekte Vertraute und gleichzeitig ein Fremder. So ist der ungewöhnlich spannende Film, in einer ruhigen, manchmal traumwandlerisch hypnotischen Folge suggestiver Bilder (Kamera: Bobby Bukowski) erzählt, großes existenzialistisches, sinnliches Suspense-Kino, nicht nur für Thriller-Genre-Fans. fh.

The Minus Man

Ein kleiner verschlafener Ort an der Westküste scheint für den schüchternen Truckfahrer Vann Siegert genau der richtige Platz, um sich niederzulassen. Die Dorfbewohner mögen den sympathischen jungen Mann, schnell findet er eine passende Bleibe, einen Job bei der Post und sogar eine Freundin. Doch als plötzlich Menschen spurlos verschwinden, zieht die Angst im Dorf ein. Zu spät bemerken die Einheimischen, welch düsteres Geheimnis sich hinter der harmlosen Fassade des sanften Blonden verbirgt ...
"Blade Runner"-Drehbuchautor Hampton Fancher ließ den raffiniert gegen den Strich besetzten Sunnyboy Owen Wilson in diesem spannenden Serienkiller-Thriller zur Hochform auflaufen. US-Musikstar Sheryl Crow überzeugt bei ihrem ersten Filmauftritt in einer Nebenrolle.

Quelle: Studiocanal

Interview mit Hampton Fancher (Regie) und Lew McCreary (Romanvorlage), Fotogalerie, Starinfos, Presseheft als DVD-ROM-Part, Trailer

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Owen Wilson   als Vann Siegert
  Brian Cox   als Doug
  Janeane Garofalo   als Ferrin
  Dwight Yoakam   als Blair
  Dennis Haysbert   als Graves
  Sheryl Crow   als Caspar
  Eric Mabius   als Gene
  Larry Miller   als Paul
  Lois Gerace   als Lois
  Alex Warren   als Soldat
 
Regie:  Hampton Fancher  
Buch:  Hampton Fancher  
Musik:  Marco Beltrami  
Kamera:  Bobby Bukowski  
Produzent:  Fida Attieh  
  David L. Bushell  
 

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