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The Missing

Starbesetztes Westerndrama von den Machern von "A Beautiful Mind" über eine Frau, die mit ihrem Vater die Kidnapper ihrer Tochter jagt.


The Missing

Leihvideo

Erhältlich seit:
13.07.2004

Originaltitel: The Missing

Western/ Drama

USA 2003
Laufzeit: 131 Min.
FSK: ab 12

Tommy Lee Jones
Cate Blanchett
Evan Rachel Wood

Regie: Ron Howard
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Nervenzerreissende Spannung im Wilden Westen: Cate Blanchett und Tommy Lee Jones kämpfen in diesem brillanten und bewegenden Abenteuer gegen die rauhe Natur und mystische Kräfte.

Tommy Lee Jones und Cate Blanchett auf gefährlicher Spurensuche (Foto: Columbia TriStar) Großansicht

Tommy Lee Jones und Cate Blanchett auf gefährlicher Spurensuche (Foto: Columbia TriStar)

New Mexico, 1886: in der abgelegenen Wildnis herrschen Armut und Gesetzlosigkeit. Harte Männer auf Pferderücken, unendliche Weite der Prärie, Kampf auf Leben und Tod. Ihre Frau steht Cate Blanchett in der Einöde als couragierte Farmerin und Heilerin Maggie Gilkeson mit zwei Töchtern.

Als nach fast zwanzig Jahren ihr Vater auftaucht, weist sie den wie einen Indianer aussehenden Alten (Oscar-Gewinner Tommy Lee Jones mit einem Gesicht zerklüftet wie die Rocky Mountains) rüde zurück, hat er doch einst sie und ihre Mutter kaltherzig verlassen.

Doch dann entführt eine brutale Bande unter Führung eines finsteren Medizinmanns die Teenie-Tochter (Evan Rachel Wood), um mit ihr über die mexikanische Grenze zu verschwinden.

"Kopf hoch, Kleines", tröstet Mutter Cate Blanchett (Foto: Columbia TriStar) Großansicht

"Kopf hoch, Kleines", tröstet Mutter Cate Blanchett (Foto: Columbia TriStar)

Mutter auf Bärenjagd

Voller Angst um ihr Kind überwindet Maggie ihren Zorn und heftet sich mit ihrem Vater, einem gewieften Spurenleser, auf ihre Fersen.

Geheimnisvolle Mystik, totale Spannung, tiefe Gefühle: In diesem packenden Drama von "A Beautiful Mind"-Regisseur Ron Howard gibt es davon die volle Dosis.

The Missing

Seit seinem Auftritt als Schauspieler in John Waynes letztem Film "Der Scharfschütze" aus dem Jahr 1976 träumte Regisseur und Oscar-Gewinner Ron Howard ("A Beautiful Mind") davon, selbst einmal einen Western zu drehen. Er hat ihn sich erfüllt mit "The Missing", dessen Plot über die Suche nach einem von Indianern entführten Mädchen deutliche Parallelen zu dem John-Ford-Klassiker "Der schwarze Falke" aufweist. In den exzellent gespielten Hauptrollen treten Tommy Lee Jones ("Men in Black II") und Cate Blanchett ("Die Journalistin") in dem für die Berlinale 2004 als Wettbewerbsbeitrag ausgewählten Film als lange entfremdetes Vater-Tocher-Paar auf, das durch die tragische Entführung von Blanchetts Tochter gezwungenermaßen Annäherung findet.

Das Drehbuch wurde von Ken Kaufman ("Muppets in Space", "Space Cowboys") nach dem Roman "The Last Ride" adaptiert. Angesiedelt im Jahr 1885, wird die Heldin Maggie Gilkeson (Blanchett) als christliche Heilerin eingeführt, die mit zwei Töchter und ihrem Freund Brake (Aaron Eckhart) auf einer Farm lebt. Unvermutet erscheint eines Tages ein vermeintlicher alter Indianer an ihrer Türschwelle, der sich als ihr Vater Samuel Jones (Jones) entpuppt. Verbittert verweigert sie ihre Gastfreundschaft, da er sie und ihre Mutter vor vielen Jahren verlassen hatte, um unter Indianern zu leben. Doch dann wird die ältere Tochter Lily (Rachel Evans Wood aus "Dreizehn") von einer mordlustigen Bande von Indianern und Weißen entführt, die zuvor Brake und dessen Helfer grausam abgemetzelt haben. Da der örtliche Sheriff und die Kavalarie (Cameo-Auftritt: Val Kilmer) sich weigern, Maggie bei der Suche behilflich zu sein, muss sie sich notgedrungen an ihren im Spurenlesen beflissenen Vater wenden. Gemeinsam mit der kleinen Tochter (Jenny Boyd überzeugt als frühreifer Dickkopf) im Schlepptau folgen sie der Bande, die von einem extrem hässlichen Hexer (Eric Schweig aus "Der letzte Mohikaner") angeführt wird. Sie befinden sich auf dem Weg nach Mexiko, um Lily und eine Reihe weiterer junger Mädchen in die Prostitution zu verkaufen. Die Zeit drängt, sie vor der Grenzüberquerung einzuholen.

Wie in seinem thematisch nicht ganz unähnlichen Kidnapping-Thriller "Kopfgeld - Ransom" trifft Howard in diesem als düsterem Mystery-Schocker überaus brauchbaren filmischen Kraftakt die nicht ganz nachvollziehbare Entscheidung, die Bösewichte immer wieder in all ihrer Abscheulichkeit bei ihren Taten vorzuführen, anstatt deren Auswirkung für sich sprechen zu lassen. So ist die Szene zu Beginn, in der Maggie ihren toten Freund zerstückelt eingerollt in ein Tierfell von einem Baum hängend findet, ein mehr als effektiver Tritt in die Magengrube und wesentlich verstörender als alle folgenden Schandtaten und Zaubereien des Hexers. Dessen Hokuspokus macht zwar im Kontext des Zusammenpralls verschiedener Kulturen und Glaubensvorstellungen Sinn, der in der Figur des hin- und hergerissenen Jones kulminiert, strapaziert aber auch die Glaubwürdigkeit der ansonsten exzellenten Geschichte. Weitere Versatzstücke des übernatürlichem Thrillers umfassen eine doppelkulturelle Exorzismuseinlage und eine psychedelische Episode, in der Vater Jones dem Tode nahe einem Habicht - Sinnbild für sein baldiges Sterben - begegnet. Perfekt baut Howard in das Handlungsgerüst noch ein bewegendes Familiendrama ein, das den beiden Hauptdarstellern Gelegenheit gibt, emotionale Schwerstarbeit zu leisten, ohne dabei jemals angestrengt zu wirken. Gefilmt wurde vor Ort in New Mexico, womit pittoresken Panorama-Aufnahmen Vorschub geleistet wird, die passend von James Horners ("Titanic") behäbigen Score untermalt werden. Ein nicht ganz runder Western also, der absolut perfekt und auf den Punkt beginnt, um dann in einer Flut von Nebenhandlungen und Figuren ein wenig vom Weg abzukommen. Seine Wucht und Dringlichkeit verliert "The Missing" dennoch nie. Dafür sorgen Regisseur und Darsteller, die immer sehenswert sind. ara.

Darsteller:  Tommy Lee Jones   als Jones
  Cate Blanchett   als Maggie
  Evan Rachel Wood   als Lilly
  Jenna Boyd   als Dot
  Aaron Eckhart   als Brake
  Sergio Calderón   als Emiliano
  Eric Schweig   als Chidin
  Steve Reevis   als Two Stone
  Ray McKinnon   als Russell J. Wintick
  Val Kilmer   als Lt. Jim Ducharme
  Simon Baker   als Honesco
  Jay Tavare   als Kayitah
  Clint Howard   als Sheriff Purdy
  Elisabeth Moss   als Anne
  Max Perlich   als Isaac Edgerly
  Ramon Frank   als Grummond
  Matthew E. Montoya   als Blowing Tree
  Rod Rondeaux   als Hudlao
  Juddson Linn   als Chauaiao
  Rance Howard   als Telegraphist
 
Regie:  Ron Howard  
Buch:  Ken Kaufman  
Musik:  James Horner  
Kamera:  Salvatore Totino  
Produzent:  Brian Grazer  
  Daniel Ostroff  
  Ron Howard  

Brad Pitt als Jesse James

Im Western was Neues: Hollywood-Beau Brad Pitt soll die Cowboy-Legende Jesse James mimen.

Hoch zu Ross im Wilden Westen: Brad Pitt (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Hoch zu Ross im Wilden Westen: Brad Pitt (Foto: Kurt Krieger)

Zu lang, zu altbacken, zu unspannend - mit Westernfilmen scheint das moderne Hollywood immer noch seine Probleme zu haben. Im vergangenen Jahrzehnt geriet das Genre ziemlich in Vergessenheit - und das, obwohl Kevin Costner 1990 mit seinem überlangen Epos "Der mit dem Wolf tanzt" einen überwältigenden Erfolg feiern konnte.

Erst in diesem Jahr sorgten erneut Costner und Ron Howard mit "Open Range" bzw. "The Missing" für eine Wiederbelebung der Pferdeoper. Und nun ist auch Brad Pitt auf den Geschmack gekommen.

Brad steigt in den Sattel

Pitt, seine Ehefrau Jennifer Aniston und ihr gemeinsamer Geschäftspartner Brad Grey wollen zusammen mit Warner den Roman "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford" von Ron Hansen für die große Leinwand adaptieren. Prominente Unterstützung erhalten sie von den Scott-Brüdern Ridley und Tony.

Sexy Brad will das Projekt aber keineswegs nur finanzieren, sondern schlüpft zudem in die Rolle des legendären Westernhelden. Im Regiestuhl soll Andrew Dominik Platz nehmen, der bislang eher mit Musikvideos und Werbespots von sich Reden gemacht hat. Auch für das Drehbuch zeichnet der Australier verantwortlich.

 

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