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Leihvideo
Erhältlich seit:
13.07.2004
Originaltitel: The Missing
USA 2003
Laufzeit: 131 Min.
FSK: ab 12
Tommy Lee Jones
Cate Blanchett
Evan Rachel Wood
Regie: Ron Howard
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

Seit seinem Auftritt als Schauspieler in John Waynes letztem Film "Der Scharfschütze" aus dem Jahr 1976 träumte Regisseur und Oscar-Gewinner Ron Howard ("A Beautiful Mind") davon, selbst einmal einen Western zu drehen. Er hat ihn sich erfüllt mit "The Missing", dessen Plot über die Suche nach einem von Indianern entführten Mädchen deutliche Parallelen zu dem John-Ford-Klassiker "Der schwarze Falke" aufweist. In den exzellent gespielten Hauptrollen treten Tommy Lee Jones ("Men in Black II") und Cate Blanchett ("Die Journalistin") in dem für die Berlinale 2004 als Wettbewerbsbeitrag ausgewählten Film als lange entfremdetes Vater-Tocher-Paar auf, das durch die tragische Entführung von Blanchetts Tochter gezwungenermaßen Annäherung findet.
Das Drehbuch wurde von Ken Kaufman ("Muppets in Space", "Space Cowboys") nach dem Roman "The Last Ride" adaptiert. Angesiedelt im Jahr 1885, wird die Heldin Maggie Gilkeson (Blanchett) als christliche Heilerin eingeführt, die mit zwei Töchter und ihrem Freund Brake (Aaron Eckhart) auf einer Farm lebt. Unvermutet erscheint eines Tages ein vermeintlicher alter Indianer an ihrer Türschwelle, der sich als ihr Vater Samuel Jones (Jones) entpuppt. Verbittert verweigert sie ihre Gastfreundschaft, da er sie und ihre Mutter vor vielen Jahren verlassen hatte, um unter Indianern zu leben. Doch dann wird die ältere Tochter Lily (Rachel Evans Wood aus "Dreizehn") von einer mordlustigen Bande von Indianern und Weißen entführt, die zuvor Brake und dessen Helfer grausam abgemetzelt haben. Da der örtliche Sheriff und die Kavalarie (Cameo-Auftritt: Val Kilmer) sich weigern, Maggie bei der Suche behilflich zu sein, muss sie sich notgedrungen an ihren im Spurenlesen beflissenen Vater wenden. Gemeinsam mit der kleinen Tochter (Jenny Boyd überzeugt als frühreifer Dickkopf) im Schlepptau folgen sie der Bande, die von einem extrem hässlichen Hexer (Eric Schweig aus "Der letzte Mohikaner") angeführt wird. Sie befinden sich auf dem Weg nach Mexiko, um Lily und eine Reihe weiterer junger Mädchen in die Prostitution zu verkaufen. Die Zeit drängt, sie vor der Grenzüberquerung einzuholen.
Wie in seinem thematisch nicht ganz unähnlichen Kidnapping-Thriller "Kopfgeld - Ransom" trifft Howard in diesem als düsterem Mystery-Schocker überaus brauchbaren filmischen Kraftakt die nicht ganz nachvollziehbare Entscheidung, die Bösewichte immer wieder in all ihrer Abscheulichkeit bei ihren Taten vorzuführen, anstatt deren Auswirkung für sich sprechen zu lassen. So ist die Szene zu Beginn, in der Maggie ihren toten Freund zerstückelt eingerollt in ein Tierfell von einem Baum hängend findet, ein mehr als effektiver Tritt in die Magengrube und wesentlich verstörender als alle folgenden Schandtaten und Zaubereien des Hexers. Dessen Hokuspokus macht zwar im Kontext des Zusammenpralls verschiedener Kulturen und Glaubensvorstellungen Sinn, der in der Figur des hin- und hergerissenen Jones kulminiert, strapaziert aber auch die Glaubwürdigkeit der ansonsten exzellenten Geschichte. Weitere Versatzstücke des übernatürlichem Thrillers umfassen eine doppelkulturelle Exorzismuseinlage und eine psychedelische Episode, in der Vater Jones dem Tode nahe einem Habicht - Sinnbild für sein baldiges Sterben - begegnet. Perfekt baut Howard in das Handlungsgerüst noch ein bewegendes Familiendrama ein, das den beiden Hauptdarstellern Gelegenheit gibt, emotionale Schwerstarbeit zu leisten, ohne dabei jemals angestrengt zu wirken. Gefilmt wurde vor Ort in New Mexico, womit pittoresken Panorama-Aufnahmen Vorschub geleistet wird, die passend von James Horners ("Titanic") behäbigen Score untermalt werden. Ein nicht ganz runder Western also, der absolut perfekt und auf den Punkt beginnt, um dann in einer Flut von Nebenhandlungen und Figuren ein wenig vom Weg abzukommen. Seine Wucht und Dringlichkeit verliert "The Missing" dennoch nie. Dafür sorgen Regisseur und Darsteller, die immer sehenswert sind. ara.
| Darsteller: | Tommy Lee Jones | als Jones | |
|---|---|---|---|
| Cate Blanchett | als Maggie | ||
| Evan Rachel Wood | als Lilly | ||
| Jenna Boyd | als Dot | ||
| Aaron Eckhart | als Brake | ||
| Sergio Calderón | als Emiliano | ||
| Eric Schweig | als Chidin | ||
| Steve Reevis | als Two Stone | ||
| Ray McKinnon | als Russell J. Wintick | ||
| Val Kilmer | als Lt. Jim Ducharme | ||
| Simon Baker | als Honesco | ||
| Jay Tavare | als Kayitah | ||
| Clint Howard | als Sheriff Purdy | ||
| Elisabeth Moss | als Anne | ||
| Max Perlich | als Isaac Edgerly | ||
| Ramon Frank | als Grummond | ||
| Matthew E. Montoya | als Blowing Tree | ||
| Rod Rondeaux | als Hudlao | ||
| Juddson Linn | als Chauaiao | ||
| Rance Howard | als Telegraphist | ||
| Regie: | Ron Howard | ||
| Buch: | Ken Kaufman | ||
| Musik: | James Horner | ||
| Kamera: | Salvatore Totino | ||
| Produzent: | Brian Grazer | ||
| Daniel Ostroff | |||
| Ron Howard | |||
The Missing in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch
Tonformat: Dolby Surround
Bildformat: Widescreen
Star
Tommy Lee Jones
Der erbarmungslose US-Marshall Gerard, der den mordverdächtigen Arzt Dr. Richard Kimble (Harrison Ford) in der Spielfilmversion der TV-...
Star
Cate Blanchett
Zusammen mit Nicole Kidman ist sie der bedeutendste weibliche Hollywood-Export Australiens. Cate Blanchett glänzt in Charakterrollen...
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