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The Musketeer

Neuverfilmung des Mantel-und Degenklassikers von Alexandre Dumas, deren Action von Hongkong-Stuntspezialist Xin-Xin Xiong furios choreographiert wurde.


The Musketeer

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Erhältlich seit:
30.06.2003

Originaltitel: The Musketeer

Abenteuer/ Action

USA/Deutschland 2001
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 12

Justin Chambers
Mena Suvari
Catherine Deneuve

Regie: Peter Hyams
Ascot Elite Home Entertainment

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"Einer für alle, alle für einen": Action-Spezialist Peter Hyams setzt in seiner formidablen Verfilmung auf atemberaubende Kampfszenen und ein hochkarätiges Ensemble.

Auch die resolute Francesca streckt bei D'Artagnans Charme die Waffen Großansicht

Auch die resolute Francesca streckt bei D'Artagnans Charme die Waffen

Ob nun 1962 George Nader oder Michael York 1974, Chris O'Donnell im Jahr 1993, Philippe Noiret 1994 oder 1997 dann Gabriel Byrne, sie alle schwangen bereits vor der Kamera den Säbel und setzten sich als Musketier D'Artagnan gegen die Obrigkeit zur Wehr.

Nun tauscht Model und Teenie-Schwarm Justin Chambers ("The Wedding Planner - Verliebt, verlobt, verplant") den Calvin-Klein-Zwirn gegen Pumphose, Umhang und Federhut und legt als neueste Auflage von Alexandre Dumas' Held Frauen wie Gegner flach.

Heute wie damals trug sich die erstmals 1844 erschienene Geschichte wie folgt zu: Der junge D'Artagnan (Justin Chambers) macht sich zusammen mit Diener Planchet (Jean-Pierre Castaldi) auf den Weg nach Paris. Dort will er den Musketieren beitreten und seine Eltern rächen, deren Mord durch Febre (Tim Roth) er als Kleinkind mit ansehen musste.

Die höfische Etikette engt nicht nur die Königin ein Großansicht

Die höfische Etikette engt nicht nur die Königin ein

In der Stadt der Liebe angekommen, erobert der Degenvirtuose sogleich das Herz des Zimmermädchens Francesca (Mena Suvari), einer Vertrauten der Königin (Cathérine Deneuve). Die holde Maid ist ihm bei der anschließenden Konfrontation mit höfischen Intriganten und seinem Erzfeind Febre auch weit behilflicher als die versoffenen desillusionierten Musketiere...

Drehbuchautor Gene Quintano ("Loaded Weapon") modernisierte den klassischen Stoff und schnitt die Story auf den kecken Helden zu. Der wird von Frauenschwarm Justin Chambers mit unwiderstehlichem Charme verkörpert.

Neben Chambers spielen vor allem die spektakulären, rasanten Action-Sequenzen eine tragende Rolle, die in ihrer Perfektion den Vergleich mit "Matrix: Reloaded" nicht zu scheuen brauchen und vor allem die Martial-Arts-Fans begeistern werden. Dafür sorgte übrigens Hongkongs legendärer Choreograf Xin-Xin Xiong, der bereits den Kampfszenen von Tsui Harks "Time and Tide" zur Extraklasse verholfen hatte. Er peppte die klassischen Fecht-Duelle mit fernöstlichen Elementen auf.

Sattelfest und mutig muss der idealtypische Musketier sein Großansicht

Sattelfest und mutig muss der idealtypische Musketier sein

Für die Damen ließ der seit 30 Jahren tätige Erfolgsregisseur Peter Hyams (von "Spur der Gewalt", 1973, bis "End of Days - Nacht ohne Morgen", 1999) zudem die Liebesgeschichte zwischen den Helden und der bezaubernden, schlagkräftigen Francesca nicht zu kurz kommen.

Untermalt wird das temporeiche Mantel-und-Degen-Abenteuer von der herausragenden Musik David Arnolds, der zuletzt mit dem Soundtrack zu dem Bond-Spektakel "Stirb an einem anderen Tag" auf sich aufmerksam machen konnte.

Somit braucht sich die neue, farbenprächtige wie aufwändig produzierte Dumas-Adaption nicht vor ihren zahlreichen Vorgängern zu verstecken und bietet eine gelungene Mischung aus Action und Romantik - genau das Richtige für einen lauen Sommerabend zu zweit auf dem Sofa...

The Musketeer

Die deutsch-luxemburgisch-amerikanische Koproduktion "The Musketeer" verspricht, den bereits mehr als ein dutzendmal verfilmten Klassiker "Die drei Musketiere" von Alexandre Dumas so zu zeigen, wie man die Geschichte bislang noch nie gesehen hat. Dafür wurde Hongkong-Stuntchoreograph Xin-Xin Xiong (Tsui Harks "Time And Tide") verpflichtet, der die furiosen Degenduelle mit östlicher Kampfkunst aufmotzte, wobei der Einsatz von wippenden Leitern, rollenden Weinfässern und schwindelerregend langen Turmseilen groß geschrieben wird. So fundamental ist der Beitrag des Bewegungszauberers, dass selbst die hochkarätige Besetzung und Regisseur Peter Hyams ("End Of Days") in der US-Werbekampage zugunsten des Hongkong-Veteranen in den Hintergrund verbannt wurde.

Dumas' Vorlage wurde von Drehbuchautor Gene Quintano neu interpretiert. Er beginnt mit einem Prolog, in dem die Eltern des kleinen D'Artagnan vor seinen Augen vom teuflischen Febre (Tim Roth spielt seinen x-ten Bösewicht mittlerweile schon auf Autopilot) grausam ermordet werden. 14 Jahre später ist er in der ansehnlichen Gestalt des ehemaligen Calvin-Klein-Models Justin Chambers (spielte J. Lo's unerhörten Verehrer in "Wedding Planer") zum jungen Mann herangereift und mit seinem Mentor Planchet (Jean Pierre Castaldi erfüllt wenig mehr als die Funktion eines urig anzusehendes Setzubehörs) macht er sich von der Provinz auf den Weg nach Paris, um den Musketieren beizutreten und endlich den Tod seiner Eltern rächen zu können. Unterwegs bekommt er in einer Spelunke erstmals Gelegenheit, seine formidablen Fechtkünste unter Beweis zu stellen. In Paris angekommen, macht D'Artagnan die Bekanntschaft des jungen Zimmermädchens Francesca ("American Beauty" Mena Suvari) - darüber hinaus Vertraute der Königin (eine unterbeschäftigte Catherine Deneuve) - und verliebt sich prompt in die schlagfertige holde Maid. Für die romantische Komponente ist somit gesorgt, aber auch der eigentliche Plot wird vorangetrieben, als der junge Held die drei Musketiere kennenlernt - mehr noch als in der respektlosen Variante von Richard Lester aus dem Jahr 1973 (neben der Hollywood-Variante mit Gene Kelly von 1948 immer noch die gelungenste Adaption des nicht tot zu kriegenden Abenteuerstoffs) werden sie als resignierte Trunkenbolde skizziert und sind bestenfalls für die ein oder andere Pointe zuständig. So ist es denn in erster Linie der Titelheld, der die langatmig ausgerollte politische Intrige am Königshof zerschlägt und im Grand Finale das entscheidende Duell mit seinem Erzfeind Febre ausficht.

Hauptdarsteller Chambers wirkt sympathisch und ist nett anzusehen und gleicht damit seinem Kollegen Chris O'Donnell, der 1993 in "Die drei Musketiere" die gleiche Rolle übernahm. Leider verfügt er jedoch auch über eine ähnlich unauffällige Leinwandpräsenz, was in einigen sonst starken Momenten spürbar ist. So lastet das Gewicht auf bereits erwähnten Actionmomenten. Obwohl beeindruckend choreographiert, zeigt der wie stets auch die Kamera führende Regisseur Hyams nicht immer das nötige Gefühl für den Raum, in dem sich die furiose Action abspielt - ein Problem, das den ganzen Film plagt: Ganz nah dran bedeutet nicht immer, dass man sich als Zuschauer mittendrin fühlt. Gerne würde man die Duelle beobachten, wie man die Kämpfe in "Tiger & Dragon" erlebte, doch vieles geht im frenetischen Schnitt unter. Obwohl blendend ausgestattet, ist der Versuch "Fechtkunst meets KungFu" also nur bedingt als gelungen zu bezeichnen. Mit der entsprechenden Vermarktung sollte es dennoch gelingen, die angestrebte MTV-Generation für den Film zu begeistern. ara.

Darsteller:  Justin Chambers   als D'Artagnan
  Mena Suvari   als Francesca
  Catherine Deneuve   als Königin
  Stephen Rea   als Kardinal Richelieu
  Tim Roth   als Febre
  Bill Treacher   als Bonacieux
  Daniel Mesguich   als König Louis XIII
  David Schofield   als Rochefort
  Nick Moran   als Aramis
  Steve Speirs   als Porthos
  Jan-Gregor Kremp   als Athos
  Jeremy Clyde   als Lord Buckingham
  Michael Byrne   als Treville
  Jean-Pierre Castaldi   als Planchet
  Tsilla Chelton   als Madame Lacross
  Luc Gentil   als D'Artagnans Vater
  Catherine Erhardy   als D'Artagnans Mutter
  Max Dolbey   als D'Artagnan (jung)
 
Regie:  Peter Hyams  
Buch:  Gene Quintano  
Musik:  David Arnold  
Kamera:  Peter Hyams  
Produzent:  Moshe Diamant  
 

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