
Gabriel Noone ist der Sorgenonkel in der Radio-Nachtschleife und in dieser Funktion das Ziel eines jugendlichen Anrufers namens Pete. Jener wurde als Kind missbraucht und liegt nun mit Aids und Lungenembolie darnieder. Weil Gabriel gerade selbst in der privaten Daseinskrise steckt und außerdem manches an der Geschichte klärungsbedürftig scheint, reist er persönlich in die Provinz, um sich den Jungen mal näher anzusehen. Doch anstelle von Pete trifft er dessen noch schwerer verstörte Mutter - und gerät in Schwierigkeiten.
Robin Williams ist zurück in der Therapeutenrolle, die ihm so gut steht, und stochert hinter kleinbürgerlichen Fassaden in seelischen und anderen Abgründen als gebrochener Held eines aus kühler Distanz nüchtern und ohne effekthascherische Mätzchen dialogreich erzählten Psychodrama frei nach einem wahren Ereignis. In der zweiten Halbzeit entwickelt sich das Drama zusehends wie ein Thriller, was der Spannung gut tut und kombiniert mit den guten Darstellernamen die Attraktivität steigert.