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Kaufvideo
Erhältlich seit:
04.11.2005
Originaltitel: The Nomi Song
Dokumentarfilm/ Musik
Deutschland 2004
FSK: ab 6
Klaus Nomi
Ann Magnuson
Gabriele LaFari
Regie: Andrew Horn
good!movies

Klaus Nomis Karriere als bizarrer Pop-Opernsänger währte kurz. 1983 starb der gebürtige Bayer in seiner Wahlheimat New York an Aids. In seinem kurzweiligen, tragikomischen Dokumentarfilm, der bei der Berlinale 2004 den Teddy Award als bester Dokumentarfilm erhielt, zeichnet Regisseur Andrew Norton das tragikomische Leben des Kultstars Nomi. Er besticht dabei vor allem durch seine akribische Recherche und die Vielzahl an originalen Bilddokumenten.
Schwarz-weißes Kabuki-Makeup, ein stilisierter, überdimensionaler Plastik-Smoking als Kostüm. Allein die optische Erscheinung des Klaus Nomi dürfte vielen in Erinnerung geblieben sein, die die Musikszene der späten 70er und frühen 80er Jahre aufmerksam verfolgt haben. Dass der Countertenor Nomi auch in musikalischer Hinsicht Bemerkenswertes veröffentlicht hat, ist nur eine der vielen Erkenntnisse, die Andrew Nortons Dokumentation vermittelt. Der Berliner Regisseur verfolgt den Lebensweg des 1944 in Bayern geborenen Klaus Sperber von dessen Kindheit im Ruhrgebiet über die musikalischen Anfänge in der New Yorker Avantgardeszene bis hin zum frühen Tod. Norton verzichtet dabei auf einen Kommentar, sondern lässt das gesammelte Material für sich sprechen. Und dessen Fülle ist beeindruckendend: Weggefährten, Verwandte, Freunde, Fans und auch Nomi selbst kommen in Interviews zu Wort. Die Bilddokumente reichen zurück bis zu den ersten Auftritten des Sängers auf New Yorker Avantgarde-Parties Mitte der 70er Jahre. Hin und hergerissen findet sich der Zuschauer zwischen dem Amüsement über die immer schriller werdenden Auftritte Nomis, der Anerkennung der immer perfekter werdenden Musik und der Verwunderung über das düstere Bild, das Norton vom Privatleben des Künstlers zeichnet. Negative Aspekte werden nicht ausgespart: Ehemalige Mitmusiker beklagen sich über die rücksichtslose Ausbootung durch Nomi, als dieser seinen ersten Plattenvertrag unterzeichnet. Freunde rügen seinen große Sorglosigkeit bei sexuellen Ausschweifungen, die ihn letztlich das Leben kostet. Norton passt sich in Schnitt und Look bisweilen dem fragmentarischen Stil seiner Original-Bilddokumente an, was dem Film nicht immer zuträglich ist. Dies kann jedoch den positiven Gesamteindruck nicht trüben: "The Nomi Song" ist auch für Nicht-Musikfans hochinteressant - als packende Studie der New Yorker Underground-Spaßgesellschaft der 70er Jahre und deren Bewusstseins-Wandel im Zeitalter von Aids. jl.
Klaus Nomi war die Kultfigur der New-Wave-Performance-Szene im New York der späten 70er Jahre. Seine schrillen Dada-Punk-Outfits, das grellweiß geschminkte Gesicht, vor allem aber seine unverwechselbare Stimme ließen Nomi zur Ikone werden. Der Countertenor sang Popmusik wie Opern, und seine zutiefst bewegenden Interpretationen klassischer Arien ließen grölende Punks verstummen. Nomis bizarres Performance-Konzept - er inszenierte sich als eine Art Alien aus einer fremden Galaxie - brachte das Publikum bereits zum Rasen, noch bevor der gebürtige Bayer mit hartem deutschen Akzent seine Lieder von Apokalypse und Liebe zu singen begann. Klaus Nomi war der perfekte Videostar, doch 1983, als der internationale Durchbruch zum Greifen nah war, wurde er das erste prominente Aids-Opfer.
Nomis musikalischer Output beschränkt sich auf zwei Studio- und ein Live-Album, doch bei seinen Fans bleibt der androgyne Bühnen-Narziss unvergessen.
Dem Dokumentarfilmer Andrew Horn ist es gelungen, Nomis Gefühlskraft zu vermitteln, und die Emotionen offen zu legen, die sich hinter der weißen Maske verbargen. Für alle, die Klaus Nomi kannten, war ein Film über ihn längst überfällig. Für alle, die der "Nomi-Phänomania" bisher nicht erlegen sind, wird "The Nomi Song" eine Offenbarung sein.
Quelle: good!movies
| Darsteller: | Klaus Nomi | ||
|---|---|---|---|
| Ann Magnuson | |||
| Gabriele LaFari | |||
| David MacDermot | |||
| Page Wood | |||
| Tony Frere | |||
| Man Parrish | |||
| Kristian Hoffman | |||
| Ron Johnsen | |||
| Kenny Scharf | |||
| Anthony Scibelli | |||
| Alan Platt | |||
| David Bowie | |||
| Regie: | Andrew Horn | ||
| Buch: | Andrew Horn | ||
| Kamera: | Mark Daniels | ||
| Produzent: | Thomas Mertens | ||
| Annette Pisacane | |||
| Andrew Horn | |||
| Ilona Ziok | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 2.0, Englisch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 16:9
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