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The Nomi Song

Dokumentation über den Countertenor Klaus Nomi aus Bayern, der in den 70er Jahren in New York zur Underground-Ikone avancierte.


The Nomi Song

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Erhältlich seit:
04.11.2005

Originaltitel: The Nomi Song

Dokumentarfilm/ Musik

Deutschland 2004
FSK: ab 6

Klaus Nomi
Ann Magnuson
Gabriele LaFari

Regie: Andrew Horn
good!movies

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Dokumentation über den Countertenor Klaus Nomi aus Bayern, der in den 70er Jahren in New York zur Underground-Ikone avancierte.

Klaus Sperber privat (Foto: Arsenal) Großansicht

Klaus Sperber privat (Foto: Arsenal)

Schwarz-weißes Makeup und ein stilisierter, überdimensionaler Plastik-Smoking als Kostüm. Allein die optische Erscheinung des Klaus Nomi dürfte vielen in Erinnerung geblieben sein, die die Musikszene der späten 70er und frühen 80er Jahre aufmerksam verfolgt haben. Dass der Countertenor Nomi auch in musikalischer Hinsicht Bemerkenswertes veröffentlicht hat, ist nur eine der vielen Erkenntnisse, die Andrew Horns Dokumentation vermittelt.

Der Berliner Regisseur verfolgt den Lebensweg des 1944 in Bayern geborenen Klaus Sperber von dessen Kindheit im Ruhrgebiet über die Anfänge in der New Yorker Avantgardeszene bis hin zum frühen Tod.

Klaus Nomi auf der Bühne (Foto: Arsenal) Großansicht

Klaus Nomi auf der Bühne (Foto: Arsenal)

New York im Wandel der Zeit

Horn lässt in seinem Dokumentarfilm das Leben des exzentrischen Künstlers, der heute noch dank posthum veröffentlichter CDs und Werbespots bekannt ist, Revue passieren. Neben Ausschnitten aus den Shows und Filmen, in denen Nomi mitwirkte, kommen Verwandte, Gesangslehrer, Freunde und Kollegen zu Wort.

Die packende Studie der New Yorker Underground-Spaßgesellschaft der 70er Jahre und deren Bewusstseinswandel im Zeitalter von Aids ist auch für Nicht-Musikfans hochinteressant.

The Nomi Song

Klaus Nomis Karriere als bizarrer Pop-Opernsänger währte kurz. 1983 starb der gebürtige Bayer in seiner Wahlheimat New York an Aids. In seinem kurzweiligen, tragikomischen Dokumentarfilm, der bei der Berlinale 2004 den Teddy Award als bester Dokumentarfilm erhielt, zeichnet Regisseur Andrew Norton das tragikomische Leben des Kultstars Nomi. Er besticht dabei vor allem durch seine akribische Recherche und die Vielzahl an originalen Bilddokumenten.

Schwarz-weißes Kabuki-Makeup, ein stilisierter, überdimensionaler Plastik-Smoking als Kostüm. Allein die optische Erscheinung des Klaus Nomi dürfte vielen in Erinnerung geblieben sein, die die Musikszene der späten 70er und frühen 80er Jahre aufmerksam verfolgt haben. Dass der Countertenor Nomi auch in musikalischer Hinsicht Bemerkenswertes veröffentlicht hat, ist nur eine der vielen Erkenntnisse, die Andrew Nortons Dokumentation vermittelt. Der Berliner Regisseur verfolgt den Lebensweg des 1944 in Bayern geborenen Klaus Sperber von dessen Kindheit im Ruhrgebiet über die musikalischen Anfänge in der New Yorker Avantgardeszene bis hin zum frühen Tod. Norton verzichtet dabei auf einen Kommentar, sondern lässt das gesammelte Material für sich sprechen. Und dessen Fülle ist beeindruckendend: Weggefährten, Verwandte, Freunde, Fans und auch Nomi selbst kommen in Interviews zu Wort. Die Bilddokumente reichen zurück bis zu den ersten Auftritten des Sängers auf New Yorker Avantgarde-Parties Mitte der 70er Jahre. Hin und hergerissen findet sich der Zuschauer zwischen dem Amüsement über die immer schriller werdenden Auftritte Nomis, der Anerkennung der immer perfekter werdenden Musik und der Verwunderung über das düstere Bild, das Norton vom Privatleben des Künstlers zeichnet. Negative Aspekte werden nicht ausgespart: Ehemalige Mitmusiker beklagen sich über die rücksichtslose Ausbootung durch Nomi, als dieser seinen ersten Plattenvertrag unterzeichnet. Freunde rügen seinen große Sorglosigkeit bei sexuellen Ausschweifungen, die ihn letztlich das Leben kostet. Norton passt sich in Schnitt und Look bisweilen dem fragmentarischen Stil seiner Original-Bilddokumente an, was dem Film nicht immer zuträglich ist. Dies kann jedoch den positiven Gesamteindruck nicht trüben: "The Nomi Song" ist auch für Nicht-Musikfans hochinteressant - als packende Studie der New Yorker Underground-Spaßgesellschaft der 70er Jahre und deren Bewusstseins-Wandel im Zeitalter von Aids. jl.

The Nomi Song

Klaus Nomi war die Kultfigur der New-Wave-Performance-Szene im New York der späten 70er Jahre. Seine schrillen Dada-Punk-Outfits, das grellweiß geschminkte Gesicht, vor allem aber seine unverwechselbare Stimme ließen Nomi zur Ikone werden. Der Countertenor sang Popmusik wie Opern, und seine zutiefst bewegenden Interpretationen klassischer Arien ließen grölende Punks verstummen. Nomis bizarres Performance-Konzept - er inszenierte sich als eine Art Alien aus einer fremden Galaxie - brachte das Publikum bereits zum Rasen, noch bevor der gebürtige Bayer mit hartem deutschen Akzent seine Lieder von Apokalypse und Liebe zu singen begann. Klaus Nomi war der perfekte Videostar, doch 1983, als der internationale Durchbruch zum Greifen nah war, wurde er das erste prominente Aids-Opfer.

Nomis musikalischer Output beschränkt sich auf zwei Studio- und ein Live-Album, doch bei seinen Fans bleibt der androgyne Bühnen-Narziss unvergessen.

Dem Dokumentarfilmer Andrew Horn ist es gelungen, Nomis Gefühlskraft zu vermitteln, und die Emotionen offen zu legen, die sich hinter der weißen Maske verbargen. Für alle, die Klaus Nomi kannten, war ein Film über ihn längst überfällig. Für alle, die der "Nomi-Phänomania" bisher nicht erlegen sind, wird "The Nomi Song" eine Offenbarung sein.

Quelle: good!movies

Darsteller:  Klaus Nomi  
  Ann Magnuson  
  Gabriele LaFari  
  David MacDermot  
  Page Wood  
  Tony Frere  
  Man Parrish  
  Kristian Hoffman  
  Ron Johnsen  
  Kenny Scharf  
  Anthony Scibelli  
  Alan Platt  
  David Bowie  
 
Regie:  Andrew Horn  
Buch:  Andrew Horn  
Kamera:  Mark Daniels  
Produzent:  Thomas Mertens  
  Annette Pisacane  
  Andrew Horn  
  Ilona Ziok  
 

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