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The Odd One Dies

Schräge und elegant inszenierte Killer-Story, die trockenen Humor mit lakonischem Einsatz von Gewalt mixt.


The Odd One Dies

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Erhältlich seit:
31.08.2002

Originaltitel: Liang Ge Zhi Neng Huo Yi Ge

Action/ Thriller

Hongkong 1997
Laufzeit: 85 Min.
FSK: nicht unter 18

Takeshi Kaneshiro
Carman Lee
Kenneth Choi

Regie: Patrick Yau
Laser Paradise

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The Odd One Dies

Mo, junger Kleingauner aus Hongkong auf der untersten kriminellen Hierarchiestufe, beeindruckt mit Zähigkeit und ungebrochenem Eigensinn einige Herren der mittleren Triaden-Ebene, so daß sie ihm einen hochdotierten Mordanschlag übertragen. Doch Mo hat nichts weniger im Sinn, als den frisch gewonnenen Wohlstand mit einem Kapitalverbrechen zu gefährden, das ihm im Grunde so fern liegt wie regelmäßige Arbeit. So sieht er sich nach einem Profi um und stößt auf die frisch aus dem Gefängnis entlassene Carmen.

Eine rebellische Regiegeneration mit neuer Bildsprache meldet sich in Hongkong zu Wort. Patrick Yau hält mindestens ebenso wenig von bewährten Konventionen wie sein Kollege im Geiste, Wong Kar-Wai, und serviert eine formal vollendete Achterbahnfahrt aus Liebe, greller Gewalt, Filmzitaten und Situationskomik, an der nicht nur Freunde des Hongkongkinos ihre helle Freude haben werden. Erfolgreich erprobt auf dem Fantasy Filmfest und eine Bereicherung für Anhänger des Genres.

The Odd One Dies

Willkommen im Schicksalsjahr 1997. Wenn dieser Film so etwas wie die

cineastische Marschrichtung Hongkongs repräsentiert, dann braucht man um

die Zukunft des Fernostkinos nicht zu fürchten. Newcomer Patrick Yau

läßt bei seinem Leinwanddebüt von der Gangsterherrlichkeit des Hero

Cinemas wenig übrig und zerlegt Woosche (Ehren-)Werte genußvoll in

einem staubtrockenen Underdog-Thriller voll rabenschwarzer Ironie.

Mo (Kaneshiro Takeshi aus "Fallen Angels") ist ein Kleingauner auf der

untersten Hierarchiestufe, ein egozentrischer Soziopath mit offensiver

Scheißegal-Mentalität und einer scheinbar gesicherten Zukunft in der

Zinkwanne der Gerichtsmedizin. Aber er ist zäh, hat sich einen Rest von

Stolz kultiviert und verliert selbst dann nicht das Gesicht, wenn

zornige Obergauner damit Fußball spielen. Das beeindruckt einige Herren

der mittleren Triaden-Ebene immerhin so sehr, daß sie ihm einen

hochdotierten Mordanschlag übertragen. Tunichtgut, der er ist, trägt Mo

das Kopfgeld noch vor Erfüllung des Auftrages ins nächste Spielcasino,

wo ihm das Glück ein weiteres mal hold ist: Um eine Viertelmillion

reicher hat er nun nichts weniger im Sinn, als den frisch gewonnenen

Wohlstand mit einem Kapitalverbrechen zu gefährden, das ihm im Grunde so

fern liegt wie regelmäßige Arbeit. So sieht er sich nach einem Profi um

und stößt auf die frisch aus dem Gefängnis entlassene Carmen, deren

sprödem Charme er augenblicklich erliegt. Doch vor das private Glück

stellt das Schicksal ungeduldige Gangster und einen zu bewältigenden

Mordauftrag, der sich als unerwartet heikel entpuppt. Eine rebellische

Regiegeneration mit völlig neuer Bildsprache meldet sich in Hongkong zu

Wort, und wie es scheint, gehört der im Westen bereits bestens bekannte

Wong Kar-Wai dabei noch zu den gemäßigten Vertretern seiner Zunft.

Kollege Patrick Yau jedenfalls hält mindestens ebenso wenig von

bewährten Konventionen und lädt auf eine Achterbahnfahrt aus Liebe,

greller Gewalt, Filmzitaten und Situationskomik, wie man sie aus der in

Schablonen erstarrten HK-Actionindustrie bislang noch nicht gesehen hat.

Freunden des Hongkongkinos dieses Schmuckstück nahezulegen, hieße Eulen

nach Athen tragen. "The Odd One Dies", zur Zeit mit dem Fantasy Filmfest

auf Deutschlandtournee und Anfang September in Ihrem Programmkino,

verdient Aufmerksamkeit weit darüber hinaus. ab.

Darsteller:  Takeshi Kaneshiro   als Mo
  Carman Lee   als Carmen
  Kenneth Choi  
  Chau Tak Wah  
  Byun Woo Win  
 
Regie:  Patrick Yau  
Buch:  Wai Kai Fai  
Musik:  Wong Ying-wah  
Kamera:  Cheng Siu-keung  
Produzent:  Wai Ka-fai  
  Johnnie To  
  Garry Chan  
 

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