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The Others

Sensationell stimmiger Gruselschocker über eine Mutter und ihre zwei Kinder, in deren Anwesen unheimliche Dinge vorgehen.


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Originaltitel: The Others

Horror

Spanien/USA 2001
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 12

Nicole Kidman
Christopher Eccleston
Fionnula Flanagan

Regie: Alejandro Amenábar
Universum Film

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The Others

Kanalinsel Jersey, 1945. Die überprotektive Witwe Grace bewohnt mit ihren Kindern Anne und Nicholas ein riesiges Herrenhaus. Doch von Insel-Idyll keine Spur. Wegen der extremen Sonnenallergie der Kinder wird jegliches Licht mittels dicker Vorhängen und Fensterläden ausgeschlossen. Als Grace von drei plötzlich vor der Tür stehenden Bediensteten Hilfe angeboten bekommt, nimmt sie diese gerne an. Doch das Trio benimmt sich zunehmend eigenartig. Schon bald wird klar, dass Haus und Bewohner ein schreckliches Geheimnis bergen...

In ihrer bislang letzten Zusammenarbeit mit Ex-Mann und ausführendem Produzenten Tom Cruise fesselt Nicole Kidman mit Porzellanteint und Grace-Kelly-Frisur. Dabei verzichtet Regie-Shooting-Star Alejandro Aménabar ("Open Your Eyes") fast gänzlich auf optische Spielereien, sondern erzeugt Schauder vornehmlich durch Atmosphäre und Geräusche. Das beklemmende Set-Design und die vorzügliche Kameraarbeit tun ihr Übriges, um "The Others" auch für Zuseher jenseits der Grusel-Fraktion interessant zu machen.

The Others

In der selben Woche, in der die Scheidung von Tom Cruise und Nicole Kidman offiziell abgeschlossen war, kam ihr letztes gemeinsames Projekt, das im Jahr 1945 angesiedelte klaustrophobisch-übernatürliche Kammerspiel "The Others" in die US-Kinos. Das von Cruise produzierte Psychodrama zeigt Kidman in der Rolle einer überprotektiven Mutter, die sich mit ihren beiden Kindern in einem gespenstischen Schloss abgeschottet hat. Die bedächtige Regie führte Alejandro Amenabar, dessen Thriller "Abre los ojos" kürzlich mit Tom Cruise in der Hauptrolle unter dem Titel "Vanilla Sky" neu verfilmt wurde. Die Publicity rund um die Trennung des ehemaligen Powerpaars verhalf Amenabars englischsprachigen Debüt zu einem beachtlichen Opening von 13.6 Mio. Dollar.

Amenabar, der zudem das Drehbuch verfasste, schreibt bei seiner Inszenierung düstere Atmosphäre und überzeugendes Schauspiel ganz groß. Ausgefallene Spezialeffekte sind in dieser Geisterhaus-Variante nicht von Interesse, stattdessen wird mit einfachsten Mitteln wie knarrenden Holzböden, klappernden Türen, unerklärlichem Fußgetrappel und mysteriösem Klavierspiel ein Maximum an Suspense erzeugt. Doch erst durch die hervorragenden Leistungen des talentierten Ensembles wird die stetig ansteigende, in einer verblüffenden Schlussoffenbarung mündende Spannung verankert. Kidmans charakteristisch unterkühlte Ausstrahlung kommt hier anders als bei "Moulin Rouge" vorteilhaft zum Einsatz. Sie spielt den katholischen Kontrollfreak Grace, die mit ihren beiden Kindern Anne (Alakina Mann profiliert sich als eines der subtil furchteinflößendsten Gören der jüngeren Filmgeschichte) und Nicholas (James Bentley als Prototyp des verschreckten kleinen Bruders) während des Zweiten Weltkriegs in einem riesigen Schlossanwesen auf der britischen Insel Jersey lebt. Dort scheint ständiger Nebel zu herrschen und sie verbarrikadiert sich hinter dichten Vorhängen und Schlössern an jeder Tür, um so die tödliche Sonnenallergie ihrer Sprösslinge abzuwehren. Ihr Mann (Christopher Eccleston) ist im Krieg gefallen und die Dienstboten haben längst das Weite gesucht. Als die drei Hausangestellten Mrs. Mills (Fionnula Flanagan), Mr. Tuttle (Eric Sykes) und Lydia (Elaine Cassidy), die bei den vorhergehenden Besitzern im Dienst standen, ihre Hilfe anbieten, ist Grace zunächst erleichtert. Doch das skurrile Trio benimmt sich zunehmend seltsamer und es wird bald klar, dass nicht nur das Haus, sondern auch seine Bewohner ein schockierendes Geheimnis bergen.

Graces übersteigerte Religiösität und überzogene Nerven könnten eine Erklärung für den Spuk sein oder auch ein Poltergeist die Ursache für das Benehmen von Anne oder den Dienstboten sein. Kleine, konstant eingestreute Indizien, in der Art von M. Night Shyamalans Meisterwerk "The Sixth Sense", liefern immer wieder neue Einsichten. Das beklemmend gruftartige Ambiente des Anwesens, in dessen Mauern sich das gespenstische Geschehen fast ausschließlich abspielt, wird vom in ausgewaschen trist- graugrünen Tönen gehaltenen Look noch zusätzlich hervorgehoben. Bleibt abzuwarten, ob sich neben der anspruchsvollen Programmhausklientel ein breiteres Publikum mit der gewissen Sperrigkeit des Materials, das oftmals einer Theaterinszenierung gleicht, anfreunden wird. ara.

Darsteller:  Nicole Kidman   als Grace
  Christopher Eccleston   als Charles
  Fionnula Flanagan   als Mrs. Mills
  Alakina Mann   als Anne
  James Bentley   als Nicholas
  Eric Sykes   als Mr. Tuttle
  Elaine Cassidy   als Lydia
  Renée Asherson   als Alte Dame
  Alexander Vince   als Victor
  Keith Allen   als Mr. Marlish
  Michelle Fairley   als Mrs. Marlish
  Gordon Reid   als Assistent
  Ricardo López   als 2. Assistent
  Aldo Grilo   als Gärtner
 
Regie:  Alejandro Amenábar  
Buch:  Alejandro Amenábar  
Musik:  Alejandro Amenábar  
Kamera:  Javier Aguirresarobe  
Produzent:  Fernando Bovaira  
  José Luis Cuerda  
  Park Sun-min  

Kidman als DiCaprios Mutter

Aufreizend, verrucht und zu allem fähig - so hatte sich Nicole Kidman zuletzt bevorzugt im Kino gezeigt. Doch jetzt tauscht sie Mieder gegen Babyrassel und versucht sich in einer echten Mutterrolle.

Wird Leo ganz die Mama?

Wird Leo ganz die Mama?

In Baz Luhrmanns Historienspektakel "Alexander der Große" will sie die Olympia spielen, Mutter des Titelhelden, den wiederum kein geringerer als Leonardo DiCaprio verkörpert.

Olympia war der Sage nach eine höchst emotionale und außergewöhnlich stolze Frau. Ihr Einfluss auf Alexander soll maßgeblich dazu beigetragen haben, dass aus ihm der größte Feldherr aller Zeiten und der Wegbereiter der gesamten westeuropäischen Kultur wurde.

Keine leichte Aufgabe also für die sexy Australierin und möglicherweise der Beginn eines neuen Karriereabschnitts: In "The Others" hatte Nicole zwar auch schon als Mutter mit Gluckenkomplex geglänzt, doch waren ihre Schützlinge da bedeutend jünger. Leo selbst ist auch längst vom Teeniestar zum gestandenen Darsteller gereift, dem mancher Regisseur die Kidman durchaus auch als Love Interest zur Seite gestellt hätte.

Doch scheinbar richtet sich Nicole sicherheitshalber schon mal häuslich auf dem Olymp der Elternfiguren ein. Man wird ja schließlich nicht jünger...

Apropos: Das Drehbuch von Ted Tally ("Das Schweigen der Lämmer", "Roter Drache") sieht vor, dass Olympia ihren Sohn vom Kind zum Manne reifen sieht - also selbst im Verlauf des Films deutlich altert. [Hier bitte einen sarkastischen Kommentar dazu einsetzen.]

Den Deal mit Nicole will Mastermind Dino de Laurentiis nach Neujahr abschließen, damit wie geplant Anfang März die erste Klappe fallen kann.

Davor gab es allerdings noch einige "Umstrukturierungen": Der Film wird nun nicht mehr von Fox produziert, sondern von Steven Spielbergs DreamWorks. Martin Scorsese, der selbst ein Projekt zum Thema (ebenfalls mit DiCaprio in der Hauptrolle) geplant hatte, wurde als ausführender Produzent mit an Bord geholt.

Pikantes Detail des 150 Mio. Dollar teuren Jahrhundertprojekts: Alexander der Große fühlte sich zu Frauen wie Männern gleichermaßen hingezogen, verschmähte auch Eunuchen nicht.

Einen Ödipuskomplex hatte er aber definitiv nicht.

 

The Others in der Fotoshow

 

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Christopher Eccleston

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