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Kaufvideo
Erhältlich seit:
20.06.2006
Originaltitel: The Punisher
USA 2004
Laufzeit: 118 Min.
FSK: k.J. (keine Jugendfreigabe)
Thomas Jane
John Travolta
Will Patton
Regie: Jonathan Hensleigh
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

Der kantigste aller Marvel-Helden, der unapologetische und nihilistische Punisher, ist bereit für seinen zweiten filmischen Einsatz. Auf die unterschätzte Pulp-Verfilmung von Mark Goldblatt von 1988, in der Dolph Lundgren auf der Höhe seiner Kraft böse Buben bestrafte, geht Drehbuchautor Jonathan Hensleigh ("Armageddon") in seinem Regiedebüt nicht weiter an, obwohl beide Filme Brüder im Geiste und der neue "Punisher" glatt als Prequel durchgehen könnte. Denn hier erzählt Hensleigh ohne Mätzchen und Schnickschnack, wie es zum rot sehenden Superhelden kommen konnte. Hoher Bodycount ist Pflicht, und Thomas Jane gibt in hautengem Leibchen und Ledermontur den Charles Bronson.
An die beste Zeit des Actionfilms fühlt man sich zurückerinnert in diesem deftigen Vigilanten-Szenario. Damals, als Explosionen noch Explosionen waren, Männer noch Männer, die Schergen des Oberbösewichts maschinengewehrgarbenweise ins Gras beißen mussten und Namen wie Schwarzenegger und Stallone Programm waren. Ein Hauch von "Phantom-Kommando" oder "City Cobra" weht durch diesen schnörkellosen und angenehm konventionellen Film. Würde der Marvel-Stempel nicht auf diesem Projekt prangen, könnte man sich "The Punisher" auch als nahen Verwandten früher Filme mit Steven Seagal ("Hard to Kill") oder Jean-Claude Van Damme ("Ohne Ausweg") vorstellen. Vermutlich deshalb macht er auch so viel Spaß, obwohl Hensleigh als Regisseur eher als Grobmotoriker auffällt und auch das Drehbuch dauerhaft im Ton schwankt. Eleganz oder gestalterische Kniffe muss man anderswo suchen. Hier wird eisern ein Bein vors andere gesetzt, um von A nach B zu kommen, auch wenn das gerade am Anfang so manche Länge bedeutet.
Bevor Thomas Jane ("Deep Blue Sea") nämlich seinen erklärten Anspruch, den zünftig kernigen Action-Macho auf die Leinwand zurück kehren zu lassen in die Tat umsetzt, lernt man erst einmal den Florida-Cop Frank Castle als prima Familienmensch kennen. Seiner Lady hat er nach einem letzten Einsatz geschworen hat, das Pistolenhalfter an den Nagel zu hängen. Dass just bei diesem Einsatz der Sohn des Industriemagnaten Howard Saint ums Leben kam, führt dazu, dass Saints Frau die Ermordung Castles mitsamt seiner gesamten Familie anordnet. In einer erbarmungslosen Sequenz wird der Auftrag ausgeführt; nur Frank selbst überlebt schwer verletzt. Seine Identität ist jedoch ausgelöscht. Als Punisher steigt er aus den Trümmern seiner Existenz und rüstet sich als Cop, Richter und Henker in Personalunion zur Bestrafung. Ein Subplot über drei Verlierertypen (darunter Rebecca Romijn-Stamos, bei der Hensleigh tatsächlich das Kunststück gelang, sie unattraktiv aussehen zu lassen), die im gleichen Haus leben wie der Punisher und seine Freundschaft suchen, erweist sich als Rohrkrepierer. Von den muskulösen Actionsequenzen lässt sich das jedoch ebenso wenig behaupten wie vom Showdown, in dem der Punisher seinem Namen alle Ehre macht.
Vor allem ist es Thomas Janes Film. Bislang eher als amerikanische Ausgabe von Christopher Lambert belächelt, kommen ihm sein viriles und doch verletzliches Auftreten und seine stahlblauen, bohrenden Augen zugute. Vor allem gefällt seine Bodenerdung, die an Typen wie McQueen, Bronson oder Marvin erinnert und sich blendend mit John Travoltas gnadenlos überzogenen Sahnehäubchen als Edelbösewicht Saint verträgt. Gewiss, der Film hätte ökonomischer erzählt werden können. Aber wie Hensleigh hier den echten Actionfilm wiederbelebt und gleichermaßen Schwarzenegger und Shakespeare zitiert, wird er dem 1974 auf der Höhe der Vigilantenwelle geschaffenen Comic allemal gerecht. ts.
Nach dem grauenvollen Massaker an seiner gesamten Familie hat der ehemalige FBI-Agent Frank Castle (Tom Jane) nur noch ein Ziel: Er will die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. Ganz oben auf seiner Liste steht der Unterweltboss Howard Saint (John Travolta). Mit besessener Präzision bereitet Castle seine Vergeltung vor, rüstet sich mit einem üppigen Waffenarsenal aus und sondiert akribisch die Gewohnheiten seines Gegners. Castle will Howard Saint das nehmen, was ihm am wichtigsten ist: sein Geld, das Vertrauen in seine rechte Hand Quentin (Will Patton) und nicht zuletzt die Liebe zu seiner Frau Livia (Laura Harring). Auf seinem Weg zur Vergeltung bekommt es Castle mit neuen Feinden wie dem musikalischen Killer Harry Heck (Mark Collie) oder dem Muskelberg The Russian (Kevin Nash) zu tun, aber auch mit neuen Freunden wie seinen verschrobenen Nachbarn Joan, Dave und Mr. Bumpo (Rebecca Romijn-Stamos, Ben Foster, John Pinette). Der gnadenlose Showdown rückt näher - aus Frank Castle wird "The Punisher".
Kurzbewertung:
Drehbuchautor Jonathan Hensleigh (Armageddon) liefert in seinem Regiedebüt ein überwältigendes Actionduell!
Quelle: Sony Pictures
| Darsteller: | Thomas Jane | als Frank Castle/The Punisher | |
|---|---|---|---|
| John Travolta | als Howard Saint | ||
| Will Patton | als Quentin Glass | ||
| Roy Scheider | als Frank Castle Sr. | ||
| Laura Harring | als Livia Saint | ||
| Ben Foster | als Dave | ||
| Samantha Mathis | als Maria Castle | ||
| James Carpinello | als John Saint/Bobby Saint | ||
| Russell Andrews | als FBI Agent Jimmy Weeks | ||
| Eddie Jemison | als Micky Duka | ||
| John Pinette | als Mr. Bumpo | ||
| Rebecca Romijn | als Joan | ||
| Mark Collie | als Harry Heck | ||
| Eduardo Yanez | als Mike Toro | ||
| Omar Avila | als Joe Toro | ||
| Kevin Nash | als Der Russe | ||
| Marcus Johns | als Will Castle | ||
| Regie: | Jonathan Hensleigh | ||
| Buch: | Jonathan Hensleigh | ||
| Michael France | |||
| Musik: | Carlo Siliotto | ||
| Kamera: | Conrad W. Hall | ||
| Produzent: | Avi Arad | ||
| Gale Anne Hurd | |||
The Punisher (Kinofassung) in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Entfallene Szenen, Dokumentation, Making of, Musikvideo
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