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The Punisher

Marvel-Comicverfilmung über einen Spezialagenten und dessen gnadenlosen Rachefeldzug nach dem Mord an seiner Familie durch die Mafia.


The Punisher (Kinofassung)

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Erhältlich seit:
20.06.2006

Originaltitel: The Punisher

Action/ Thriller

USA 2004
Laufzeit: 118 Min.
FSK: k.J. (keine Jugendfreigabe)

Thomas Jane
John Travolta
Will Patton

Regie: Jonathan Hensleigh
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Rache ist süß. In der furiosen Verfilmung des Marvel-Comic-Klassikers muss Erzbösewicht John Travolta viel einstecken...

Frank Castle alias "The Punisher" nimmt Rache (Foto: Columbia TriStar) Großansicht

Frank Castle alias "The Punisher" nimmt Rache (Foto: Columbia TriStar)

Frank Castle (Thomas Jane) war lange Zeit FBI-Agent bei einer Elite-Sondereinheit und hat dabei vor allem die düsteren Seiten der Welt gesehen. Jetzt möchte er mit Frau und Sohn ein ruhigeres Leben führen.

Doch dieser Traum wird bei seinem letzten, misslungenen FBI-Einsatz, bei dem der Sohn des zwielichtigen Geschäftsmannes Howard Saint (John Travolta) getötet wird, zerstört. Saint lässt alle Angehörigen von Castle auslöschen, nur er selbst überlebt schwer verletzt.

Fortan ist die Rache seine Triebfeder. Als "The Punisher" nimmt er den Kampf gegen Saint und seine Privatarmee auf.

Der skrupellose Howard Saint (Foto: Columbia TriStar) Großansicht

Der skrupellose Howard Saint (Foto: Columbia TriStar)

Vollgas und leise Töne

Auch wenn die Verfilmung des legendären Marvel-Comic-Klassikers das Regie-Debüt von Jonathan Hensleigh markiert - der Drehbuchautor von "The Rock" und "Armageddon" weiß genau, wie man Action inszeniert.

Doch neben den bombastischen Bildern und Fights nimmt sich Hensleigh auch Zeit für leise Töne. Die nachdenkliche Seite des "Punisher" bringt Tom Jane ebenso mit wie die physische Präsenz.

Ein "must see" für alle, die Lust haben auf Vollgas-Kino à la "X-Men".

The Punisher (Kinofassung)

Der kantigste aller Marvel-Helden, der unapologetische und nihilistische Punisher, ist bereit für seinen zweiten filmischen Einsatz. Auf die unterschätzte Pulp-Verfilmung von Mark Goldblatt von 1988, in der Dolph Lundgren auf der Höhe seiner Kraft böse Buben bestrafte, geht Drehbuchautor Jonathan Hensleigh ("Armageddon") in seinem Regiedebüt nicht weiter an, obwohl beide Filme Brüder im Geiste und der neue "Punisher" glatt als Prequel durchgehen könnte. Denn hier erzählt Hensleigh ohne Mätzchen und Schnickschnack, wie es zum rot sehenden Superhelden kommen konnte. Hoher Bodycount ist Pflicht, und Thomas Jane gibt in hautengem Leibchen und Ledermontur den Charles Bronson.

An die beste Zeit des Actionfilms fühlt man sich zurückerinnert in diesem deftigen Vigilanten-Szenario. Damals, als Explosionen noch Explosionen waren, Männer noch Männer, die Schergen des Oberbösewichts maschinengewehrgarbenweise ins Gras beißen mussten und Namen wie Schwarzenegger und Stallone Programm waren. Ein Hauch von "Phantom-Kommando" oder "City Cobra" weht durch diesen schnörkellosen und angenehm konventionellen Film. Würde der Marvel-Stempel nicht auf diesem Projekt prangen, könnte man sich "The Punisher" auch als nahen Verwandten früher Filme mit Steven Seagal ("Hard to Kill") oder Jean-Claude Van Damme ("Ohne Ausweg") vorstellen. Vermutlich deshalb macht er auch so viel Spaß, obwohl Hensleigh als Regisseur eher als Grobmotoriker auffällt und auch das Drehbuch dauerhaft im Ton schwankt. Eleganz oder gestalterische Kniffe muss man anderswo suchen. Hier wird eisern ein Bein vors andere gesetzt, um von A nach B zu kommen, auch wenn das gerade am Anfang so manche Länge bedeutet.

Bevor Thomas Jane ("Deep Blue Sea") nämlich seinen erklärten Anspruch, den zünftig kernigen Action-Macho auf die Leinwand zurück kehren zu lassen in die Tat umsetzt, lernt man erst einmal den Florida-Cop Frank Castle als prima Familienmensch kennen. Seiner Lady hat er nach einem letzten Einsatz geschworen hat, das Pistolenhalfter an den Nagel zu hängen. Dass just bei diesem Einsatz der Sohn des Industriemagnaten Howard Saint ums Leben kam, führt dazu, dass Saints Frau die Ermordung Castles mitsamt seiner gesamten Familie anordnet. In einer erbarmungslosen Sequenz wird der Auftrag ausgeführt; nur Frank selbst überlebt schwer verletzt. Seine Identität ist jedoch ausgelöscht. Als Punisher steigt er aus den Trümmern seiner Existenz und rüstet sich als Cop, Richter und Henker in Personalunion zur Bestrafung. Ein Subplot über drei Verlierertypen (darunter Rebecca Romijn-Stamos, bei der Hensleigh tatsächlich das Kunststück gelang, sie unattraktiv aussehen zu lassen), die im gleichen Haus leben wie der Punisher und seine Freundschaft suchen, erweist sich als Rohrkrepierer. Von den muskulösen Actionsequenzen lässt sich das jedoch ebenso wenig behaupten wie vom Showdown, in dem der Punisher seinem Namen alle Ehre macht.

Vor allem ist es Thomas Janes Film. Bislang eher als amerikanische Ausgabe von Christopher Lambert belächelt, kommen ihm sein viriles und doch verletzliches Auftreten und seine stahlblauen, bohrenden Augen zugute. Vor allem gefällt seine Bodenerdung, die an Typen wie McQueen, Bronson oder Marvin erinnert und sich blendend mit John Travoltas gnadenlos überzogenen Sahnehäubchen als Edelbösewicht Saint verträgt. Gewiss, der Film hätte ökonomischer erzählt werden können. Aber wie Hensleigh hier den echten Actionfilm wiederbelebt und gleichermaßen Schwarzenegger und Shakespeare zitiert, wird er dem 1974 auf der Höhe der Vigilantenwelle geschaffenen Comic allemal gerecht. ts.

The Punisher (Kinofassung)

Nach dem grauenvollen Massaker an seiner gesamten Familie hat der ehemalige FBI-Agent Frank Castle (Tom Jane) nur noch ein Ziel: Er will die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. Ganz oben auf seiner Liste steht der Unterweltboss Howard Saint (John Travolta). Mit besessener Präzision bereitet Castle seine Vergeltung vor, rüstet sich mit einem üppigen Waffenarsenal aus und sondiert akribisch die Gewohnheiten seines Gegners. Castle will Howard Saint das nehmen, was ihm am wichtigsten ist: sein Geld, das Vertrauen in seine rechte Hand Quentin (Will Patton) und nicht zuletzt die Liebe zu seiner Frau Livia (Laura Harring). Auf seinem Weg zur Vergeltung bekommt es Castle mit neuen Feinden wie dem musikalischen Killer Harry Heck (Mark Collie) oder dem Muskelberg The Russian (Kevin Nash) zu tun, aber auch mit neuen Freunden wie seinen verschrobenen Nachbarn Joan, Dave und Mr. Bumpo (Rebecca Romijn-Stamos, Ben Foster, John Pinette). Der gnadenlose Showdown rückt näher - aus Frank Castle wird "The Punisher".

Kurzbewertung:
Drehbuchautor Jonathan Hensleigh (Armageddon) liefert in seinem Regiedebüt ein überwältigendes Actionduell!

Quelle: Sony Pictures

Darsteller:  Thomas Jane   als Frank Castle/The Punisher
  John Travolta   als Howard Saint
  Will Patton   als Quentin Glass
  Roy Scheider   als Frank Castle Sr.
  Laura Harring   als Livia Saint
  Ben Foster   als Dave
  Samantha Mathis   als Maria Castle
  James Carpinello   als John Saint/Bobby Saint
  Russell Andrews   als FBI Agent Jimmy Weeks
  Eddie Jemison   als Micky Duka
  John Pinette   als Mr. Bumpo
  Rebecca Romijn   als Joan
  Mark Collie   als Harry Heck
  Eduardo Yanez   als Mike Toro
  Omar Avila   als Joe Toro
  Kevin Nash   als Der Russe
  Marcus Johns   als Will Castle
 
Regie:  Jonathan Hensleigh  
Buch:  Jonathan Hensleigh  
  Michael France  
Musik:  Carlo Siliotto  
Kamera:  Conrad W. Hall  
Produzent:  Avi Arad  
  Gale Anne Hurd  

Keaton plant "Beetlejuice 2"

Die Tage um die Jahreswende herum sind immer eine besonders gute Zeit für gute Vorsätze und Wünsche.

Große Pläne für 2005: Michael Keaton (Foto: Fox) Großansicht

Große Pläne für 2005: Michael Keaton (Foto: Fox)

So reiht sich nun denn auch Michael Keaton ein in den Reigen derer, die mit großen Plänen von sich Reden machen. Nachdem es um den "Ur-Batman" in letzten Jahren sehr still wurde, meldet er sich 2005 zurück im Kino: erst mit der Komödie "First Daughter", später mit dem Horrorfilm "White Noise".

Da er aber nach seinem kleineren Part im neuen Herbie-Film noch keine Rollen im nächsten Jahr hat und die Angebot wohl auch nur spärlich eintrudeln, brachte sich Keaton nun in einem Interview gleich für mehrere Projekte selbst ins Gespräch.

Ganz oben auf seinem Wunschzettel steht denn auch eine Fortsetzung eines seiner größten Erfolge: "Beetlejuice" aus dem Jahre 1988. "Ich möchte den Film unbedingt machen, denn es gibt einfach nichts Vergleichbares und genau deshalb sollte die Geschichte weitererzählt werden", gibt sich Keaton euphorisch.

Widersacher des Punishers?

Allerdings hat die Sache einen kleinen Haken: Regisseur Tim Burton ist von der Idee einer Fortsetzung weit weniger angetan. Doch auch dafür hat Keaton bereits die Lösung: "Ohne Tim geht es nicht, das ist klar. Also soll er doch den Film produzieren, irgendwen werden wir schon finden, der das Ding schreibt und Regie führt!"

Soviel Elan reicht dann auch gleich noch für ein paar weitere Filme, also plaudert Keaton munter über weitere Rollen, etwa als Bösewicht und Gegenspieler von Thomas Jane in der "The Punisher"-Fortsetzung oder einen möglichen Part in David Finchers neuem Film. Na, dann warten wir doch mal bis zum Jahresende 2005 und sehen, was bis dahin alles passiert ist...

 

The Punisher (Kinofassung) in der Fotoshow

 

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