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The Road

Packende Verfilmung des Romans von Cormac McCarthy über den Überlebenskampf eines Mannes und seines Sohnes in einer postapokalyptischen Welt.


The Road

Leihvideo

Erhältlich seit:
16.02.2011

Originaltitel: The Road

Drama

USA 2009
Laufzeit: 112 Min.
FSK: ab 16

Viggo Mortensen
Kodi Smit-McPhee
Charlize Theron

Regie: John Hillcoat
Senator Home Entertainment

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The Road

Der Mann erwacht mitten in der Nacht und muss mit seiner Frau und seinem Sohn feststellen, dass die Welt, die er kannte, restlos ausgelöscht ist. Nachdem die Frau aus Verzweiflung verschwindet, macht er sich gemeinsam mit dem Jungen auf den Weg durch ein ausgestorbenes Amerika, in dem jeder Überlebende ein potenzieller Todfeind ist. In einem Einkaufswagen sammeln sie all ihren letzten Besitz, um sich für den Überlebenskampf zu rüsten, immer auf der verzweifelten Suche nach einem Hoffnungsfunken.

Cormac McCarthys "Die Straße" gilt als die bislang vielleicht größte literarische Leistung des jungen Jahrtausends. Der Australier John Hillcoat ("The Proposition") erweckt die postapokalyptische Mär vom Überlebenskampf eines Vaters und seines Sohnes beeindruckend zum Leben, ohne sich Klischees oder Konventionen hinzugeben. Angetrieben von einer einmal mehr übermenschlichen Performance von Viggo Mortensen, ist dieser hoffnungslose Blick auf eine Welt nach dem Untergang packendes Kino ohne Zugeständnisse.

The Road

Beklemmendes Endzeit-Drama nach dem meisterhaften Roman von Cormac McCarthy.

Die Messlatte lag hoch für "The Road", bildet die Grundlage doch ein Roman in absolut reduziertem Stil, über dessen hohe Qualität in Kritikerkreise ungewohnte Einigkeit herrschte. Da kann und will eine Adaption für die Leinwand nicht mithalten. Regisseur John Hillcoat, der mit dem kompromisslos harten und doch lyrischen australischen Western "The Proposition" bei der Berlinale 2006 Aufsehen erregte, versucht entsprechend gar nicht erst das Mythische, Parabelhafte und Tiefsinnige zu übertragen. Er erzählt stattdessen die grundlegende, todtraurige Vater-Sohn-Geschichte konventionell, aber nicht weniger eindrücklich im Rahmen eines Genre-Filmes.

Als annähernd letzte Überlebende der Menschheit kämpfen sie sich zu Fuß auf der titelgebenden Straße vorwärts, die durch einsames und zerstörtes Land führt, immer kurz vorm Verhungern oder Erfrieren. Hillcoat und sein Kameramann bebildern die Welt nach der Apokalypse in der gebotenen Düsternis. Die Farben sind entsättigt, die Grautöne werden nur ab und zu durch das Gelb und Rot des Feuers, das sich durch die Wälder frisst oder dem Rot von Blut durchbrochen. Selbst das Meer zu dem Vater und Sohn unterwegs sind, ist grau. Vor den anderen Überlebenden, die jede Menschlichkeit verloren haben und ihresgleichen als Fleischreserve im Keller einsperren, verstecken sie sich.

Das zentrale Motiv im Buch, die Liebe zwischen Vater und Sohn, das einzige, was sie am Leben erhält, schildert der Film eindrücklich. Die Mutter dagegen, so erfährt man in Rückblenden (Charlize Theron in kurzen Auftritten), hat die Aussichtslosigkeit ihrer Situation nicht ertragen und sich umgebracht. Die (Kammerspiel-)Szenen, in denen Hillcoat nur einfache Gesten und Blicke seiner zwei Protagonisten ins Bild rückt, die ihre Verbundenheit zeigt, wirken entsprechend am stärksten und berühren. Viggo Mortensen und das junge Naturtalent Kodi Smith-McPhee tragen diese Szenen auch. Die Bedrohung ihres Lebens machen für den Zuschauer fast physisch erfahrbar Sounddesign, Schnitt und Bild, wenn Bäume, ganze Wälder, aus Trockenheit brechen und zu Boden donnern.

Dem Genre-Film geschuldet sind die Kannibalen-Szenen, die im Buch nur angedeutet sind, hier sind die Leichenteile in Keller und Küche plakativ angerichtet wie bei Leatherface und Co.. Auch wenn Mortensen sich eine Verletzung selber zutackert, freut sich das Genre-Publikum, während die Literaturfraktion abgeschreckt sein könnte. Die Musik stammt übrigens wie bei "Proposition" von Nick Cave und Warren Ellis, die hier zum Gesamtbild des niederschmetternden Films, der mit einer positiven Note endet, passend ebenfalls konventionellere Töne anschlagen. hai.

Darsteller:  Viggo Mortensen   als Mann
  Kodi Smit-McPhee   als Junge
  Charlize Theron   als Frau
  Robert Duvall   als alter Mann
  Guy Pearce   als Veteran
  Michael K. Williams   als Dieb
  Garret Dillahunt   als Gangmitglied
  Molly Parker   als mütterliche Frau
 
Regie:  John Hillcoat  
Buch:  Joe Penhall  
Musik:  Nick Cave  
  Warren Ellis  
Kamera:  Javier Aguirresarobe  
Produzent:  Paula Mae Schwartz  
  Steven S. Schwartz  
  Nick Wechsler  

Potter und andere Kindsköpfe

Angeführt von "Harry Potter 7" warten auch im ersten Halbjahr 2011 tolle Blockbuster und wertvolle Indie-Perlen darauf, ihren den Weg in die Player zu finden. Das sind die Stars der kommenden Video-Saison.

Superschurke mit Herz für Kinder: Gru aus "Ich - Einfach unverbesserlich" (Foto: Universal) Großansicht

Superschurke mit Herz für Kinder: Gru aus "Ich - Einfach unverbesserlich" (Foto: Universal)

Auch wenn die Temperaturen so niedrig bleiben wie zurzeit: Freunde des gepflegten Videogenusses erwartet ein heißes erstes Halbjahr. Topstar unter denn Neuerscheinungen wird wohl der erste Teil von "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes", den Warner voraussichtlich Ende April veröffentlicht. Gut 4,5 Mio. Zuschauer haben das finale Abenteuer des Zauberlehrlings im Kino gesehen, auf DVD und Blu-ray wird "Potter 7" ebenfalls für Furore sorgen.

Freuen darf man sich auch auf ein starken Nachschub an CGI-Filmen: Am 3. Februar erscheint mit "Ich - Einfach unverbesserlich" (Universal) der erfolgreichste Animationsfilm des Kinojahrs 2010 im Handel. Voraussichtlich am 7. April bringt Paramount seinen Blockbuster "Megamind" auf DVD und Blu-ray, im Mai folgt das in Deutschland produzierte Animationshighlight "Die Konferenz der Tiere" von Highlight.

Sly Stallone huldigt mit "The Expendables" dem Action-Film der 80er (Foto: Splendid) Großansicht

Sly Stallone huldigt mit "The Expendables" dem Action-Film der 80er (Foto: Splendid)

Satte Action und Tanzeinlagen

Im Live-Action-Bereich streiten sich hinter "Potter 7" mehrere Topneuheiten um die Favoritenrolle. Am 21. Januar erscheint "Kindsköpfe", der unglaubliche zwei Mio. Zuschauer in die deutschen Kinos lockte. Eine Woche später veröffentlicht Splendid den vielversprechenden Actionreißer "The Expendables". Am 10. Februar bringt Highlight mit dem Tanzfilm "Step Up 3 - Make Your Move" eine der ersten 3D-Blu-rays 2011 auf den Markt. In den Wochen darauf kommen gleich drei Hollywood-Topseller: "Wall Street - Geld schläft nicht" (Fox) ist das langerwartete Sequel eines Klassikers aus den 90er-Jahren, damals wie heute mit Michael Douglas in der Hauptrolle.

Zudem veröffentlicht Tobis den Thriller "The American" mit George Clooney sowie Sony Pictures den Selbstfindungstrip "Eat, Pray, Love". Und wenn die Redaktion einen Tipp wagen darf: Die DVD des Dramas mit Julia Roberts (Stationen: Italien, Indien, Indonesien) wird zu 92,46 Prozent weibliche Fans in ihre Bann schlagen.

"The Social Network": Facebook-Erfinder Zuckerberg in der verfilmten Nahaufnahme (Foto: Sony) Großansicht

"The Social Network": Facebook-Erfinder Zuckerberg in der verfilmten Nahaufnahme (Foto: Sony)

Zombie-Horror und Komödien

Ganz im Gegenteil zu "Resident Evil: Afterlife" (Highlight), der ab 10. März in Regalen steht: Das Action-Sequel erreichte in den deutschen Kinos über eine Mio. (vorwiegend männliche) Zuschauer und wird als DVD, Blu-ray sowie 3D-Blu-ray in die Läden kommen. Ende März bringt Sony Pictures voraussichtlich das Facebook-Drama "The Social Network" von David Fincher auf den Markt. Auch weitere Blockbuster feilschen ab März ums einen Platz im Osternestchen: Das "Hangover"-Sequel "Stichtag" (Warner), "Unstoppable - Außer Kontrolle" (Fox), "Paranormal Activity 2" (Paramount) oder "Der kleine Nick" (Universum) dürften allesamt Top-Ten-Kandidaten für die Charts sein.

Viel Potential haben allerdings auch einige qualitativ hochwertige Produktionen der Independents: Koch Media bringt am 28. Januar das Sci-Fi-Drama "Moon" auf DVD und Blu-ray heraus. Senator legt im März mit "The Road" ein packendes Indie-Endzeitdrama nach, während Lighthouse mit "Uncle Boonmee erinnert sich an seine früheren Leben" den letztjährigen Cannes-Gewinner auf DVD veröffentlicht.

Legendärer Mindfuck von Christopher Nolan: "Memento" (Foto: Ascot ) Großansicht

Legendärer Mindfuck von Christopher Nolan: "Memento" (Foto: Ascot )

Filmkunst und Gedächtnistraining

Die High-Def-Varianten aller größeren Filmneuheiten werden auch 2011 für eine steigende Verbreitung des Blu-ray-Formates sorgen - unter anderem durch ein wachsendes Portfolio an 3D-Streifen. Inzwischen gibt es sogar exklusive BD-Releases, bei denen die DVD als Zusatzgimmick der Limited Edition beiliegt; Beispiel "Enter the Void" (Capelight), dem neuen Film des Skandalregisseurs Gaspar Noé, der am 28. Januar erscheint.

Zudem werden einige Klassiker endlich auf Blu-ray veröffentlicht, wie "Der Krieg des Charlie Wilson" (Universal) und "Memento" (Planet Media) im Januar. Auch die "Stieg Larsson Millennium Trilogie" im Director's Cut sowie die Katalogtitel "A.I. - Künstliche Intelligenz" und "Die Unbestechlichen" (alle Warner) werden auf Blu-ray ab Januar ihr Publikum finden.

Das ist natürlich nur die Spitze des Eisbergs; dazu kommen noch unzählige kleinere und größere Perlen, deren Termin teils noch nicht feststeht. Ganz zu schweigen von den ältere Juwelen der Filmgeschichte, die auch im ersten Halbjahr 2011 erstmals den Weg auf Siliziumscheibe finden werden - und vielen Filmfans begeisterte Stunden bescheren. Denn echte Filmpretiosen sind bekanntlich viel zu wertvoll, als dass einmaliges Betrachten genügt. Aber genau dafür gibt's zum Glück ja Video.

 

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