DVD (OmU) Leihvideo

The Saddest Music in the World

Skurrile Mixtur aus Musical, Melo und Satire in Schwarz-Weiß-Optik um einen Musikwettbewerb.


The Saddest Music in the World (OmU)

Leihvideo

Erhältlich seit:
02.11.2007

Originaltitel: The Saddest Music in the World

Drama/ Musical

Kanada 2003
Laufzeit: 96 Min.
FSK: ab 12

Isabella Rossellini
Maria de Medeiros
Mark McKinney

Regie: Guy Maddin
b-ware!media

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Skurrile Mixtur aus Musical, Melodram und Satire in Schwarz-Weiß-Optik über einen Musik-Wettbewerb.

Lady Port-Huntley ist auf der Suche nach traurigen Liedern (Foto: Weltecho) Großansicht

Lady Port-Huntley ist auf der Suche nach traurigen Liedern (Foto: Weltecho)

Gegen Ende der Depressions- und Prohibitionszeit 1933 ist Broadway-Musikproduzent Chester Kent (Mark McKinney) mit seiner Geliebten Narcissa (Maria de Medeiros) in Winnipeg gestrandet, wo Lady Helen Port-Huntly (Isabella Rossellini) ein Turnier um die "traurigste Musik der Welt" veranstaltet.

An der WM der musikalischen Art nehmen unter anderen Chesters Vater und sein Bruder Roderick (Ross McMillan), der als Gavrilo für Serbien antritt, teil. Während das turbulente Turnier seinen Lauf nimmt und die jeweiligen Sieger ein Bierbad nehmen müssen, erfährt man in Rückblenden diverse tragikomische Vorfälle aus dem Leben der Wettkampfteilnehmer.

Die Musiker versetzen sich in die richtige Stimmung (Foto: Weltecho) Großansicht

Die Musiker versetzen sich in die richtige Stimmung (Foto: Weltecho)

Schwarz und optisch reizvoll

Die groteske Mischung aus Melodram, Musical und Familientragik um ein Musikerturnier ist ein Füllhorn für Freunde des schwarzen Humors.

Der eigentliche Reiz ist jedoch die Optik: Ähnlich wie in "Sky Captain and the World of Tomorrow" wird in Schwarz-Weiß mit gelegentlich farbviragierten Szenen im Stil alter RKO-Movies gefilmt, nur dass die Bilder bewusst verschwommen, ausgefranst und an den Rändern verzogen wie in Zerrspiegeln wirken, ein Kino der Tüftler wie bei Jean-Pierre Jeunet.

The Saddest Music in the World (OmU)

Wer sich Bein-Prothesen aus Glas mit Bierfüllung vorstellen kann, bei in Tränen eingelegten Herzen nicht wegsieht, Bandwürmer als Wahrsager und als Eskimos maskierte Inderinnen reizvoll findet, der liegt bei der kanadischen Musiker-Weltmeisterschaft goldrichtig. Gegen Ende der Depressions- und Prohibitionszeit 1933 ist Broadway-Musikproduzent Chester Kent (Mark McKinney, eine Kreuzung aus Howard Hughes und Clark Gable) mit seiner Geliebten Narcissa (Maria de Medeiros) in Winnipeg gestrandet, wo Lady Helen Port-Huntly (Isabella Rossellini) ein Turnier um die "traurigste Musik der Welt" veranstaltet. An der WM der musikalischen Art nehmen u.a. Chesters Vater (David Fox) und sein Bruder Roderick, der als Gavrilo für Serbien antritt (Ross McMillan), teil.

Während das turbulente Turnier seinen Lauf nimmt und die jeweiligen Sieger ein Bierbad nehmen müssen, erfährt man in Rückblenden, dass Dad einst dafür verantwortlich war, dass Lady P. ihre Beine verlor (er sägte betrunken das falsche Bein ab) und Roderick Sohn und Frau verlor. Der zynische Chester kommentiert alles mit der Lässigkeit des Mannes, für den alles Showbusiness ist. Als Roderick herausfindet, dass Narcissa seine Frau ist, entwickelt sich während Chesters spritziger "California, Here I Come"-Nummer eine Tragödie.

Für Freunde schwarzen Humors mit Tragikrand ein Füllhorn. Die Musik-Matches von Siam gegen Mexiko, Kanada gegen Afrika, Amerika gegen Spanien oder Serbien gegen Schottland sind spaßig bis skurril. Der eigentliche Reiz ist ein cinephiler: Ähnlich wie in "Sky Captain and the World of Tomorrow" wird in Schwarzweiß (mit gelegentlich farbviragierten Szenen) im Stil alter RKO-Movies (Studio von Aviator Hughes) gefilmt, nur dass die Bilder bewusst verschwommen, ausgefranst und an den Rändern verzogen wie in Zerrspielgeln wirken, ein Kino der Tüftler wie bei Jean-Pierre "Mathilde" Jeunet. Grandios die Montage, die Doku-Aufnahmen einbezieht, Iris-Blenden nutzt, unvermeidlich mit "Citizen Kane"-Zitaten arbeitet, Musical-Nummern à la Busby Berkeley (die "Gold Diggers"-Reihe) und "Radio Days" aufleben lässt. Erfrischendes Retro-Kino mit hohem Grotesk-Faktor als Cineasten-Dusche. ger.

Darsteller:  Isabella Rossellini   als Lady Helen Port-Huntley
  Maria de Medeiros   als Narcissa
  Mark McKinney   als Chester
  Ross McMillan   als Roderick
  Darcy Fehr   als Teddy
  Claude Dorge   als Duncan
  David Fox   als Fyodor
 
Regie:  Guy Maddin  
Buch:  Guy Maddin  
  George Toles  
Musik:  Christopher Dedrick  
Kamera:  Luc Montpellier  
Produzent:  Niv Fichman  
  Daniel Iron  
  Jody Shapiro  
 

The Saddest Music in the World (OmU) in der Fotoshow

 

Fassungen

 

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Features

 

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Isabella Rossellini

Sie ist ihrer Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten und pflegt in ihren relativ wenigen Filmrollen eine etwas entrückte,...

 

Star

Maria de Medeiros

Portugiesische Schauspielerin, Regisseurin und Drehbuchautorin. Maria de Medeiros, Portugals berühmtester Filmexport, hat seit ihrem...