
In einem alpinen Dörfchen lebt der kleine Maurice mit seiner strengen Mutter in einem großen kalten Haus und hat dort bisweilen Visionen von seinem Zwillingsbruder Jacques, der kurz nach seiner Geburt im Krankenhaus starb. Ein paar ältere Damen aus der Gegend wollen mit Maurices Talent Kontakt zu lieben Verstorbenen knüpfen und überreden seine Mutter, den Knaben zu ihren Seancen zu bringen. Eine misstrauische junge Ärztin wird auf den Zirkel aufmerksam, und auch die Mächte des Jenseits lassen sich nicht ungestraft beschwören.
Nach langer Zeit mal wieder ein akzeptabler Horrorfilm aus der einstigen führenden Horrorfilmnation Italien. Mit englischer Besetzung, aus der Beth Winslet nicht nur wegen ihrer optischen Ähnlichkeiten mit Schwester Kate heraus ragt, zelebriert Regisseurin Zancolo eine düster-stimmungsvolle Spukgeschichte mit stilistischen Anleihen beim frühen Guillermo del Toro, "The Others" und japanischen Horrorkindergeschichten. Ein Film, der ohne viel Gerede auskommt und seine durchaus wirkungsvollen Effekte nicht überstrapaziert. Erste Wahl für anspruchsvolle Gruselfreunde.